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Ärzte-Irrtümer: Amputation nach Fehldiagnose

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Ärzte und Patienten reden zu wenig miteinander - und oft aneinander vorbei. Folge: Es kommt zu zahlreichen Fehlbehandlungen, die tragisch enden können. Sieben Patienten berichten von ihren Leidensgeschichten.

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Corbis

Operation: Ärzte schneiden auch mal daneben

In deutschen Krankenhäusern und Praxen gibt es ein Kommunikationsproblem - und das meist schon im ersten Gespräch zwischen Arzt und Patient. Bei der sogenannten Anamnese wird die Vorgeschichte des Patienten erfasst. Und was hier schiefgeht, bringt nicht selten die gesamte anschließende Behandlung auf den falschen Pfad.

Studien zufolge sind rund 15 Prozent aller Befunde schlicht falsch - und die Folgen sind nicht selten verheerend. 39 Prozent der Fehlbehandlungen haben ihre Gründe in der Diagnose, nur 25 Prozent dagegen in der Therapie selbst, fand die Gutachterkommission für ärztliche Behandlungsfehler in Düsseldorf heraus. Diagnostische Fehler gelten mittlerweile als häufigster Grund für Kunstfehlerprozesse.

Den Schaden hat nicht nur das Gesundheitssystem mit horrenden Mehrausgaben, sondern vor allem der Patient. Sieben Fallbeispiele dokumentieren, welche tragischen Folgen Fehldiagnosen haben können.

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Forum - Verordnen Ärzte zu oft überflüssige Behandlungen?
insgesamt 1031 Beiträge
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1.
samsonax, 12.02.2011
Zitat von sysopBei Kernspintomographien liegen die Deutschen vorn, die generellen Kosten für Behandlungen steigen für die Krankenkassen regelmäßig und Gesundheitspolitiker scheinen resigniert zu haben. Wer ist schuld? Verordnen Ärzte einfach zu oft überflüssige Behandlungen?
Zwei Drittel aller "Gerätediagnosen" bei GLVlern dienen alleine dem Zweck, abrechnen zu können.
2.
maximilian sperber, 12.02.2011
Zitat von sysopBei Kernspintomographien liegen die Deutschen vorn, die generellen Kosten für Behandlungen steigen für die Krankenkassen regelmäßig und Gesundheitspolitiker scheinen resigniert zu haben. Wer ist schuld? Verordnen Ärzte einfach zu oft überflüssige Behandlungen?
Ja, aber einem Gott soll man nicht widersprechen.
3.
miruwa 12.02.2011
Problem sind die Patienten. Wenn man sich deutsche Wartezimmer und Ambulanzen anschaut fragt man sich wie die Menschheit so lange überlebt hat.
4. Die Politiker sind schuld
Martin Franck 12.02.2011
Solange die Politik keine Priorisierung medizinischer Leistungen will, und jedwede Bewertung vermeidet, will sie es offensichtlich so. Würde ein einzelner Arzt zuviel Anordnen, wäre es ein Einzelfall. Gibt es zu viele Leistungen im gesamten Land ist es ein systematisches Problem. Sprich Philipp Rösler will es so. Und da wir in einer Demokratie leben, ist es letztendlich der Souverän, sprich das Volk, dass es genau so will. Wo ist also das Problem?
5.
maximilian sperber, 12.02.2011
Zitat von miruwaProblem sind die Patienten. Wenn man sich deutsche Wartezimmer und Ambulanzen anschaut fragt man sich wie die Menschheit so lange überlebt hat.
Eine Lichtung der Wartezimmer würde unter den derzeitigen Bedingungen nicht zu einer Reduzierung der Gesundheitskosten führen.
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