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12.03.2010
 

Diabetes

Appetit ist ein gutes Zeichen

Insulinspritze: Forscher fahnden nach genetischen Diabetes-UrsachenZur Großansicht
DPA

Insulinspritze: Forscher fahnden nach genetischen Diabetes-Ursachen

Wer auf den Geruch frischgebackenen Brotes nicht reagiert, könnte ein Diabetes-Problem bekommen: Bei einer Erbgut-Studie stellte sich heraus, dass die gleichen Genveränderungen, die den Körper auf eine leckere Mahlzeit vorbereiten, auch mit der Zuckerkrankheit in Verbindung stehen.

Wer Essen riecht, schmeckt oder sich auch nur auf eine üppige Mahlzeit freut, bringt damit damit normalerweise automatisch den Körper auf Trab: Das vegetative Nervensystem beginnt, die Speichelbildung zu erhöhen - es läuft einem buchstäblich das Wasser im Mund zusammen. Zugleich wird die Insulinproduktion angekurbelt, um für die kommenden Nährstoffe, insbesondere den Zucker, gerüstet zu sein.

Wer diese Reaktion nicht kennt, sollte eventuell seinen Blutzuckerspiegel untersuchen lassen: Es könnte sein, dass ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes, den sogenannten Alterszucker, besteht. Das legt zumindest eine Studie amerikanischer und schwedischer Forscher nahe.

Die körperliche Vorfreude auf eine Mahlzeit wird unter anderem von einem Gen gesteuert, das den Bauplan für ein kleines Protein namens Ankyrin-B enthält. Ist es aber defekt, beispielsweise durch eine Mutation, kann auch die vegetative Reaktion nicht wie üblich eingeleitet werden. Das hatten bereits frühere Studien bei Mäusen ergeben: Der Blutzuckerspiegel der Tiere mit Gendefekt stieg nach dem Verzehr zuckerhaltigen Futters ungewöhnlich stark an - vermutlich, weil die vom vegetativen Nervensystem ausgelöste Reaktionskette nicht vollständig ablief und sich folglich auch der Insulinspiegel nicht bereits beim Wahrnehmen des süßen Geschmacks erhöhte.

Jetzt haben Vann Bennett vom Howard Hughes Medical Institute in Chevy Chase (US-Bundesstaat Maryland) und seine Kollegen einen ähnlichen Zusammenhang auch beim Menschen nachgewiesen. Die Forscher scannten die Gene von 524 Diabetes-Patienten und verglichen sie mit denen von 498 Kontrollpersonen ohne Zuckerkrankheit. Hauptaugenmerk lag dabei auf drei Genveränderungen, von denen bereits bekannt ist, dass sie einen Ankyrin-B-Funktionsverlust hervorrufen.

Das Ergebnis: Vor allem eine der Veränderungen war tatsächlich mit einem erhöhten Risiko für Diabetes vom Typ 2 assoziiert. Die Forscher dämpfen allerdings die Hoffnung, endlich das Diabetes-Gen identifiziert zu haben: Der Zusammenhang gilt nur für etwa ein Prozent der Betroffenen, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Science Signaling" (Bd. 3, Nr. 113).

Dennoch halten sie ihre Entdeckung für wichtig, denn sie könnte ihrer Ansicht nach helfen, individualisierte Therapien zu entwickeln - schließlich sei Diabetes eine sehr komplexe Erkrankung, die vermutlich bei jedem Einzelnen von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst wird.

mbe/ddp

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Zuckerkrankheit

Diabetes mellitus

Der Diabetes mellitus (wörtlich aus dem Griechischen: "Honigsüßer Durchfluss"), auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Der Name bezieht sich auf die Ausscheidung von Zucker im Urin, an der die Krankheit in der Antike erkannt wurde. Heute gilt Diabetes als Überbegriff für verschiedene Stoffwechselstörungen, die jeweils durch eine Überzuckerung des Blutes, die sogenannte Hyperglykämie, gekennzeichnet sind. Der Grund dafür ist, dass Traubenzucker (Glukose) nicht mehr vom Körper verwertet werden kann. Er fehlt den Zellen als Energielieferant und reichert sich im Blut an. Seit 1998 ist der Diabetes in zwei Typen eingeteilt.

Typ 1

Typ 2

Verbreitung


Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen

Übergewicht

Zur Definition von Übergewicht wird der sogenannte Körpermassen-Index (BMI) herangezogen. Durch das Wachstum und die Pubertätsentwicklung sowie den damit verbundenen Änderungen der Körperzusammensetzung unterliegt der BMI alters- und geschlechtsspezifischen Veränderungen. Ein BMI von 25-29,9 gilt als Indiz für Übergewicht.

Adipositas

Body-mass-Index (BMI)

Häufigkeit

Folgeerkrankungen

Risikofaktoren






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