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31.10.2009
 

Gesundheitsminister zu Pandemie

Rösler relativiert Gefahr der Schweinegrippe

Gesundheitsminister Rösler: "Man sollte die normale Grippeimpfung nicht vergessen"Zur Großansicht
ddp

Gesundheitsminister Rösler: "Man sollte die normale Grippeimpfung nicht vergessen"

Der neue Gesundheitsminister Philipp Rösler warnt davor, die normale Herbstgrippe zu unterschätzen: Sie sei derzeit gefährlicher als die Schweinegrippe, deshalb wolle er sich gegen sie zuerst impfen lassen. In Deutschland starben am Freitag drei weitere Menschen am H1N1-Virus.

Berlin - Nach Überzeugung von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler stellt die normale Herbstgrippe derzeit noch ein höheres gesundheitliches Risiko dar als die Schweinegrippe. Rösler sagte im Interview mit der "Bild am Sonntag" auf die Frage, ob er schon gegen Schweinegrippe geimpft sei: "Zuallererst lasse ich mich gegen die normale Grippe impfen. Die ist momentan noch gefährlicher. Und danach gegen die Schweinegrippe."

Auf die Frage, ob er allen Bürgern empfehle, sich gegen Schweinegrippe impfen zu lassen, sagte der neue Gesundheitsminister: "Das muss jeder mit seinem Arzt besprechen. Gefährdete Personen sollten sich aber wie von der Ständigen Impfkommission empfohlen jetzt gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Auch die Polizei und die Feuerwehrleute sollten sich wie vorgesehen impfen lassen."

Rösler betonte die Gefährlichkeit des bekannten Influenza-Virus: "Aber man sollte auch die normale Grippeimpfung nicht vergessen. Denn die kann für bestimmte Personengruppen mit chronischen Krankheiten auch gefährlich sein."

30.000 Fälle in Deutschland

Seit dem Ausbruch der Krankheit im April sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit mindestens 5700 Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Auch in Deutschland breitet sich die Schweinegrippe nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums immer schneller aus: 30.000 Infektionsfälle seien bisher erfasst worden.

In Deutschland gibt es bislang sechs Todesopfer des H1N1-Erregers. Allein drei von ihnen starben an diesem Freitag. Es handelt sich um eine Frau mittleren Alters, einen Jugendlichen und ein Kind. Die Frau, eine 48-Jährige aus dem Rhein-Sieg-Kreis, hatte keine bekannten Vorerkrankungen, die den schweren Krankheitsverlauf erklären würden. Wo sie sich angesteckt hat, ist unklar.

Nach dem neuen Fall in Bonn rechnet das Robert Koch Institut (RKI) nun damit, dass auch in Deutschland verstärkt Patienten ohne weitere Vorerkrankungen an der Schweinegrippe sterben könnten.

Das RKI rief die Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht auf und empfahl eine Impfung. "Mit zunehmenden Fallzahlen, die sich derzeit abzeichnen, wird auch die Anzahl von Fällen mit schwererem Verlauf zunehmen", teilte das Institut in Berlin mit. "Vor diesem Hintergrund sind die Einhaltung von persönlichen Hygienemaßnahmen und die Impfung als wichtige Präventionsmaßnahme von besonderer Bedeutung."

Der Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit an der Uni-Klinik Bonn, Martin Exner, warnte, dass "möglicherweise jetzt die zweite Welle der Influenza-Pandemie auch in Deutschland beginnt". Insbesondere mit der kalten Jahreszeit könne nun vermehrt mit schwereren Krankheitsverläufen zu rechnen sein. Gleichzeitig wies er aber darauf hin, dass die Mehrzahl der Schweinegrippe-Fälle in Deutschland bislang milde verlaufen ist.

amz/Reuters

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26.11.2009 von Schwarzfalke: Ach doch...

ich schau immer 'mal hier rein. Einerseits belustigt es mich (rkinfo) oder es wird mir zu viel (Elke Ospert). Generelles Schmunzeln oder Kopfnicken enstehen bei Ihnen und krasso. Also nix für Ungut, ich beobachte alles. ;-) mehr...

26.11.2009 von willhy:

Gute Geschäfte dank Schweinegrippe Eigentlich sah es für die Pharmakonzerne nicht gut aus: Steigende Konkurrenz durch Generika-Verschreibungen drückten auf Umsätze und Gewinne. Doch die Schweinegrippe sorgt für [...] mehr...

26.11.2009 von KPunkt:

...und zwar gleich neben den Verkehrstoten. Die sind nur eine Erfindung der Verkehrsschilderlobby im Verband mit den Ampelherstellern. mehr...

26.11.2009 von KPunkt:

Wissen Sie, was wirklich toll wäre? Wenn Sie wortwörlich, bzw. 1:1 irgendwelche Passagen übernehmen, diese als Zitat kennzeichnen und auch die Quelle anzugeben würde. Ansonsten ist es sehr missverständlich, man [...] mehr...

26.11.2009 von rkinfo:

a) Schon unsere Vorfahren hatte ähnliche Zahlen. Und Epidemien gabs schon immer zu verzeichnen. b) Die Grippesaison in Euro ist der kalendarische Winter und nicht der November oder Sommer (Mallorca 2009). Nur grippale [...] mehr...

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Wer sich in den kommenden Wochen gegen die Schweinegrippe impfen lässt, sollte seinen Arzt oder Apotheker über aufgetretene Nebenwirkungen informieren, insbesondere im Fall von Kleinkindern und Schwangeren. Das teilte die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) zum Start der bundesweiten Impfaktion mit.

Der Vorsitzende des Gremiums, Martin Schulz, erklärte: "Soweit wir derzeit wissen, ist die Impfung gut verträglich. Um seltene Nebenwirkungen zu entdecken, bitten wir alle Patienten, ihren Arzt oder Apotheker über beobachtete Nebenwirkungen zu informieren."

Auch bereits bekannte unerwünschte Wirkungen sollten gemeldet werden, damit deren Häufigkeit oder Schweregrad künftig besser eingeschätzt werden könnten. Apotheken würden dann die Verdachtsfälle an die Geschäftsstelle der AMK melden.

Nebenwirkungen wie Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle sowie mehrtägige Kopf- und Gliederschmerzen sind bei jeder Grippeimpfung möglich. Adjuvantien können die Nebenwirkungen verstärken.

Das Schweinegrippe-Virus

Der Erreger

Es handelt sich um ein Influenza-A-Virus mit der Bezeichnung H1N1, das sich von Mensch zu Mensch übertragen kann - vor allem durch Händeschütteln, Niesen und Husten. Ein H1N1-Virus war auch der Auslöser der Spanischen Grippe, die zwischen 1918 und 1920 weltweit mindestens 25 Millionen Menschen getötet hat.

Die Symptome

Die Gefahr

Antivirale Mittel

Wandlungsfähigkeit von Grippeviren





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