Melbourne - 27 Stunden dauerte die Operation, bei der es australischen Ärzten gelang, die Gehirne der beiden Zweijährigen zu trennen. Die Mädchen aus Bangladesch waren am Kopf zusammengewachsen. Ihnen gehe es gut, sagte Leo Donnan, der Leiter des Royal Children's Hospital in Melbourne am Dienstag.
Allerdings sei es noch zu früh zu sagen, ob sie bei der OP Hirnschäden erlitten hätten, so Donnan. Mehrere Tage noch werden die Kleinkinder in einem künstlichen Koma gehalten. "Ihre Körper müssen sich dann davon erholen", sagte der Klinikchef. "Die beiden haben noch eine schwierige Zeit vor sich." Nachdem die Trennung der Gehirne erfolgt ist, müssen die Ärzte noch die Schädel wiederherstellen. Die fehlenden Gehirnknochen sollen aus anderen Gewebeteilen aufgebaut werden.
"Der Moment der Trennung wirkte völlig irreal", sagte Donnan. Die Ärzte hatten Trishna und Krishna eine Chance von 25 Prozent gegeben, die Trennung ohne schwere bleibende Schäden zu überleben. An der Operation waren 16 Ärzte und Krankenschwestern beteiligt. Eine Stiftung hatte die Mädchen vor zwei Jahren aus einem Waisenhaus in Bangladesch nach Australien geholt.
Um die Anstrengungen der Operation zu überstehen, hatten die Ärzte nicht nur Pausen eingelegt, sondern sich mit Musikeinspielungen wach gehalten. "Alle haben diese Mädchen bisher nur als Einheit gekannt", sagte Donnan. "Sie nun als getrennte Menschen zu erleben, ist erstaunlich."
cib/AP/AFP
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