Ab nächstem Montag liegt der Impfstoff gegen die Schweinegrippe in den Arztpraxen: Er ist für Risikopatienten mit Vorerkrankungen gedacht, die als erste geimpft werden sollen. Zu dieser Gruppe zählen auch Kleinkinder, die chronische Beschwerden plagen, etwa an den Atemwegen. Doch ob der Impfstoff sicher für sie ist, hat bislang noch keine Studie untersucht - und das weckt Unmut bei Kinderärzten.
Nach dem Rat der Bundesregierung und der Zulassungsbehörden sollen auch Kleinkinder mit dem Impfstoff Pandemrix immunisiert werden. Doch das von GlaxoSmithKline (GSK) hergestellte Vakzin enthält einen Wirkverstärker ("Adjuvans"). Schwangeren soll er deshalb nicht verabreicht werden, so lautet die mittlerweile offizielle, behördliche Empfehlung.
Viele Kinderärzte kritisieren nun, dass diese Empfehlung für Kleinkinder offenbar nicht gilt. "Kinder haben ein Immunsystem, das zu Überreaktionen neigt, und genau die könnten durch Adjuvantien ausgelöst werden", sagte Wolfram Hartmann, Präsident des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Er würde Kleinkinder unter drei Jahren mit Vorerkrankungen eigentlich gerne gegen die Schweinegrippe impfen. Denn für Kinder dieser Altersgruppe stelle die Ansteckung mit der Schweinegrippe tatsächlich ein größeres Risiko dar, einen schweren Krankheitsverlauf erleiden zu müssen.
Kein Quecksilber für Kinder
Das Problem ist: Wie bei Schwangeren wurde Pandemrix im Vorfeld nicht an unter Dreijährigen getestet. Das gibt auch die Ständige Impfkommission (Stiko) zu bedenken. Sie schreibt in ihrer letzten Impfempfehlung: "Klinische Daten lagen zum Zeitpunkt der Zulassung nicht vor." Wolfram Hartmann fordert deshalb, umgehend einen Impfstoff ohne Wirkverstärker zu beschaffen. Die niedersächsische Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) versprach am Montag bereits, einen solchen alternativen Impfstoff zu besorgen. Diesen solle es erst ab Mitte November geben.
Der Baxter-Impfstoff allerdings, den das Bundesinnenministerium für die Regierung, Spitzenbeamte und nachgeordnete Behörden bestellt und dadurch starken Unmut in der Öffentlichkeit hervorgerufen hat, eignet sich als Alternative weder für Schwangere, noch für Kleinkinder. Auch dieser Stoff ist noch nicht an diesen beiden Personengruppen getestet worden
Kinderärzte-Präsident Hartmann führt einen weiteren Grund für einen alternativen Impfstoff auf: Pandemrix enthalte einen Konservierungsstoff, der aus einer Quecksilberverbindung bestehe. Diese Konservierungsmittel hat man bei anderen Kinderimpfstoffen schon vor längerem weggelassen. Der Haltbarmacher ist nötig, weil Pandemrix in Ampullen geliefert wird, mit denen sich gleich zehn Erwachsene impfen lassen.
Stiko: "Bei Kindern noch mit Impfung warten"
Doch das stellt die Kinderärzte vor ein ganz praktisches Problem: Wollen sie ein chronisch krankes Kind gegen die Schweinegrippe impfen, dann verabreichen sie ihm die Hälfte der Erwachsenendosis. "Aus einer Ampulle könnten wir also 20 Kinder impfen", sagt Hartmann. "Doch so viele Kinder kommen bei den meisten Pädiatern gar nicht an einem Tag in die Sprechstunde."
Unglücklicherweise aber hält sich der Impfstoff nur 24 Stunden. "Wir müssen dann die angebrochene Ampulle wegwerfen", so der nordrhein-westfälische Kinderarzt. Er empört sich darüber, dass niemand bei den Behörden sich darüber Gedanken gemacht hat. Die Kosten für den weggeschütteten Impfstoff zahlen dann wohl nicht die Krankenkassen, sondern dafür springt der Staat ein. So jedenfalls äußert sich die Landesregierung Niedersachsen.
Kinderarzt Hartmann rät Eltern mit chronisch kranken Kindern derzeit zum Abwarten, bis die Behörden einen Impfstoff ohne Adjuvans bestellt haben. Für Eltern mit gesunden Kindern gilt derzeit ohnehin, mit der Impfung zu warten. So steht es in der Stiko-Empfehlung: "Angesichts der aktuell noch limitierten Datenlage zur Sicherheit und Wirksamkeit der pandemischen H1N1-Impfstoffe bei jungen Kindern ab 6 Monaten und der derzeit milden Verläufe in Deutschland sollten weitere Daten zu den Impfstoffen abgewartet und der weitere epidemiologische Verlauf beobachtet werden, um eine ausgewogene Nutzen-Risiko-Analyse vornehmen zu können."
Gleiches gilt übrigens für die gesunde Bevölkerung. Die Stiko wird bis Mitte November erneut beraten, ob eine Impfung überhaupt notwendig ist.
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Ich hoffe, daß endlich allen Verantwortlichen die Augen aufgehen, um den Korruptionsschwindel um die "Schweinegrippe" festzustellen und zu untersuchen. Die Verbindungen von RKI, PEI und anderen steuerrelevanten [...] mehr...
http://www.swissinfo.ch/ger/index/Schweiz_will_ueberfluessige_Impfstoffe_loswerden.html?cid=8023032 Zitat: "Medizinskandal Verschiedene Europarats-Mitglieder überlegen sich, ob sie eine Untersuchung verlangen wollten, [...] mehr...
Diesen Punkt sollte man tatsächlich medial noch viel tiefer ergründen! Genau so war es doch schon im Falle von "BSE", als unklares Rindfleisch für Europäer nicht mehr zugelassen wurde - aber für arme Asiaten war es [...] mehr...
Nur noch einmal ganz kurz: H1N1 IST schon seit Jahren Teil der "normalen saisonalen Grippe" - da ist nix "neu" daran! Es gibt nur immer verschiedene Subtypen dieser Viren, auf die angeblich die Impfstoffe [...] mehr...
ist alles andere als Einsicht. Wie sollten sie auch, dieses Konsortium jeder Art: Aktionäre, Forscher, Ärzteschaft, Politiker, Presse, braucht dringend ein neues Pandemie-Fantom. Der Zynismus, die Ware an andere Länder zu [...] mehr...
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