Es gibt eine Hypothese unter Krebsforschern, die sehr kontrovers diskutiert wird - jetzt aber erneut Bestätigung gefunden hat. Demnach haben Stammzellen, die als Wunderheiler der Zukunft gelten, auch dunkle Brüder: die Krebsstammzellen (englisch "cancer stem cells", CSCs). Diese, so glaubt man, sind der Ursprung des Bösen - denn aus ihnen entstehen bösartige Tumoren. Gegen herkömmliche Behandlungen wie Bestrahlung und Chemotherapie sind die Zellen resistent, deshalb wachsen Geschwülste nach.
Eine solche zelluläre Wurzel des Übels haben Forscher nun in der Vorsteherdrüse, der Prostata, gefunden. Im Fachmagazin "Science", berichtet das Team um Owen Witte von der University of California in Los Angeles (UCLA), dass sich ein bisher als unverdächtig eingestufter Zelltyp in der Prostata zu Tumorgewebe entwickeln kann - entgegen der bisherigen Lehrmeinung. Diese grundlegende Erkenntnis könnte die Entwicklung neuer Medikamente gegen Prostatakrebs anstoßen.
Das Drüsengewebe der Prostata besteht im Wesentlichen aus zwei Zelltypen: den luminalen und den basalen Zellen. Luminale Zellen produzieren ein Sekret und Proteine, die für die Reproduktion wichtig sind. Bei der Ejakulation wird das Sekret in die Harnröhre abgegeben und vermischt sich dort mit den Spermien. Die basalen Zellen tragen in der gesunden Prostata besonders zur Neubildung von gutartigem Gewebe bei, weil sie Stammzell-ähnliche Eigenschaften besitzen.
Wegen ihrer Ähnlichkeit zu Tumorzellen galten die luminalen Zellen bisher als Ursprung von Prostatakrebs. Doch die Experimente der US-Forscher lieferten andere Ergebnisse: Aus menschlichem gesunden Prostatagewebe entnahmen sie sowohl basale als auch luminale Zellen, schleusten darin krebsverursachende Gene - sogenannte Onkogene - ein und pflanzten dann beide Zelltypen in Mäuse ein.
Überraschenderweise führten nur die basalen Zellen bei den Tieren zu Tumoren, die jenen des Menschen ähneln. "Die Studie zeigt uns, dass basale Zellen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Prostatakrebs spielen und in den Fokus zielgerichteter Therapien rücken sollten", sagt der Erstautor der Studie Andrew Goldstein.
Nun wollen die Forscher detailliert klären, wie diese Zellen zu Krebszellen mutieren. "Wenn wir verstehen, wo der Krebs herkommt, können wir bessere prognostische und diagnostische Instrumente entwickeln", so Goldsteins Hoffnung. Bisher beruht die Früherkennung von Prostatakrebs vor allem auf dem sogenannten PSA-Test. Dieser misst im Blut die Konzentration eines von der Vorsteherdrüse gebildeten Enzyms. Liegt ein Karzinom vor, ist dieser Wert erhöht. Doch diese Art der Diagnose ist extrem umstritten.
cib/apn
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Und fast gleichzeitig meldet u.a. das Wall Street Journal ein Gegenmittel gegen Prostata Krebsstammzellen. www.wallstreet-online.de/nachrichten/nachricht/2987460.html Tocotrienole, genauer Gamma-Tocotrienol. Seit ca 1991 [...] mehr...
Was ich noch vergessen habe. Besonders die Herzen der SChweine sind dem der Menschen unheimlich ähnlich, sie werden deswegen zum Testen neuer OP-methoden benutzt. Auch wenn es die Tierversuche nicht per se legitimiert, so muss [...] mehr...
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