Weltwirtschaftskrise Südkoreas Export bricht ein

Der globale Abschwung trifft Südkorea mit voller Wucht. Die Exporte des Landes gehen auf breiter Front zurück. Die Regierung warnt vor einem harten Jahr 2009.


Seoul - Südkorea gerät in den Sog der Weltwirtschaftskrise: Die Exporte der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens sind im Dezember deutlicher als erwartet zurückgegangen. Für 2009 erwartet die Regierung für die Exportindustrie das härteste Jahr seit 2001.

Die Ausfuhren fielen im vergangenen Monat nach Regierungsangaben um 17,4 Prozent auf 27,3 Milliarden Dollar, während die Einfuhren um 21,5 Prozent auf 26,6 Milliarden Dollar sanken. Für das Gesamtjahr 2008 war das Handelsdefizit mit 13 Milliarden Dollar das größte seit 1996.

Die schwächere Nachfrage nach Autos, Schiffen und Elektronikgeräten aus Südkorea in aller Welt und die gleichzeitige Zurückhaltung der heimischen Konsumenten erhöhen den Druck auf die Zentralbank, die Zinsen nochmals zu senken. Die Währungshüter, die in den vergangenen zwei Monaten die Zinsen bereits um insgesamt 2,25 Prozentpunkte auf drei Prozent nach unten korrigiert hatten, könnten bei ihrer Sitzung am 9. Januar eine weitere Herabstufung beschließen.

Die Zentralbank rechnet für 2009 noch mit einem Wirtschaftswachstum von zwei Prozent. Analysten warnen indes, die Konjunktur werde wahrscheinlich um bis zu drei Prozent schrumpfen.

suc/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.