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Studie zu Implantaten: Die Innovationslüge

Nicht alles, was neu ist, glänzt: Innovative Implantate für Knie und Hüfte erwiesen sich in der Studie einer internationalen Forschergruppe als wenig nützlich. Dafür sei sogar das Risiko für Brüche und neuerliche Operationen erhöht.

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BMJ Studie: Nutzen neuartiger Hüft-Implantate
Hüft-Implantat Besondere Merkmale Beabsichtigte Effekte Tatsächliche Effekte Ermittelte Risiken
Keramik- Keramik-Hüftprothesen Gelenkoberflächen (Pfanne und Kopf) Keramiken auf Aluminiumoxidbasis, größere Köpfe möglich Erhöhte Langlebigkeit und weniger Verschleiß, weniger verschleißbedingte Lockerungen verbesserte postoperative Funktionalität Materialbrüche durch Sicherheitslücken, Quietschen (das Implantat macht Lärm), Abplatzen oder Verkanten
Prothese mit modularem Schenkelhals Beweglichkeit zwischen Schaft und Hals des Implantats, Komponenten in verschiedenen Größen und Winkeln möglich Bessere intraoperative Anpassung an das Bein, flexible Einstellung auf die Beinlänge, weniger Verschleiß, bessere Muskelbalance verbesserte postoperative Funktionalität, Lockerung, kleinerer Schritte Frakturen, Korrosion der Materialien, Ungleichgewicht, Pseudotumorbildung
Unzementierte Monoblock- Pfanne besondere Metallkonstruktion, Polyäthylen-Folien um Metallschale, eliptische Form möglich Flexiblere Passform, längerer Tragekomfort, weniger Lockerung Weniger Probleme durch Lockerung des Implantats, leichteres Tragen, wenig Anpassung nötig Anspruchsvollere Implantation, höheres Risiko für falsche Implantatpositionierung im Becken
BMJ Studie: Nutzen neuartiger Knie-Implantate
Knie-Implantate Besondere Merkmale Beabsichtigte Effekte Tatsächliche Effekte Ermittelte Risiken
High-Flex- Endoprothesen Kombination von verlängerten Komponeten, geringere Dichte der Polyethyleneinlage Erhöhter Gelenkkontakt während der Bewegung, verbesserte Stabilität, weniger Stress am Quadrizeps-Mechanismus, Reduziertes Risiko für die Kniescheibe Erhöhte Beweglichkeit, weniger Knieschmerzen, bessere Funktionailität Verringerte Stabilität durch höheren Stress beim zementierter Implantation, erhöhte Kantenbelastung, höherer Polyethylenverschleiß, erhöhter Kniescheibenandruck
Geschlechtsspezifische Knieendoprothesen Verbesserte Seitenverhältnis, schmalere Abmessung Bessere Übereinstimmung mit dem weiblichen Körperbau, weniger Reizungen des Gewebes durch Ungleichgewicht Mehr Bewegungsfreiheit, verringerte Raten von Knieschmerzen Unklar und (noch) nicht beschrieben; es fehlt an Belegen, dass Frauen durch das Implantat profitieren

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