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Karibik und USA: Chikungunya-Epidemie greift auf weitere Länder über

Chikungunya-Flugblatt auf der Insel Martinique: Die Seuche breitet sich aus Zur Großansicht
AFP

Chikungunya-Flugblatt auf der Insel Martinique: Die Seuche breitet sich aus

Das Chikungunya-Fieber breitet sich weiter in der Karibik aus: Die Behörden in Puerto Rico haben eine Epidemie-Warnung herausgegeben. Derweil scheint die Seuche auch die USA endgültig erreicht zu haben.

San Juan / West Palm Beach - Das Chikungunya-Fieber bereitet Seuchenbekämpfern zunehmend Sorgen. Mehr als 5000 bestätigte Infektionen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher registriert. Die Pan American Health Organization spricht zusätzlich von mehr als 350.000 Verdachtsfällen in der Karibik.

Jetzt haben die Behörden in Puerto Rico den Epidemie-Zustand ausgerufen. Gesundheitsministerin Ana Rius sagte am Donnerstag, dass auf der Insel bereits am 25. Juni mehr als 200 Ansteckungen bestätigt waren, die meisten davon in der Hauptstadt San Juan und den umliegenden Gebieten. Ebenfalls am Donnerstag meldeten Behördenvertreter in Jamaika den ersten bestätigten Chikungunya-Fall. Es handele sich um eine Person, die zuvor in die Seuchengebiete gereist war.

Auch in den USA steigt die Gefahr einer Ausbreitung des durch Stechmücken verbreiteten Virus. Die erste Infektion in den Vereinigten Staaten wurde bereits Ende Mai gemeldet. Jetzt aber berichten Behörden in Florida von den ersten beiden Fällen, in denen Menschen innerhalb der USA von Mücken mit dem Chikungunya-Virus angesteckt worden seien. Offenbar hätten die Mücken den Erreger zuvor von Menschen erhalten, die infiziert aus der Karibik in die USA eingereist seien.

Behördenvertreter raten dazu, Maßnahmen gegen Mückenstiche zu ergreifen, warnten aber vor übertriebener Angst. "Es gibt keine größere Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung", sagte eine Mitarbeiterin des US-Gesundheitsministeriums. Die insbesondere in Asien und Afrika weit verbreitete Krankheit verursacht Muskel- und Gelenkschmerzen, ist aber nur in seltenen Fällen tödlich. Bisher gibt es weder wirksame Medikamente noch einen Impfstoff gegen das Fieber.

Exotische Tropenkrankheiten

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mbe/AP

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1. Malaria 2.0
t dog 21.07.2014
Schlechte Entwicklung.
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FERNREISEN: DIE WICHTIGSTEN IMPFUNGEN UND SCHUTZMAßNAHMEN
Grundsätzliches zum Impf- und Zeitplan
Vor einer Fernreise sollte man sich entweder beim Arzt oder einem tropenmedizinischen Institut beraten lassen. Hier wird festgelegt, was nötig ist: Je nach Impfung muss das einige Wochen bis Monate vor Reiseantritt geschehen, um einen vollständigen Impfschutz zu erreichen. Die Impfungen sollten spätestens zwei Wochen vor Reiseantritt erledigt sein.
Standardimpfungen (Tetanus/Diphterie/Polio/Keuchhusten)
Erwachsene haben durch Vorimpfungen oft eine Grundimmunität. Kurfristig ist sogar noch eine sogenannte Booster-Impfung möglich. Die Impfungen aus Kindertagen wirken allerdings nicht ewig. Deshalb sollte man diese grundsätzlich nach einer gewissen Zeit auffrischen. Auskünfte dazu erteilt der Arzt.
Hepatitis A/B
Typ A: Für den mehr als zehn Jahre wirkenden Impfschutz braucht man zwei Injektionen in einem Abstand von mehreren Monaten (mindestens sechs Monate, herstellerabhängig). Einen Grundschutz erreicht man aber circa zwei Wochen nach der ersten Dosis: Daraus ergibt sich der Vorlauf vor der Reise.

Typ B: Mindestens drei Injektionen: zweite Impfung einen Monat, dritte sechs Monate nach Erstinjektion. Grundschutz wird circa zwei Wochen nach Erstinjektion erreicht - Impfung muss folglich mindestens sechs Wochen vor Reiseantritt erfolgen.

Typhus
Eine Impfung gegen Typhus benötigt man lediglich in akuten Risikogebieten mit niedrigen Hygienestandards oder Krankheitswellen. Sie wirkt nur ein bis drei Jahre. Der Schutz wird nach sieben bis zehn Tagen nach Impfung erreicht. Risiken sollten auch danach gemieden werden, denn eine vollständige Immunisierung wird oft nicht erreicht.
Dengue
Klingt exotisch, ist es aber nicht: Dengue-Viren kommen inzwischen in den warmen Breiten aller Kontinente vor, mehr als hundert Länder sind betroffen. Das Dengue-Fieber ist eine Boomkrankheit mit ständig steigenden Fallzahlen (mehr als 50 Millionen Kranke im Jahr). Einen Impfschutz gibt es nicht: Vor Dengue schützt nur eine anständige Mückenprophylaxe.
Malaria
Weltweit erkranken etwa hundert Millionen Menschen jährlich an Malaria. Bei der Infektionskrankheit ist Mückenprophylaxe absolute Pflicht, nur so schützt man sich wirkungsvoll davor. Einen zugelassenen Impfstoff gibt es noch nicht, der Ansteckung kann man aber mit Hilfe einer medikamentösen Prophylaxe (auch: Chemoprophylaxe) mit verschiedenen Mitteln entgegenwirken. Dabei werden im Prinzip jene Medikamente, die man auch in der Therapie bei Erkrankung anwenden würde, vorab eingenommen. Bei kurzfristigen Reisen und geringerem Risiko wird mitunter geraten, ein Malariamittel als Übergangs- und Soforthilfe mitzuführen. Dieses kann jedoch Nebenwirkungen haben, weshalb Ärzte nur je nach Reiseziel und Person dazu raten: Geht die Reise in ein akut malariagefährdetes Land, sollte man in jedem Fall mit seinem Arzt sprechen.
Gelbfieber
Gelbfieber ist vor allem in Afrika verbreitet, aber auch in Süd- und Mittelamerika. Die Virenerkrankung wird durch Mücken übertragen und führt im schlimmsten Fall zum Tod (in bis zu 30 Prozent aller Fälle). In zahlreichen subtropischen und tropischen Ländern ist die Impfung Pflicht. In vielen weiteren Staaten ist sie eine Bedingung für die Einreise, um eine Einschleppung der Viren zu verhindern. Die Impfung muss mehr als zehn Tage vor Reiseantritt erfolgen und schützt dann für circa zehn Jahre. Vorgenommen werden darf sie allerdings nur von Tropenmedizinern und staatlich zugelassenen Impfstellen (relativ hohes Impfrisiko, deshalb Impfung nur im Pflicht- und akuten Gefährdungsfall): siehe www.frm-web.de
Cholera
Eine Impfung gegen Cholera ist bei Reisen in Gebiete mit akuten Ausbrüchen empfehlenswert, wenn das Risiko einer Exposition absehbar ist. Darunter finden sich immer wieder einmal Traumziele wie etwa Haiti oder die Dominikanische Republik. Schluckimpfung mit zwei Dosen im Abstand von einer bis sechs Wochen (herstellerabhängig), Impfschutz ab circa sieben Tagen nach der zweiten Dosis. Vorlauf vor der Reise: zwei bis acht Wochen.
HIV/Aids
Stellt in vielen armen Weltgegenden, in denen HIV-Medikamente kaum verbreitet sind, ein erhebliches Risiko dar (vor allem Südostasien, Afrika). Die beste Prophylaxe ist Risikovermeidung: Verzicht auf Sex, vor allem mit Prostituierten (und wenn, dann nie ungeschützt!), auf Tätowierungen und Piercings, auf Drogenkonsum unter Nadeleinsatz. In schwachen Volkswirtschaften mit schlechter medizinischer Versorgung und unzureichenden Hygienestandards ist auch dies ein Krankheitsrisiko (Blutkonserven, Injektionsnadeln etc.). Einen Impfschutz gibt es nicht.
Tollwut
Ohne Behandlung ist Tollwut absolut tödlich. Übertragen wird die Infektionskrankheit durch Bisse oder Speichel infizierter Wirtstiere - vom Eichhörnchen bis zum Tiger. Eine Impfung kann zwar noch nach einem Biss erfolgen, doch das Zeitfenster ist kurz. Bei Reisen in akute Risikogebiete mit schlechter medizinischer Versorgung ist eine Impfung vorab empfehlenswert: Nötig sind drei Einzelimpfungen in einem Zeitfenster von circa drei bis vier Wochen.
Mückenprophylaxe
Mücken gehören zu den häufigsten Überträgern ernsthafter Krankheiten in warmen Weltgegenden. Alle Schutzmaßnahmen zielen darauf ab, den Kontakt mit ihnen zu vermeiden:

  • Lange Hosen, lange Ärmel: im Urlaub nicht das, was man sich wünscht, aber wirksam. Auch die Knöchel sollte man schützen! In Gegenden mit hoher Krankheitsgefahr durch Mückenübetragung sollte man helle Kleidung tragen (bessere Erkennung) und Textilien mit speziellem Insektizid imprägnieren.
  • Mückenabweisende Mittel (Repellentien) sollte man auf alle unbedeckten Stellen der Haut auftragen. Wichtig: Es gibt viele auch tagaktive Mückenarten, Repellentien sind in manchen Regionen auch am Strand ratsam.
  • Imprägnierte Moskitonetze über dem Bett nicht vergessen! Wer nicht weiß, ob das Hotel eines bereithält, nimmt sich eines mit.
  • Schlafräume sollte man mückenfrei halten. Nach Möglichkeit sollten Fenster geschlossen bleiben (lieber die Klimaanlage nutzen). Im Extremfall kann man ein Insektizid einsetzen. Verstecke nicht vergessen: gezielt unter und hinter Möbel sprühen, versteckte Ecken nicht aussparen.

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