Stockholm - Wie wird ein Gen zu einem Protein? Die Biochemiker Venkatraman Ramakrishnan (Großbritannien), Thomas A. Steitz (USA) und Ada E. Yonath (Israel) sind dieser Frage nachgegangen. Sie haben die Struktur und die Funktion der Proteinfabriken der Zelle, der Ribosomen, erforscht und wurden dafür nun mit dem Nobelpreis für Chemie geehrt. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist in diesem Jahr mit umgerechnet knapp einer Million Euro (zehn Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.
An den Ribosomen wird die RNA-Blaupause, die die Gen-Information aus dem Erbgut enthält, übersetzt in Aminosäuren, die Bausteine der Proteine. Schrittweise wird so aus einer wachsenden Aminosäurekette ein ganzes Eiweiß gebaut. Ramakrishnan, Steitz und Yonath hatten als erste die Struktur und die Funktion der Ribosomen entschlüsselt.
Auch im vergangenen Jahr wurden Biochemiker geehrt. Die Amerikaner Osamu Shimomura, Martin Chalfie und Roger Tsien erhielten die Auszeichnung, weil sie das grünlich leuchtende Protein einer Qualle zu einem der wichtigsten Werkzeuge der Biologie gemacht hatten. Mit dem Protein können viele Zellen sichtbar gemacht werden, um ihre Entwicklung im Körper verfolgen zu können.
Am Dienstag hatte die Akademie den Physik-Nobelpreis an Charles Kao, Willard Boyle und George Smith vergeben - sie haben rasend schnelle Datenleitung über Glasfasern und die lichtempfindlichen Chips in Digitalkameras möglich gemacht.
Der diesjährige Medizin-Nobelpreis war am Montag Elizabeth Blackburn, Carol Greider und Jack Szostak zuerkannt worden, weil sie das Altern der Zellen erklärt haben.
Der Preis für Chemie ist traditionell der dritte von insgesamt fünf, mit denen der 1896 verstorbene Preisstifter Alfred Nobel wissenschaftlichen Einsatz zugunsten der Menschheit fördern wollte. Die Auszeichnungen für Literatur und Frieden folgen am Donnerstag und Freitag.
itz/lub/AP
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Ja stimmt, danke. Immerhin wird es von einem Protein (SHBG) zu den Zielorganen transportiert und arbeitet noch mit einem anderen Protein zusammen, damit der Mann seine wichtigste Aufgabe erfüllen kann. mehr...
[QUOTE=reuanmuc;4408756]"... Von den Haaren über die Hirnsignale, das Hämoglobin im Blut, das Testosteron für das Sexvergnügen, bis zu den Zehennägeln ist alles Protein." Testosteron ist kein Protein sondern ein [...] mehr...
Ich würde Ihnen natürlich einen angemessenen und gut bezahlten Job wünschen. Als (potentieller) Nobelpreisträger gäbe es aber auch mit 45 einen Arbeitsplatz, nicht nur in Deutschland. mehr...
Ich finde, dass der Spender des Preises, bzw. das Komitee, eine kulturelle Leistung erbringt und frei in seiner Entscheidung bleiben sollte. Der Anspruch auf die "Gerechtigkeit" bei der Vergabe ist dem Wunsch [...] mehr...
Irgendwie peinlich, wie wenige hier Ahnung von der Materie haben. Vielleicht hilft es ja, den Nobelpreis für Literatur (impo total nutzlos) in einen Nobelpreis für Biologie zu verwandeln. mehr...
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