Chemikalien Tester finden Schadstoffe in Kunststoff-Spielzeug

Kunststoff-Spielzeug kann es in sich haben: Die Zeitschrift "Öko-Test" hat in zahlreichen Spielfiguren potentiell schädliche Chemikalien entdeckt. Mitunter habe man "wahre Schadstoffcocktails" entdeckt.

Spielzeugladen (in Chicago): Schadstoffe in Kunststoff-Spielfiguren entdeckt
REUTERS

Spielzeugladen (in Chicago): Schadstoffe in Kunststoff-Spielfiguren entdeckt


Frankfurt am Main - Viele Plastik-Spielfiguren für Kinder sind Untersuchungen der Zeitschrift "Öko-Test" zufolge mit Schadstoffen belastet. In dem Spielzeug hätten die Test-Labore vielfach "wahre Schadstoffcocktails" gefunden, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift. Alle getesteten Figuren gehörten daher "schlichtweg in die Tonne und nicht in Kinderhände".

Die Ökotester kritisierten vor allem den Einsatz von Weichmachern im Plastik. Teils seien sogar verbotene Substanzen nachgewiesen worden. In anderen Fällen setzten die Hersteller nach dem Verbot auf andere Weichmacher, die bislang aber nicht ausreichend erforscht seien. Weichmacher stehen im Ruf, für Föten und Kleinkinder gefährlich zu sein. In drei Handpuppen entdeckten die Tester den Angaben zufolge einen krebsverdächtigen Farbstoff.

Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass Schadstoffe in Spielzeug entdeckt wurden. Im Oktober 2008 etwa hatte "Öko-Test" Holzpuzzles untersucht und herausgefunden, dass viele nicht einmal die gesetzlichen Mindeststandards erfüllen konnten. Im Sommer dieses Jahres war es gleich zu einer ganzen Reihe derartiger Enthüllungen gekommen. Juli 2009 warnte der TÜV Rheinland vor potentiellen Gefahren bei Schwimm-Spielzeug. Zuvor waren in China gefertigte Spielzeuge in die Schlagzeilen geraten, nachdem mehrere internationale Hersteller Produkte zurückrufen mussten.

mbe/AFP



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