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01.01.2010
 

Studie mit Jugendlichen

Wer früh ins Bett geht, hat seltener Depressionen

Schlafendes Paar: Frühe Nachtruhe soll vor Trübsal schützenZur Großansicht
Corbis

Schlafendes Paar: Frühe Nachtruhe soll vor Trübsal schützen

Zu wenig Schlaf schlägt aufs Gemüt. Eine Studie mit amerikanischen Jugendlichen hat nun gezeigt, dass zeitiges Zubettgehen vor Depressionen schützen kann.

Unzureichender Schlaf macht nicht nur müde, sondern kann auch zu Depressionen führen. Das wissen Psychologen schon länger, und nun hat es sich in einer Studie mit knapp 16.000 Teilnehmern in den USA bestätigt. Forscher der Columbia University New York hatten Schlafgewohnheiten und auch psychische Probleme wie Depressionen oder Selbstmordgedanken von Jugendlichen erfasst. Auch die Eltern der Jugendlichen wurden befragt.

Die statistische Auswertung ergab, dass Befragte, die früh zu Bett gehen, ein deutlich geringeres Depressionsrisiko hatten. Wenn die Eltern ihren Kindern erlaubten, statt spätestens 22 Uhr erst nach Mitternacht schlafen zu gehen, dann litten 24 Prozent der Jugendlichen häufiger unter Depressionen. Selbstmordgedanken traten im Vergleich zu den Jugendlichen mit 22 Uhr Nachtruhe um 20 Prozent öfter auf, berichteten James Gangwisch und seine Kollegen im Fachblatt "Sleep".

54 Prozent der Eltern hatten angegeben, dass ihre Kinder an Wochentagen bis 22 Uhr ins Bett müssen. Bei 21 Prozent ist um 23 Uhr Nachtruhe, 25 Prozent der Eltern schicken ihren Nachwuchs erst um Mitternacht oder später schlafen.

Der Zusammenhang von Schlafzeit und Depressionen spiegelte sich auch in den Auskünften der Jugendlichen wider: Diejenigen, die nach eigener Aussage regelmäßig fünf oder weniger Stunden pro Nacht schliefen, hatten ein um 71 Prozent erhöhtes Depressionsrisiko im Vergleich zu Acht-Stunden-Schläfern. Suizidgedanken traten um 48 Prozent häufiger auf.

Umgang mit Freunden beeinträchtigt

"Unsere Erkenntnisse sind konsistent zu der Theorie, dass ungenügender Schlaf ein Risikofaktor für Depressionen ist", sagte Gangwisch. Ausreichender Schlaf könne als Präventionsmaßnahme genutzt werden.

Es gebe eine Reihe möglicher Mechanismen, die den Zusammenhang von Schlafmangel und Depressionen erklären könnten, erklärt Gangwisch. Müdigkeit könne die Stressbewältigung erschweren und auch den Umgang mit Freunden. Zudem würden Urteilsvermögen und Konzentration beeinträchtigt.

Weil die Forscher allein einen statistischen Zusammenhang (Korrelation) von Schlafdauer und Depression festgestellt haben, kommt jedoch auch eine ganz andere Erklärung in Frage: Womöglich fügen sich psychisch stabilere Jugendliche eher einer frühen Nachtruhe als jene, die zu Depressionen neigen.

Als durchschnittliche Schlafdauer ermittelten die Forscher übrigens sieben Stunden und 53 Minuten. Dies liege ein ganzes Stück unter der Empfehlung der American Academy of Sleep Medicine von mindestens neun Stunden.

hda

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Die neuesten Beiträge:
22.01.2010 von sozusagen: zum depressiv werden

... wer Eltern hat, denen es egal ist, wie ausgeruht man am nächsten Tag ist, hat vermutlich Grund zu Depressionen. Das Gefühl, unwichtig zu sein, existiert da wahrscheinlich schon ein paar Jährchen. Warum nicht so: Wer seinem [...] mehr...

05.01.2010 von gudrunvth: Studie mit Jugendlichen: Wer früh ins Bett geht

Wo bleiben bei dieser Studie die berühmten "Schlafmützen", wo bleibt die "Flucht ins Bett". Wieviele Menschen flüchten sich in den Schlaf. Auch das ist eine Art von Depression. Ausserdem ist der Mensch kein [...] mehr...

03.01.2010 von tetaro: Körpertemperatur

Die meisten gehen doch einfach ins Bett, wenn sie frieren, der springende Punkt scheint mir der Verlauf der Körpertemperatur zu sein. Viele brauchen um 20 Uhr eine Wolldecke zum Fernsehen --> Tagmenschen, für andere ist es [...] mehr...

02.01.2010 von Perry_77: titel ?

Ohne Licht kann keiner „arbeiten“, also braucht einer der nachts was macht künstliches Licht. Künstliches Licht ist halt künstlich und verleitet uns sich unnatürlich zu verhalten. Die Menschen sind keine Eulen, sie sind Menschen [...] mehr...

02.01.2010 von l4berl1ne: zZZZzzZZZZzzz

ich habe mal wo gelesen, dass jugendliche relativ viel schlaf benoetigen. das deckt sich auch mit meiner pers erfahrung. in deutschland faengt die schule sehr frueh an. ich erinnere mich, dass zu meiner schulzeit die halbe klasse [...] mehr...

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