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Werbekrieg: Burger King verliert erneut gegen McDonald's

Vollmundig warb der Hamburger-Bräter Burger King mit einer satten Testesser-Mehrheit von 62 Prozent für seinen "Whopper" gegenüber McDonald's "Big Mac". Das Münchner Oberlandesgericht prüfte und kam zu einem subjektiven Geschmacksurteil.

München - Im Werbestreit der Fast-Food-Ketten hat Branchenführer McDonald's ein weiteres Mal über Konkurrent Burger King gesiegt. Burger King darf endgültig nicht mehr mit der Behauptung werben, sein "Whopper" schmecke besser als der "Big Mac" von McDonald's. Auf Antrag eines Wettbewerbsverbandes untersagte jetzt auch das Oberlandesgericht München entsprechende Werbeanzeigen mit Ergebnissen eines Geschmackstests.

 Heißes Brötchen mit Beef-Einlage

Heißes Brötchen mit Beef-Einlage

Bereits Ende Januar hatte das Kölner Landgericht Burger King diese Art der Werbung unter Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu einer halben Million Mark verboten. In Köln war McDonald's selbst als Antragsteller aufgetreten. Das am Freitag veröffentlichte Münchner OLG-Urteil ist unanfechtbar.

Der Bundesgerichtshof erlaube zwar seit einiger Zeit eine vergleichende Werbung, räumte das Gericht ein. Diese müsse sich aber an die Richtlinie des Europäischen Parlaments halten, die nur den Vergleich "wesentlicher, nachprüfbarer und typischer" Eigenschaften konkurrierender Produkte zulasse. Der Verbraucher-Geschmack aber sei subjektiv und der Mode unterworfen. Das Testergebnis sage nichts über die Eigenschaften der verglichenen Hamburger aus .

Burger King hatte unter der Überschrift "Satte Mehrheit" ein Säulendiagramm abgebildet, demzufolge 62 Prozent der Konsumenten den "Whopper" lieber essen als das Produkt der Konkurrenz. Dies sei durch eine Studie eines "renommierten Umfrage-Instituts" belegt, hatte die Fast-Food-Kette angeführt.

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