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Rückschlag bei HIV-Behandlung: "Geheiltes" Kleinkind ist wieder krank

Bei einer Vierjährigen, die ihre HIV-Infektion scheinbar überstanden hatte, vermehrt sich der Erreger wieder. Der Fall galt als Beweis, dass es möglich ist, infizierte Kinder zu heilen. Forscher müssen geplante Studien überarbeiten.

Es ist ein Befund, der die Hoffnungen von Millionen Menschen zerstört: Ein HIV-infiziertes Kind, das als "funktionell geheilt" galt, muss wieder behandelt werden. Das teilten die Ärzte des Mädchens mit. Bei der jüngsten Untersuchung der fast Vierjährigen war festgestellt worden, dass sich die Viren vermehren. Ihr Immunsystem ist bereits geschwächt.

Die Mutter war mit HI-Viren infiziert und hatte den Erreger bei der Geburt auf das Kind übertragen. Bereits kurz nach der Geburt hatten die Ärzte mit einer aggressiven Therapie begonnen. Sie wirkte, die Zahl der Viren sank. "Das ist der Beweis, dass es grundsätzlich möglich ist, Kinder mit einer HIV-Infektion zu heilen", sagte eine der Medizinerinnen damals.

Nach 18 Monaten Behandlung hatten die Ärzte für zehn Monate den Kontakt zur Mutter verloren. Als das Kind drei war, machten die Ärzte eine erstaunliche Entdeckung: Nach anderthalb Jahren ohne Therapie bekämpfte der Körper des Mädchens die HI-Viren weiterhin erfolgreich. Die Ärzte hofften auf eine "funktionelle Heilung".

Die junge Patientin wird nun erneut mit Medikamenten behandelt. Eine der Ärztinnen, Hannah Gay, beschrieb ihre Enttäuschung mit einem "Schlag in die Magenkuhle".

Der Rückfall könnte Auswirkungen auf ein amerikanisches Forschungsprogramm haben. Der Wissenschaftler Anthony Fauci berichtet, dass eine Studie zur aggressiven Virenbehandlung von Neugeborenen geplant war. "Wir werden genau hinschauen", kündigte er an. Gegebenenfalls werde die Studie modifiziert - zum Beispiel was die Länge der Behandlung angehe.

isa/Reuters/AP

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1. Hmm
Dengar 11.07.2014
Die Ärzte wollen sich wohl ins Geschichtsbuch der tollen "Heiler" eintragen - ums Kind geht's denen jedenfalls nicht.
2. @dengar
der.tommy 11.07.2014
Meinen sie? Das machen sie woran fest? Dass die Werte des Kindes ein aussetzen der Therapie vertretbar machten und die Ärzte daher entschieden, die medikamentengabe zu stoppen? Das ist bei HIV-Patienten durchaus nicht unüblich. Oder daran dass sie die medikamentengabe wieder aufgenommen haben, nachdem die Werte wider Erwartens schlechter wurden?
3. Meine Rede - Jubelpresse
nevada_07 11.07.2014
Zitat von sysopAPBei einer Vierjährigen, die ihre HIV-Infektion scheinbar überstanden hatte, vermehrt sich der Erreger wieder. Der Fall galt als Beweis, dass es möglich ist, infizierte Kinder zu heilen. Forscher müssen geplante Studien überarbeiten. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/aids-erreger-geheiltes-kleinkind-ist-wieder-krank-a-980435.html
Auch bei der Welt.de wurde die Realität zurechtgerückt. http://www.welt.de/gesundheit/article130048660/Angeblich-von-HIV-geheiltes-Kind-doch-erkrankt.html Keine Lügen und Sensationen mehr. Von Wegen eine Sensationsheilung. Ich habe unsere "moderne Medizin" am eigenen Leib erlebt. Bevor ich krankt wurde, habe ich auch an unsere glohreiche Medizin und die Allweisheit der Presse geglaubt. Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte das Zeitliche gesegnet. Heute bin ich wieder genesen und das habe ich nicht den Ärzten zu verdanken. 6 Jahre lange gondelte ich von einem Arzt zum Nächten und keiner konnte mir helfen, geschweige denn Anfgangs glauben. Mein Glaube ist in die Medizin und die Jubelpresse, die Lügen der Mediziner verbreitet, dahin.
4. Die Ärzte sprechen von Funktionäller Heilung
nevada_07 11.07.2014
Zitat von sysopAPBei einer Vierjährigen, die ihre HIV-Infektion scheinbar überstanden hatte, vermehrt sich der Erreger wieder. Der Fall galt als Beweis, dass es möglich ist, infizierte Kinder zu heilen. Forscher müssen geplante Studien überarbeiten. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/aids-erreger-geheiltes-kleinkind-ist-wieder-krank-a-980435.html
Nur Funktionäre sprechen von funktionäller Heilung. Und natürlich die Papageien, also Journalisten. http://www.welt.de/gesundheit/article130048660/Angeblich-von-HIV-geheiltes-Kind-doch-erkrankt.html Die Ärzte können am besten Studien fälschen und dämlich grinsen. siehe Hier. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/hiv-infiziertes-maedchen-nach-therapieende-weiter-ohne-aids-symptome-a-929758.html
5.
nevada_07 11.07.2014
Zitat von sysopAPBei einer Vierjährigen, die ihre HIV-Infektion scheinbar überstanden hatte, vermehrt sich der Erreger wieder. Der Fall galt als Beweis, dass es möglich ist, infizierte Kinder zu heilen. Forscher müssen geplante Studien überarbeiten. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/aids-erreger-geheiltes-kleinkind-ist-wieder-krank-a-980435.html
Warum stellt ihr nicht den Link von diesen Spiegelartikel, den Lesern zur Verfügung. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/forscher-heilen-baby-von-hiv-infektion-a-886656.html Damals pries der Spiegel vollmundig die "Heilung" der Forscher an. Kritische Berichterstattung: Fehlanzeige. Nur Jubelpresse. Wenn's ich es nicht besser wüsste, würde mich das aufregen. Aber ich kenne die Papagei-Journalisten. Die Forscher sagen Ahhhhh. Der Spiegel-Journalist sagt dann auch Ahhhh. Zwei Dilletanten haben sich gefunden.
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HIV/Aids - Die Fakten
Die HIV-Infektion
Die Infektion mit HIV erfolgt über Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma und Scheidensekret, aber auch über die Muttermilch. Außer ungeschütztem Vaginal- und Analverkehr gilt die gemeinschaftliche Nutzung von Spritzen durch Drogensüchtige als ein Hauptübertragungsweg.

Bei normalem Körperkontakt gibt es dagegen kein Infektionsrisiko, da die Körperhaut im Gegensatz zur Schleimhaut über eine schützende Hornschicht verfügt. Bei Verletzungen oder Ekzemen können allerdings auch hier Erreger eindringen. Beim beruflichen Umgang mit Kollegen am Arbeitsplatz besteht ebenso wenig Ansteckungsgefahr wie bei Besuchen von Schwimmbad oder Sauna oder gemeinsamem Essen. Kein Risiko gibt es auch bei ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen, da die Desinfektion von Instrumenten das Virus zuverlässig abtötet.
Die Krankheit Aids
Das HI-Virus zerstört allmählich das Immunsystem, indem es die Zahl der T-Helferzellen im Blut drastisch senkt. Während in den ersten Wochen nach der Infektion grippeähnliche Symptome auftreten können (aber nicht müssen), folgen der Ansteckung mit HIV meist mehrere Jahre ohne körperliche Anzeichen. Währenddessen vermehrt sich das Virus im Körper. Mit dem Beginn der ARC-Phase (Aids Related Complex) treten erneut Beschwerden wie nach der Infektion auf. Wenn die eigentliche Krankheit beginnt, spricht man von der Diagnose Aids (Acquired Immunodeficiency Syndrome).

Aids wird durch verschiedene Erkrankungen definiert. Sogenannte opportunistische oder Sekundär-Infektionen und Tumoren nutzen die schwache Immunabwehr aus. Trotz einer Behandlung stirbt der Patient an einer der Folgeerkrankungen. Zusätzlich können schon im Vorfeld virenhemmende Medikamente eingesetzt werden. Beide Maßnahmen verlängern die Lebenserwartung und steigern die Lebensqualität der Betroffenen.

Das Virus
Das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) ist ein Retrovirus. Diese Erreger sind in der Lage, ihren genetischen Code in das Erbgut des Wirtskörpers, in diesem Falle des Menschen, einzubauen. Deshalb kann das Virus nach einer Infektion nicht wieder vollständig aus dem Körper entfernt werden.

Das Virus kommt in zwei Stämmen vor. HIV-1 ist weltweit verbreitet. Mikrobiologen unterscheiden Subtypen mit den Buchstaben A bis I und O. Der zweite Stamm, HIV-2, ist vorwiegend in Westafrika verbreitet. Ansteckungs- und Krankheitsverlauf sind in beiden Fällen ähnlich.

Die weltweite Verbreitung
Laut UNAIDS sind weltweit schätzungsweise 35 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Mit mehr als zwei Drittel der Infizierten bilden die Länder des südlichen Afrikas ein Zentrum der Epidemie.

Bis Ende 2008 erhielten rund vier Millionen HIV-positive Menschen in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen eine antiretrovirale Therapie - im Vergleich zu drei Millionen Patienten im Jahr 2007 und lediglich 400.000 in 2003.
Die Verbreitung in Deutschland
In Deutschland nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit etwa 70.000 Menschen mit HIV/Aids. 2013 wurden dem Institut 3263 gesicherte HIV-Neuinfektionen gemeldet - etwa zehn Prozent mehr als 2012. 550 Menschen starben demnach 2012 an den Folgen von Aids. Zum Vergleich: Mitte der neunziger Jahre starben in Deutschland bis zu 2500 Menschen pro Jahr an der Krankheit. Am häufigsten (53 Prozent) steckten sich homosexuelle Männer neu mit HIV. In 18 Prozent der Fälle erfolgte die Ansteckung nach heterosexuellem Kontakt, in 3 Prozent durch Spritzen von Drogen.
Chronik
1981: Vor allem in Kalifornien und New York sterben junge Männer an einer Krankheit, die das Immunsystem der Kranken ausschaltet. Am 5. Juni berichtet die US-Gesundheitsbehörde CDC erstmals über die auffällige Zunahme seltener Krebs- und Lungenentzündungsformen bei jungen Homosexuellen.

1982: In Deutschland und anderen europäischen Ländern werden die ersten Fälle diagnostiziert. Die erworbene Immunschwächekrankheit wird Aids (Aquired Immunodeficiency Syndrome) genannt.

1983: Die Forschungsgruppen von Robert Gallo (USA) und Luc Montagnier (Frankreich) identifizieren das Virus, das die Krankheit auslöst. Später erhält es den Namen HIV (Human Immunodeficiency Virus).

1984: Der erste HIV-Antikörpertest wird vorgestellt.

1985: In Atlanta findet die erste Welt-Aids-Konferenz statt. Durch den Aidstod des US-Schauspielers Rock Hudson wird die Krankheit einer breiten Öffentlichkeit bekannt. In Deutschland dürfen ab Herbst keine Blutpräparate mehr ohne vorherigen HIV-Test verkauft werden. Über 2300 Menschen - darunter mehr als 1800 Bluter - hatten sich zuvor infiziert.

1986: Aus Afrika werden die ersten Aidsfälle gemeldet.

1987: AZT, das erste Medikament, das den Verlauf der Krankheit verlangsamen kann, erhält eine Zulassung.

1988: Die WHO führt den 1. Dezember als Welt-Aids-Tag ein.

1991: Die rote Schleife wird internationales Symbol für den Kampf gegen Aids.

1995: Sogenannte Protease-Hemmer kommen als neues Aidsmedikament auf den Markt.

1996: Die Vereinten Nationen gründen UNAIDS, eine Unterorganisation der Uno für den Kampf gegen die Krankheit.

1999: Wissenschaftler finden Belege dafür, dass das HI-1-Virus von einer Schimpansen-Unterart stammt, die nur im westlichen Zentralafrika vorkommt.

2003: Der erste Fusionshemmer kommt als vierte Klasse von Aidsmedikamenten in den USA auf den Markt.

2004: Die WHO startet die Initiative "3 by 5". Danach sollen 2005 drei Millionen Infizierte mit Medikamenten versorgt werden.

2005: Nach Angaben der UNAIDS sind über 40 Millionen Menschen weltweit mit HIV infiziert - ein neuer Höchststand. Das Berliner Robert Koch-Institut geht von 2600 Neuinfizierten in Deutschland aus. In Deutschland leben insgesamt 49.000 HIV-Positive.

2006: Der jüngste Welt-Aids-Bericht von UNAIDS meldet, dass die Rate der Neuinfektionen sich erstmals seit dem Ausbruch der Seuche verlangsamt. Immer noch erhalten viele Infizierte und Erkrankte in der Dritten Welt keine Versorgung, besonders HIV-positive Kinder.

2008: Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon legt einen Bericht vor, nach dem im Dezember 2007 weltweit schätzungsweise 33,2 Millionen Menschen mit HIV infiziert waren.

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