Berlin - Die Empörung über die geplanten Impfungen von Politikern und Beamten gegen die Schweinegrippe mit einem besonderen Wirkstoff reißt nicht ab. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Ulrike Mascher, sagte der "Bild"-Zeitung: "Zweierlei Impfstoffe für Regierung und Bevölkerung ist das falsche Signal. Da verstärkt sich bei vielen Menschen der Eindruck, sie seien Patienten zweiter Klasse. Das zeugt von wenig Fingerspitzengefühl."
Ähnlich äußerte sich die Grünen-Gesundheitsexpertin Biggi Bender: "Großes Risiko fürs Volk, kleines Risiko für die Regierung. Diese Art von Zweiklassenmedizin darf es in einer Demokratie nicht geben."
Auch führende Mediziner rügten die geplante Impfpraxis. Der Chef des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit an der Universität Bonn, Martin Exner, sagte: "Dass Politiker und Spitzenbeamte in Ministerien mit einem anderen Impfstoff geimpft werden als die Bevölkerung, ist ein verheerendes Zeichen. Gerade Politiker müssen diejenigen sein, die das, was sie empfehlen, auch für sich selbst in Anspruch nehmen." Der Virologe Alexander Kekulé von der Uniklinik Halle sagte: "Dass die Mitglieder der Bundesregierung und der Behörden offenbar einen anderen Impfstoff bekommen sollen, ist ein Skandal."
Innenministerium weist Kritik zurück
Hintergrund der Debatte: Kanzlerin und Minister sollen nach SPIEGEL-Informationen mit speziellem Impfstoff vor der Schweinegrippe geschützt werden. Beamte von Ministerien und nachgeordneten Behörden ebenso. Das Vakzin enthält keine umstrittenen Zusatzstoffe - im Gegensatz zum Impfstoff für den Rest der Bevölkerung.
Das Bundesinnenministerium hat die scharfe Kritik zurückgewiesen. Sie weise den Vorwurf der Zweiklassen-Impfung zurück, sagte eine Sprecherin von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) der "Berliner Zeitung". Das Schäuble unterstellte Beschaffungsamt habe mit dem Hersteller Baxter schon vor vielen Monaten einen Vertrag abgeschlossen, der eingehalten werden müsse. Zum damaligen Zeitpunkt sei von möglichen Unterschieden der Impfstoffe noch keine Rede gewesen.
Laut einem Bericht der "Bild" setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trotz des für die Bundesregierung bestellten Impfstoffes auf ihren Hausarzt, von dem sie - wie jeder Bürger - den Massen-Impfstoff Pandemrix bekommen soll. Genauso hält es laut "Bild" Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD): "Ich lasse mich mit dem Impfstoff impfen, mit dem auch die Bevölkerung geimpft wird. Der ist genauso wie die anderen zugelassen, sicher und wirksam."
suc/ddp/AFP
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Ich hoffe, daß endlich allen Verantwortlichen die Augen aufgehen, um den Korruptionsschwindel um die "Schweinegrippe" festzustellen und zu untersuchen. Die Verbindungen von RKI, PEI und anderen steuerrelevanten [...] mehr...
http://www.swissinfo.ch/ger/index/Schweiz_will_ueberfluessige_Impfstoffe_loswerden.html?cid=8023032 Zitat: "Medizinskandal Verschiedene Europarats-Mitglieder überlegen sich, ob sie eine Untersuchung verlangen wollten, [...] mehr...
Diesen Punkt sollte man tatsächlich medial noch viel tiefer ergründen! Genau so war es doch schon im Falle von "BSE", als unklares Rindfleisch für Europäer nicht mehr zugelassen wurde - aber für arme Asiaten war es [...] mehr...
Nur noch einmal ganz kurz: H1N1 IST schon seit Jahren Teil der "normalen saisonalen Grippe" - da ist nix "neu" daran! Es gibt nur immer verschiedene Subtypen dieser Viren, auf die angeblich die Impfstoffe [...] mehr...
ist alles andere als Einsicht. Wie sollten sie auch, dieses Konsortium jeder Art: Aktionäre, Forscher, Ärzteschaft, Politiker, Presse, braucht dringend ein neues Pandemie-Fantom. Der Zynismus, die Ware an andere Länder zu [...] mehr...
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