Weltfinanzgipfel Uno-Generalsekretär fordert Rücksicht auf arme Länder

Es ist ein dringender Appell an die Teilnehmer des Weltfinanzgipfels: Uno-Generalsekretär Ban fordert, die Probleme der Armen in den Mittelpunkt des Treffens zu stellen - denn die Auswirkungen der Finanzkrise treffen sie am heftigsten.


New York - Es ist eine Gelegenheit, die nicht so schnell wiederkehren wird: Am Wochenende kommen die Staats- und Regierungschefs der G-20-Länder zum Weltfinanzgipfel in Washington zusammen. Und wenn es nach dem Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon geht, sollen die möglichst über ein Thema reden: Sie müssten alles tun, um die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Ärmsten der Welt abzumildern, erklärte Ban in New York. Schon jetzt überstiegen die Milliardensummen, die zur Entschärfung der Krise bereitgestellt würden, bei weitem das Geld, das für internationale Hilfsmaßnahmen zur Verfügung stehe.

Es sei schlicht eine Frage des Wollens, betonte der Uno-Generalsekretär, der am Samstag ebenfalls zu dem Gipfeltreffen der 20 größten Industriestaaten und wichtigsten Schwellenländer erwartet wird. Die Folgen der Krise für die Ärmsten und Verletzlichsten abzumildern sei wichtiger als eine Reform internationaler Organisationen wie der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Er werde alle Maßnahmen im Kampf gegen die weltweite Finanzkrise begrüßen, sagte Ban. Für ihn stehe aber die Frage im Mittelpunkt, "wie die Belange und das Wohlergehen der Entwicklungsländer vor den Auswirkungen der Finanzkrise geschützt werden können".

sam/AP

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