Weltkonjunktur IWF senkt Wachstumsprognose für 2006

Die anhaltend hohen Ölpreise und die Nachwirkungen des Wirbelsturms "Katrina" dämpfen nach Ansicht des Internationale Währungsfonds die Weltkonjunktur. Für das kommende Jahr senkte der IWF einem Zeitungsbericht zufolge seine Wachstumsprognose.


Washington - Eine schwächere Konjunkturentwicklung prognostiziere der IWF in seinem Weltwirtschaftsausblick, der am Mittwoch kommender Woche vorgestellt werden soll. Das berichtet das "Handelsblatts" in seiner morgigen Ausgabe. Demnach senke der Fonds seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft für 2006 um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Für das laufende Jahr prognostiziere der IWF unverändert ein Plus in gleicher Größenordnung.

"Die globale Konjunktur befindet sich zwar nach wie vor auf einem erfreulichen Wachstumspfad, aber die Abwärtsrisiken haben zugenommen", zitiert das Blatt einen IWF-Mitarbeiter. Nach Einschätzung des IWF habe der Hurrikan "Katrina" selbst zwar eher "geringfügige Auswirkungen" auf die US-Wirtschaft. Es bestehe aber die Gefahr, dass er eine Reihe von "Zweitrunden-Effekten" auslöst, warnt der IWF dem Bericht zufolge. So könne die Konsumneigung der Amerikaner auf Grund der hohen Benzin- und Heizölpreise abnehmen. Das wiederum treffe auch Export-Staaten wie Deutschland.

US-Frühindikatoren brechen ein

Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia hat sich im September schwächer entwickelt als erwartet. Der Index sei auf 2,2 Punkte von 17,5 Zählern im August gesunken, teilte die Philadelphia Fed heute mit. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 14 Punkte gerechnet. Der Index für den Sechs-Monats-Geschäftsausblick sei auf 7,0 Zähler von 33,4 Punkten im August gesunken.

Zahlen über Null signalisieren ein Wachstum des Verarbeitenden Gewerbes der Region um Philadelphia im Osten der USA. Der Index gibt vergleichsweise verlässliche Hinweise auf die landesweite Entwicklung der US-Industrie.



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