Charité: Totes Frühchen starb nicht an Darmkeimen

Das im Deutschen Herzzentrum in Berlin gestorbene Frühchen starb wohl nicht an den Folgen einer Infektion, ergab die Obduktion. Das Kind sei nach einer hochkomplizierten und riskanten Operation eines natürlichen Todes gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Keine Darmkeime: Baby am Virchow-Krankenhaus starb natürlichen TodesZur Großansicht
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Keine Darmkeime: Baby am Virchow-Krankenhaus starb natürlichen Todes

Berlin - Im Fall des im Deutschen Herzzentrums gestorbenen Babys waren Darmkeime nicht die Todesursache. Nach dem vorläufigen Obduktionsbericht sei davon auszugehen, dass das Kind in Berlin nach einer hochkomplizierten und riskanten Operation eines natürlichen Todes gestorben ist, erklärte die Berliner Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Weitere Untersuchungen zur abschließenden Klärung der Todesursache stünden aber noch aus.

Mehr als drei Wochen nach dem Tod eines infizierten Säuglings in Berlin hatte ein Ermittlungsrichter am Montag die Exhumierung des Babys angeordnet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

Das Kind war am 5. Oktober nach einer Operation im Deutschen Herzzentrum in Berlin gestorben. Bei ihm wurden Serratienkeime nachgewiesen, mit denen es sich zuvor auf der Frühchenstation des Virchow-Klinikums der Berliner Charité infiziert hatte. Es wurde vermutet, dass dies Ursache für den Tod des Kindes war.

Die Nachforschungen an der Charité waren zuvor in einer Sackgasse gelandet. Es seien einige hundert Proben untersucht worden, sagte der Ärztliche Direktor Ulrich Frei am Montag. Dabei sei der Serratia-Keim lediglich an einem Beatmungsgerät in der Nähe eines betroffenen Kindes gefunden worden.

Ohnehin werde nur bei jedem zweiten Serratia-Ausbruch der Übertragungsweg im Nachhinein festgestellt, sagte Frei mit Verweis auf die wissenschaftliche Literatur. Die Charité denke nun aber darüber nach, Voruntersuchungen bei Eltern auf Säuglingsstationen künftig auf weitere Keime auszudehnen. Bislang werden Eltern an der Charité bereits auf die multiresistenten Erreger MRSA und ESBL getestet, berichtet eine Sprecherin SPIEGEL ONLINE.

nik/dpa

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insgesamt 11 Beiträge
inci2 31.10.2012
das wird hoffentlich allen eine lehre sein, sich mit beschuldigungen aller art (á la leiche des frühchens verschwunden, charité weiß von nichts, schlamperei im dhz/charité, bis hin zur vermutung von totschlag, usw.) einfach [...]
Zitat von sysopDas im Deutschen Herzzentrum in Berlin gestorbene Frühchen starb wohl nicht an den Folgen einer Infektion, ergab die Obduktion. Das Kind sei nach einer hochkomplizierten und riskanten Operation eines natürlichen Todes gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/charite-obduktion-des-toten-babys-ergab-natuerliche-todesursache-a-864509.html
das wird hoffentlich allen eine lehre sein, sich mit beschuldigungen aller art (á la leiche des frühchens verschwunden, charité weiß von nichts, schlamperei im dhz/charité, bis hin zur vermutung von totschlag, usw.) einfach mal zurückzuhalten.
Ihr Hinweis, dass man mit Verdächtigungen zurückhaltend sein soll, kann aber nicht die Begründung dafür sein, gar nicht erst nach zu schauen, ob alles mit Rechten Dingen zugegangen ist. Ohne die Obduktion, könnte man von den [...]
Zitat von inci2das wird hoffentlich allen eine lehre sein, sich mit beschuldigungen aller art (á la leiche des frühchens verschwunden, charité weiß von nichts, schlamperei im dhz/charité, bis hin zur vermutung von totschlag, usw.) einfach mal zurückzuhalten.
Ihr Hinweis, dass man mit Verdächtigungen zurückhaltend sein soll, kann aber nicht die Begründung dafür sein, gar nicht erst nach zu schauen, ob alles mit Rechten Dingen zugegangen ist. Ohne die Obduktion, könnte man von den Darmkeimen nichts wissen. Dass das Baby ohne Obduktion beerdigt wurde, war der eigentliche Fehler. MfG. Rainer
inci2 01.11.2012
das sehe ich nicht so. das verstorbene kind war längst beerdigt, bevor der erste verdacht auf keimbelastung in der frühchenstation überhaupt aufkam. insofern ist die beerdigung ohne obduktion, nach einer herz-op an [...]
Zitat von Rainer HelmbrechtIhr Hinweis, dass man mit Verdächtigungen zurückhaltend sein soll, kann aber nicht die Begründung dafür sein, gar nicht erst nach zu schauen, ob alles mit Rechten Dingen zugegangen ist. Ohne die Obduktion, könnte man von den Darmkeimen nichts wissen. Dass das Baby ohne Obduktion beerdigt wurde, war der eigentliche Fehler. MfG. Rainer
das sehe ich nicht so. das verstorbene kind war längst beerdigt, bevor der erste verdacht auf keimbelastung in der frühchenstation überhaupt aufkam. insofern ist die beerdigung ohne obduktion, nach einer herz-op an einem frühchen kein fehler. mittlerweile wird aber alles und jedes zum skandal hochstilisiert. und immer sind ganz schnell welche dabei die fordern, die "hexe auf dem scheiterhaufen" zu verbrennen. eine entwicklung, die immer rasanter verläuft, und die mir ehrlich gesagt nicht gefällt. denn es zwingt jeder situation und jeder aktion eine alternativlosigkeit auf, die keinerlei diskussion mehr duldet. wird um eine diskussion gebeten oder gegenargumente geliefert, lauert hinter dem nächsten post gleich jemand, der mit der verbalen totschlagkeule zuhaut.
spon511 01.11.2012
ganze drei Kommentare, als sich herausstellt, das Ärzte und Klinikum KEINEN Fehler gemacht haben ? Wo ich die Meute der Fackelträger, die bei den ersten Berichten hier dutzende Seiten voll gepostet haben ? Selektive Wahrnehmung ? [...]
ganze drei Kommentare, als sich herausstellt, das Ärzte und Klinikum KEINEN Fehler gemacht haben ? Wo ich die Meute der Fackelträger, die bei den ersten Berichten hier dutzende Seiten voll gepostet haben ? Selektive Wahrnehmung ? Oder passt es einfach nicht ins Weltbild, dass Frühchen versterben, ohne dass man dafür den Ärzten die Schuld geben kann ?
inci2 01.11.2012
weihrauch wird in jedem sonntäglichen hochamt verwendet. ein regelmäßiger kirchgänger dürften sie eher nicht sein.
Zitat von slowboarderalso Weihrauch wird ja nicht im sonntäglichen Gottestdienst, sondern nur zu bestimmten Festtagen verwendet und wenn dann auch nur recht kurz. Also wenn sich in jeder Kneipe pro Jahr vielleicht 4-5x ein einziger Raucher eine Ziggi anstecken würde, dann bräuchte es auch kein Rauchverbot. Gruß Slowboarder
weihrauch wird in jedem sonntäglichen hochamt verwendet. ein regelmäßiger kirchgänger dürften sie eher nicht sein.
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  • Mittwoch, 31.10.2012 – 14:11 Uhr
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