Zugverkehr: China eröffnet längste Highspeed-Trasse der Welt

Die Volksrepublik China hat die weltweit längste Bahnlinie für Hochgeschwindigkeitszüge in Betrieb genommen. Die Züge schaffen die mehr als 2200 Kilometer zwischen Peking und Guangzhou im Süden in nur acht Stunden - also mit einem Schnitt von knapp 300 Kilometern pro Stunde.

AP

Peking - China im Geschwindigkeitsrausch: Zwischen der Hauptstadt Peking und der Wirtschaftsmetropole Guangzhou am Perlflussdelta ist die längste Hochgeschwindigkeitstrasse der Welt entstanden. 2298 Kilometer liegen zwischen den Städten. Die Züge legen sie in rund acht Stunden zurück - mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde. Vor Eröffnung der neuen Trasse betrug die Reisezeit mehr als 20 Stunden.

Zur Einweihung der Strecke startete am Mittwochmorgen ein Zug von Peking in Richtung Guangzhou, dort fuhr eine Stunde später ein Zug in die Gegenrichtung los. China arbeitet derzeit daran, sein Hochgeschwindigkeitsnetz zu erweitern. Mobilität ist in dem Land, in dem es geschätzt 250 Millionen Wanderarbeiter gibt, ein wichtiges Thema. Die gesamte Streckenlänge für Hochgeschwindigkeitszüge in China beträgt offiziellen Angaben zufolge mehr als 9300 Kilometer.

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China: Von Peking nach Guangzhou in acht Stunden
Die Regierung plant den Bau eines umfassenden Hochgeschwindigkeitsnetzes mit vier Ost-West- und vier Nord-Ost-Verbindungen bis zum Jahr 2020. Die ehrgeizigen Projekte sind allerdings umstritten. Immer wieder gibt es Berichte über grassierende Korruption im Eisenbahn-Highspeed-Business. Außerdem kam es zu schlimmen Unfällen: Erst im vergangenen Sommer starben 40 Menschen bei einer Zugkollision in der östlichen Provinz Zhejiang.

ala/dapd/AP

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insgesamt 250 Beiträge
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1. Wanderarbeiter im ICE?
leepzscher 26.12.2012
Wie viele Wanderarbeiter werden wohl den ICE benutzen? Im Design des Zuges (Gestelle, Motore, Aufteilung der Motore) konnte man ja auf einige Vorbilder in der Welt zurückgreifen. lol
2. Korruption
TaintedInfo 26.12.2012
Es gibt auch immer wieder Berichte zu Korruption bei/durch Siemens. Nur das die noch nicht mal ihre Züge ausliefern können.
3. Enteignung
news@adam-hg.de 26.12.2012
Ich möchte gar nicht erst wissen, wie vielen Menschen ihr Land oder gar ihr Zuhause genommen worden ist, weil es der Hochgeschwindigkeitstrasse im Weg stand. Ganz anders als hier in Deutschland, wo über jedes Stück Land verhandelt wurde (das einzig mögliche Vorgehen in einem Rechtsstaat!) neigt man im unmenschlichen China ja eher zu Enteignung und Vertreibung.
4. Man kann ermessen, wie groß...
joG 26.12.2012
....die Entwicklung in China in kurzer Zeit war, wenn man bedenkt, dass nun 40 Verkehrstote ein Thema offenbar sind, während vor Kurzem man die Hunger- und politischen Tote noch im Millionen zählte.
5. Ganz hervrragend
habmeinemeinung 26.12.2012
Ich hatte vor 2 Jahren die Gelegenheit mit dem "Harmonyexpress" zu fahren. Einfach klasse, wie schnell und gründlich die Chinesen dieses Jahrhundertprojekt gestemmt haben. In D-Land, dem Land der Zauderer, Bedenkenträger und EInsprüche wäre ein vergleichbares Infrastrukturprojekt noch nicht mal in der Genehmigungsphase. Die Züge sind sehr modern, sauber, schick, sporadisch und effektiv. Die Heimfahrt vom Flughafen dann mit dem überfüllten schmutigen ICE mit ständigen Bummelstrecken, eine gelungene Rückführung in deutsche Zustände.
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