Zwischenbilanz IBM meldet Umsatzrückgang

US-Computerriese IBM hält trotz Wirtschaftskrise an seiner optimistischen Prognose für 2009 fest. Für das erste Quartal meldete IBM nur einen leichten Gewinnrückgang und übertraf die Erwartungen - weil aber der Umsatz um mehr als 10 Prozent einbrach, gerieten IBM-Aktien unter Druck.


Armonk - Der amerikanische Computer- und IT-Konzern IBM trotzt der Wirtschaftskrise mit nahezu stabilen Gewinnen und hält für das Gesamtjahr an seiner Ergebnisprognose fest. Im ersten Quartal gab der Überschuss trotz eines klaren Umsatzrückgangs lediglich leicht um ein Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar nach. Der Umsatz fiel auch durch Währungseffekte zum Vorjahr um elf Prozent auf 21,7 Milliarden Dollar (16,7 Milliarden Euro), wie IBM Chart zeigen am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Der Konzern will im laufenden Jahr weiterhin einen Gewinn je Aktie von mindestens 9,20 Dollar einfahren, das wäre gegenüber 2008 eine Steigerung des Profits um 3 Prozent. Für Beobachter bedeutete der Umsatzrückgang, dass auch die gesünderen US-Technologiefirmen nicht gegen die Ausgabenkürzungen von Geschäftskunden in der Rezession gefeit sind. IBM-Aktien verloren am Montag nachbörslich 2,6 Prozent.

IBM erzielte im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von 103,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 5 Prozent. Dank aggressiver Kostensenkungen stieg der Nettogewinn um 18 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar. IBM gilt wegen seiner breiten Palette - von Hardware über Software bis zu Serviceleistungen - als wichtiger Gradmesser für die gesamte IT-Branche. Zugleich kann IBM wegen seiner Vielfalt Schwankungen in einzelnen Bereichen leichter abfangen als manche Konkurrenten.

Gerade erst wollte IBM den Computer- und Software-Konzern Sun Microsystems übernehmen, dies scheiterte aber laut Berichten am Streit um den Preis. Am Montag verkündete nun der Softwareriese Oracle den Kauf von Sun für für 7,4 Milliarden Dollar inklusive Schulden.

ore/dpa/AP/Reuters



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