Mittwoch, 10. Februar 2010

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07.11.2009
 

Gesundheitsminister

Rösler lädt zum Schweinegrippe-Gipfel

Neuer Gesundheitsminister Rösler: Will beim Thema Schweinegrippe alles richtig machen
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ddp

Neuer Gesundheitsminister Rösler: Will beim Thema Schweinegrippe alles richtig machen

Die Schweinegrippe-Impfung in Deutschland läuft an, jetzt will sich Gesundheitsminister Rösler bei seinen Länderkollegen über die bisherigen Erfahrungen informieren. Mit Blick auf die Karnevalssaison warnen Experten vor neuen Ansteckungsgefahren.

Berlin - Er sieht keinen Grund zur Sorge - aber der neue Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler will beim Thema Schweinegrippe alles richtig machen: Am Mittwoch bittet der FDP-Politiker die Landesgesundheitsminister zum Gespräch, um sich über die angelaufene Impfaktion auszutauschen. Bereits am Montag soll es eine Telefonkonferenz zum Thema geben. "Ich möchte mich bei meinen Länderkollegen über ihre Erfahrungen vor Ort informieren, um herauszubekommen, wo es mögliche Schwachstellen etwa bei der Versorgung mit Impfstoff geben könnte", sagte Rösler der "Bild"-Zeitung.

Zuvor hatten mehrere Länder Engpässe beim Schweinegrippe-Impfstoff beklagt. Rösler sagte, Ziel sei es, gemeinsam für den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung zu sorgen. Die Impfaktionen der Länder seien gut angelaufen. "Schritt für Schritt werden die Bürger geimpft. Wie die Experten empfehlen, werden zuerst das Gesundheitspersonal und chronisch Kranke geimpft. Dann jeder, der will", sagte Rösler.

Einem Bericht von "Bild" zufolge hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits bei ihrem Hausarzt mit Pandemrix impfen lassen - dem Impfstoff, der allen Bürgern zur Verfügung stehe.

Experten warnen vor Ansteckung beim Karneval

Vor Beginn der Karnevalssaison am 11. November warnen Experten vor einem erhöhten Schweinegrippe-Risiko bei Großveranstaltungen. "Man wäre eigentlich gut beraten, wenn man in diesen Zeiten solche Massenveranstaltungen meidet", sagte der Leiter des Instituts für Virologie an der Uniklinik Köln, Prof. Herbert Pfister. Dies gelte vor allem für Menschen, die zu gefährdeten Gruppen gehören, etwa chronisch Kranke, Patienten mit Immunschwäche sowie Schwangere. "Denen würde ich wirklich nicht empfehlen, sich am 11. November in den Trubel zu stellen."

Kommenden Mittwoch werden in den Karnevalshochburgen wieder Zehntausende Narren erwartet. Auf Schunkeln und "Bützchen" - das Küssen auf die Wange - müssten die Feiernden aber nicht verzichten, meinte Pfister: "Ein Bützchen auf die Wange birgt wahrscheinlich kein höheres Übertragungsrisiko, als wenn man aus einem Meter Entfernung von jemandem angehustet wird." Es sei auch nicht erforderlich, dass die Besucher der Veranstaltungen einen Mundschutz tragen. Wichtig sei es aber, die üblichen Hygienetipps zu beachten, sich also zum Beispiel häufiger die Hände zu waschen. "Und man sollte möglichst nur aus seinem Kölsch-Glas trinken und nicht aus dem des Nachbarn."

Unbestreitbar sei die Schweinegrippe derzeit deutlich auf dem Vormarsch, sagte Pfister. Die Zahl der positiven Befunde, die im Institut für Virologie in den vergangenen Tagen ermittelt wurden, habe sich im Vergleich zur Vorwoche versechsfacht. "Die Ausbreitung ist massiv." Das Virus verbreitet sich über Tröpfcheninfektion.

flo/dpa

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