Werbestreit Bionade im Kalzium-Kampf

Bionade will sich wehren: Der Brausehersteller will gegen eine einstweiligen Verfügung vorgehen, die ihm die Werbung mit Verweis auf den Kalzium-Gehalt des Getränks verbietet. Das Argument: Die Angaben seien ja eigentlich nur Hinweise an den Verbraucher.


Ostheim vor der Rhön - Alles im Grunde nur ein Missverständnis, glaubt Bionade-Geschäftsführer Peter Kowalsky. Er gehe davon aus, dass der Richter die Verfügung aus Versehen missverständlich formuliert habe. Schließlich handle es sich bei Kalzium und Magnesium um notwendige Zutaten, die angegeben werden müssten. Außerdem sei es im Interesse des Verbrauchers, zu wissen, was enthalten sei.

Bionade-Kasten: Der Brausehersteller will jetzt ein klärendes Gespräch mit dem Richter
DDP

Bionade-Kasten: Der Brausehersteller will jetzt ein klärendes Gespräch mit dem Richter

Das Landgericht Düsseldorf hatte verfügt, dass Bionade nicht mehr damit beworben werden darf, kalzium- und magnesiumreich zu sein. Die Verfügung war auf Betreiben der konkurrierenden Landwert Bio Premium GmbH (Stralsund) erlassen worden, die zur Nordmann-Gruppe gehört.

"Wir sind uns ganz sicher, dass dieser absurde Angriff des Nachahmers ins Leere laufen wird", sagte Kowalsky einer Mitteilung zufolge. Er strebe derzeit eine mündliche Verhandlung mit dem Gericht an, um zu klären, ob sich die Formulierung auch auf die Zutatenliste beziehe, sagte Kowalsky. Derzeit sei dies aber nicht möglich. Der Richter sei kurzfristig krank geworden.

Nach Ansicht der Landwert Bio Premium GmbH darf mit einem Gehalt an Magnesium oder Kalzium nur geworben werden, wenn in dem fraglichen Produkt Mindestmengen dieser Mineralstoffe vorhanden seien. Die Minimalvorgaben des Gesetzgebers würden jedoch von den Bionade- Getränken bei weitem nicht erreicht.

ase/AP/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.