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Wertlose Zertifikate: Lehman-Opfer will Verfassungsbeschwerde einlegen

Finanzhilfen für notleidende Kreditinstitute - nicht aber für Privatpersonen? Dagegen will eine Deutsche klagen, die bei der Lehmann-Pleite 6000 Euro verloren hat. Nach Informationen des SPIEGEL plant ihr Anwalt eine Verfassungsbeschwerde.

Ingrid Deutsch aus Saarbrücken will wie Banken oder Finanzinstitute unter den Rettungsschirm des Bundes. Die 67-Jährige hatte im vergangenen Jahr Zertifikate der in Konkurs gegangenen Lehman-Bank gekauft. Nach SPIEGEL-Informationen wird der Münchner Rechtsanwalt Peter Mattil demnächst im Auftrag von Deutsch Verfassungsbeschwerde gegen das Finanzmarktstabilisierungsgesetz einlegen.

Mit diesem Gesetz hatte die Bundesregierung einen Sonderfonds über 480 Milliarden Euro aufgelegt, aus dem Finanzinstitute Kapitalhilfen erhalten können. Ausgenommen sind davon Privatpersonen.

In dieser ungleichen Behandlung sehen Deutsch und ihr Anwalt einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Ingrid Deutsch hatte im vergangenen Jahr bei der Citibank für 6000 Euro Lehman-Zertifikate erworben. Nach dem Zusammenbruch der Lehman-Bank im September 2008 sind die Papiere nun wertlos.

hda

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