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07.02.2010
 

Bekämpfung der Schweinegrippe

Impfstoffe für Kleinkinder werden knapp

Impfung (Archivbild): "Unannehmlichkeiten für Ärzte, Eltern und Kinder rasch entschärfen"Zur Großansicht
DPA

Impfung (Archivbild): "Unannehmlichkeiten für Ärzte, Eltern und Kinder rasch entschärfen"

Der Kampf gegen die Schweinegrippe hat kritische Nebenwirkungen: Weil Pharmafirmen sich auf die Herstellung von Vakzinen gegen die Pandemie konzentrieren, sind in Deutschland sieben wichtige Kinderimpfstoffe nicht mehr lieferbar.

Frankfurt - Die Produktion des Schweinegrippe-Impfstoffes zeigt ungeahnte Nebenwirkungen. Seit Mitte Januar sind in Deutschland insgesamt sieben Kinderimpfstoffe nicht mehr lieferbar, weil die Kapazitäten der Hersteller durch die Produktion des Pandemie-Impfstoffes ausgelastet sind, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ("FAS").

"Am meisten Sorgen macht uns der Engpass bei dem einzigen verfügbaren Sechsfach-Impfstoff", sagte ein Mitglied der Ständigen Impfkommission des Bundes, die Münchner Kinder- und Jugendärztin Ursel Lindlbauer, dem Blatt. Diesen bräuchten Säuglinge im ersten Lebensjahr dringend für die Grundimmunisierung gegen die wichtigsten Kinderkrankheiten.

Auch bei einem Vierfach-Impfstoff gegen die Viruserkrankungen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken stocke der Nachschub, berichtet das Blatt weiter. Zurzeit sei es nur möglich, die vorgesehenen Impftermine zu verschieben oder Einzelimpfungen vorzunehmen, bei denen die Säuglinge mehr Spritzen ertragen müssten.

Die Grundimmunisierung sollte laut Lindlbauer so zeitig wie möglich beginnen. "Bei einem Krippenkind beispielsweise ist das Verschieben der Impfungen auf einen späteren Zeitpunkt nicht vertretbar, weil bei denen die Infektionsgefahr am größten ist und die Erreger im Säuglingsalter lebensgefährlich sein können." Der Sechsfach-Impfstoff Infanrix Hexa schützt vor Kinderlähmung, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B und dem Pfeiffer-Influenzabakterium (Haemophilus influenzae Typ b).

Die Medizinerin kritisierte den Infanrix-Hersteller GlaxoSmithKline. Man sei erst über die Probleme informiert worden, "als die Impfstofflager faktisch leer waren". Es habe keine Vorwarnung gegeben.

Eine Sprecherin des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline bedauerte laut "FAS" die Situation. Man versuche, die "Unannehmlichkeiten für Ärzte, Eltern und Kinder möglichst rasch zu entschärfen", sagte sie der Zeitung. Es könne jedoch noch zu Verzögerungen bis in das zweite Quartal hinein kommen.

hda/ddp

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insgesamt 30 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
10.02.2010 von H. Krämer: Lieber SPiEGEL

Bitte korrigieren Sie ihre verwendete Formulierung: "Die Produktion des Schweinegrippe-Impfstoffes zeigt ungeahnte Nebenwirkungen." Ahnungslos in politisch zuständigen Kreisen zu sein, heißt nicht, dass der [...] mehr...

08.02.2010 von genervt: Was ist mit Verstaatlichung ?

Mit den Impfstoffen klappts ganz und gar nicht, die Kosten im Gesundheitswesen steigen unaufhörlich, Pharmaindustrie und Apotheker verdienen sich auf Kosten der Beitragszahler und der Steuerzahler seit Jahrzehnten goldene Nasen [...] mehr...

08.02.2010 von sysiphos: Pflicht

Da ist gar nichts umstritten, wenn ich so was lese bin ich immer wieder Betroffen das es in Deutschland keine Impflicht gibt. Der Staat hat eine Fürsorgepflicht und es wird endlich Zeit, dass er sie bei diesen Impfungen auch [...] mehr...

08.02.2010 von ralph.erler: Worum gehts denn eigentlich?

Da es hier explizit um die 6-fach Impfung ab dem zweiten Lebensmonat geht wollen wir doch auch genau die diskutieren. Die ist eben gegen folgende Krankheiten: Diphterie Tetanus Pertussis polio Haemophilusinfl. Typ B [...] mehr...

08.02.2010 von fred45: gelebte Euthanasie

Wenn Sie Masern ohne bleibenden Schaden überstanden haben, dann war das schlicht und einfach Glück. Und was erzählen Sie den Eltern, deren Kinder an Masern krepiert sind? "Tja, ihr Kleiner war halt einfach nicht stark [...] mehr...

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