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Wirtschaftsweiser: Lohndisziplin schützt nicht vor Kündigung

Der Wirtschaftsweise Jürgen Kromphardt gießt Wasser auf die Mühlen der Gewerkschaften. Seine These: Gegen massive Stellenstreichungen internationaler Konzerne hilft auch keine Lohnzurückhaltung der Arbeitnehmer in Deutschland.

Plädiert für Lohnsteigerungen: Jürgen Kromphardt
AP

Plädiert für Lohnsteigerungen: Jürgen Kromphardt

Berlin - "Ob die Arbeitskräfte nun fünf Prozent mehr oder weniger verdienen, ist nicht das Kriterium - die Leute werden einfach überflüssig", sagte Kromphardt der "Berliner Zeitung". Er sehe deshalb keinen Grund, die Gewerkschaften vor der kommenden Tarifrunde zu besonderem Maßhalten zu ermahnen.

Er bleibe dabei, dass Lohnerhöhungen von gut drei bis knapp unter vier Prozent akzeptabel seien, sagte Kromphardt. Nach seiner Einschätzung reagieren die globalen Konzerne gegenwärtig vor allem auf die empfindlich eingetrübten Umsatz- und Gewinnerwartungen im Informations- und Kommunikationssektor, aber auch auf die weltweit allgemein verschlechterten Konjunkturaussichten.

Bisher jedenfalls üben sich die Arbeitnehmer noch in Bescheidenheit. Wie das statistische Bundesamt mitteilte, stiegen die Tariflöhne und -gehälter der Angestellten in der Industrie im April im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent, im Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe um 2,6 Prozent und bei den Gebietskörperschaften um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

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