Ermittlungen gegen Ärztin: Baby stirbt nach Stammzelltherapie

Bei einer Stammzelltherapie in einer Privatklinik in Düsseldorf ist ein Kleinkind gestorben. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die Ärztin aufgenommen. Die Klinik steht seit langem in der Kritik.

Stammzellversuche: Die Wissenschaft steht noch am Anfang Zur Großansicht
REUTERS

Stammzellversuche: Die Wissenschaft steht noch am Anfang

Das Düsseldorfer XCell-Center ist die letzte Hoffnung vieler Menschen, deren Angehörige schwerst erkrankt sind. Sie zahlen Tausende Euro, damit Mediziner den Patienten Stammzellen aus dem Knochenmark entnehmen und sie damit behandeln. Das soll schwere Behinderungen, Diabetes oder Schlaganfallfolgen lindern. Wissenschaftler jedoch warnen vor der Therapie, die sie für nicht ausreichend erforscht halten. Medizinverbände üben in öffentlichen Stellungnahmen Kritik an dem Verfahren.

Jetzt ist ein 18-Monate altes Kind gestorben, dem im XCell-Center in Düsseldorf Stammzellen ins Gehirn gespritzt worden waren. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die Ärztin aufgenommen, die das Kind behandelt hat. Die Eltern des Kindes hatten sich durch die Maßnahme eine Linderung der körperlichen und geistigen Schäden versprochen.

Das Baby sei an Gehirnblutungen gestorben, teilt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf mit. Bei zwei weiteren Kindern habe es "schwere Komplikationen" gegeben. "Nur mit Glück" hätten die Kinder gerettet werden können, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft zu SPIEGEL ONLINE. Man prüfe nun, ob es Behandlungsfehler gegeben habe. Ein Sachverständiger werde ein Gutachten erstellen.

Die Ärztin arbeitet nach einem Bericht der "Rheinischen Post" nicht mehr für XCell. Man wende die Behandlungsmethode derzeit nicht mehr an, sagte ein Klinik-Anwalt der Zeitung. Gegen XCell wird laut Staatsanwaltschaft nicht ermittelt. Nach europäischem Recht benötigt das Unternehmen erst ab 2012 eine Zulassung von der Europäischen Arzneimittelagentur. Ob die erteilt wird, ist offen.

boj

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1. Frisch von vorgestern
The Hu 26.10.2010
"Jetzt ist ein 18-Monate altes Kind gestorben" Jetzt ist stark übertrieben, die Meldung ist schon mindestens zwei Wochen alt.
2. .
atomkraftwerk 26.10.2010
Zitat "Die Eltern des Kindes hatten sich durch die Maßnahme eine Linderung der körperlichen und geistigen Schäden versprochen." Bei einem Alter von 18 Monaten waren diese Behinderungen höchstwahrscheinlich schon pränatal bekannt. In einem solchen Fall gebieten die Ethik, die Menschenwürde und die Vernunft die Schwangerschaft abzubrechen. Warum ist das nicht geschehen? Falls diese Behinderungen erst während oder nach der Geburt verursacht worden sind dann ist es natürlich legitim alles zu versuchen den Zustand zu verbessern. Und wenn die angewandte Methode in diesem Fall (leider werden keine Einzelheiten genannt um den Sachverhalt besser einschätzen zu können) eine wenn auch nur geringe Erfolgsaussicht hat dann gebieten auch hier Ethik, Menschenwürde und Vernunft die Anwendung wenn auf anderem Wege keine Linderung zu erwarten ist. Und selbst ein hohes Risiko ist hier vertretbar, denn ein totes Baby ist vom ethischen, moralischen und menschlichen Standpunkt her noch allemal eher zu akzeptieren als ein geistig und körperlich schwerst behindertes, das nicht nur sich selbst jeden Tag aufs neue quält sondern auch seine Eltern und soziale Umgebung. Folter ist in Deutschland verboten.
3. kT
Kapnix 26.10.2010
Zitat von atomkraftwerkZitat "Die Eltern des Kindes hatten sich durch die Maßnahme eine Linderung der körperlichen und geistigen Schäden versprochen." Bei einem Alter von 18 Monaten waren diese Behinderungen höchstwahrscheinlich schon pränatal bekannt. In einem solchen Fall gebieten die Ethik, die Menschenwürde und die Vernunft die Schwangerschaft abzubrechen. Warum ist das nicht geschehen? Falls diese Behinderungen erst während oder nach der Geburt verursacht worden sind dann ist es natürlich legitim alles zu versuchen den Zustand zu verbessern. Und wenn die angewandte Methode in diesem Fall (leider werden keine Einzelheiten genannt um den Sachverhalt besser einschätzen zu können) eine wenn auch nur geringe Erfolgsaussicht hat dann gebieten auch hier Ethik, Menschenwürde und Vernunft die Anwendung wenn auf anderem Wege keine Linderung zu erwarten ist. Und selbst ein hohes Risiko ist hier vertretbar, denn ein totes Baby ist vom ethischen, moralischen und menschlichen Standpunkt her noch allemal eher zu akzeptieren als ein geistig und körperlich schwerst behindertes, das nicht nur sich selbst jeden Tag aufs neue quält sondern auch seine Eltern und soziale Umgebung. Folter ist in Deutschland verboten.
Sie haben aber eine sehr spezielle Auffassung über Ethik in diesem Lande, besser tot als krank. Da gab es doch einmal einen Begriff der mir im Augenblick leider entfallen ist.
4. Privat vor Staat
bristolbay 26.10.2010
Zitat von sysopBei einer Stammzelltherapie in einer Privatklinik in Düsseldorf ist ein Kleinkind gestorben. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die Ärztin aufgenommen. Die Klinik steht seit langem in der Kritik. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,725332,00.html
Was muss eigentlich noch all geschehen, bevor Einhalt geboten wird. Hier werden doch nur dicke Geschäfte mit den Sorgen von Erkrankten und betroffenen Eltern gemacht. Wenn diese Therapien in Universitätskliniken noch erprobt werden, dann werden auf der anderen Seite bereits dicke Geschäfte mit der "letzten Hoffnung" gemacht. Warum schreitet hier keine Aufsicht ein?
5. XCell Center
chromatine 26.10.2010
Zitat von bristolbayWas muss eigentlich noch all geschehen, bevor Einhalt geboten wird. Hier werden doch nur dicke Geschäfte mit den Sorgen von Erkrankten und betroffenen Eltern gemacht. Wenn diese Therapien in Universitätskliniken noch erprobt werden, dann werden auf der anderen Seite bereits dicke Geschäfte mit der "letzten Hoffnung" gemacht. Warum schreitet hier keine Aufsicht ein?
Ich habe mir die Seite des XCell Center einmal angeschaut, da mich eine Bekannte um eine Einschätzung gebeten hatte. Nach dem, was ich dort gelesen habe, war mit einer Meldung wie dieser hier früher oder später zu rechnen. Genauer gesagt war eigentlich viel eher mit Komplikationen aufgrund der Eingriffe zu rechnen, wie hier vorgefallen, statt mit Nebenwirkungen aufgrund der adulten Stammzellen. Dennoch hat mich schockiert, wie überzeugt die Betreiber dieser so genannten Klinik ihre hirnrissige Idee propagieren. Kein gewissenhafter Arzt oder Biologe kann ernsthaft annehmen, dass man so viele unterschiedliche neurologisch Krankheiten wie ALS, Alzheimer, Parkinson, MS etc. alle mit einer einzigen „Therapie“ (eine solche Stümperei hat diesen Namen eigentlich nicht verdient) heilen kann. Noch dazu mit Knochenmarkstammzellen, die lediglich Zellen des Blutsystems, Knochen, Knorpel und Fettzellen bilden können. Diese einfach ins Gehirn oder Rückenmark zu spritzen und zu behaupten, diese würden dort irgendetwas bewirken, wäre einfach nur lachhaft, wenn es für den Patienten nicht auch noch gefährlich wäre. Dieser kann noch dazu durch die Höhe der Behandlungskosten mitbestimmen, wo er seine eigenen Zellen hingespritzt haben möchte. Eine intravenöse Behandlung ist am günstigsten und auch eine Lumbalpunktion ist im Vergleich zur direkten Applikation ins Gehirn noch ein Schnäppchen. Sehr ironisch, dass sich die Kunden somit das höhere Risiko erkaufen für eine vermeintlich bessere Heilungschance. Im besten Fall sterben die transplantierten Knochenmarkstammzellen einfach ab, da ihnen fern ihrer natürlichen Nische einfach die richtigen Signale fehlen. Was im schlimmsten Fall passieren könnte, wurde ja zum Glück noch nicht untersucht... Es wird Zeit, dass diese gesetzliche Grauzone geschlossen wird, die dem XCell Center derzeit erlaubt, die Hoffnung schwer Kranker auszunutzen. Ab 2011 sind alle Zelltherapeutika in der EU zulassungspflichtig. Dann wird diese Klinik hoffentlich große Probleme bekommen, da sie trotz angeblich hoher Patientenzahlen bisher noch keinen einzigen dokumentierten Fall einer Symptomminderung bzw. Heilung vorweisen kann. Wenn die Wirksamkeit dieses fragwürdigen Therapieansatzes wissenschaftlich belegt werden muss, kann das XCell Center schließen. Aber vorher werden Christian Beythien und Konsorten noch einigen gutgläubigen und verzweifelten Leuten das Geld aus der Tasche ziehen und dem Ruf seriöser Stammzellforschung schaden.
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Stammzellen - die Multitalente
Embryonale Stammzellen (ES)
AFP
Sie gelten als die zellulären Alleskönner: Reift eine befruchtete Eizelle zu einer Blastozyste, einem kleinen Zellklumpen, heran, entsteht in deren Inneren eine Masse aus embryonalen Stammzellen. Die noch nicht differenzierten Stammzellen können sich zu jeder Zellart des menschlichen Körpers entwickeln. Voraussetzung ist, dass sie mit den richtigen Wachstumsfaktoren behandelt werden.
Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS)
Körperzellen einfach in Stammzellen umprogrammieren - das gelang Forschern durch das Einschleusen ganz bestimmter Steuerungsgene. Aus den dabei entstandenen maßgeschneiderten Stammzellen züchteten sie erfolgreich verschiedene Körperzellen. Diese Methode ist nicht nur elegant, sondern auch ethisch unbedenklich, da dabei kein Embryo hergestellt und zerstört wird. Allerdings birgt die Methode noch Risiken, weil für das Einschleusen der Gene Viren benötigt werden. Die Gene werden vom Virus verstreut im Genom eingebaut, wichtige Gene der Zelle können dabei beschädigt werden, die Zelle kann entarten. Es besteht Krebsgefahr. Zudem bauen auch die Viren ihr Erbgut ein. Forschern gelang jedoch mittlerweile die Reprogrammierung ohne Viren und mit anschließender Entfernung der Gene.
Proteininduzierte pluripotente Stammzellen (piPS)
Zellen reprogrammieren - nur durch Zugabe von Molekülen und ohne Veränderung des Erbgutes. Dies gelang Forschern erstmals im April 2009. Damit räumten sie potentielle Risiken aus, die das Einschleusen der Reprogrammiergene barg.
Keimbahn abgeleitete pluripotente Stammzellen (gPS)
Keimbahn-Stammzellen können normalerweise nur Spermien erzeugen. Aber man kann sie auch in pluripotente Stammzellen verwandeln. Diese "germline derived pluripotent stem cells" (gPS) bieten ein großes Potential, denn ihr Erbgut ist noch relativ unbeschädigt. Forschern gelang die Verwandlung an Hodenzellen von Mäusen - nur durch ganz bestimmte Zuchtbedingungen.
Adulte Stammzellen
Nicht nur Embryonen sind eine Quelle der Zellen, aus denen sich verschiedene Arten menschlichen Gewebes entwickeln können. In etwa 20 Organen inklusive der Muskeln, der Knochen, der Haut, der Plazenta und des Nervensystems haben Forscher adulte Stammzellen aufgespürt. Sie besitzen zwar nicht die volle Wandlungsfähigkeit der embryonalen Stammzellen, bereiten aber auch keine ethischen Probleme: Einem Erwachsenen werden die adulten Stammzellen einfach entnommen und in Zellkulturen durch Zugabe entsprechender Wachstumsfaktoren so umprogrammiert, dass sie zu den gewünschten Gewebearten heranreifen.
Ethik und Recht
Die Stammzellforschung birgt ethische Konflikte. Embryonale Stammzellen werden aus Embryonen gewonnen, die entweder eigens hergestellt werden oder bei künstlichen Befruchtungen übriggeblieben sind. Dabei wird der Embryo zerstört. Die Argumentation der Befürworter: Die Embryonen würden ohnehin vernichtet. Kritiker sprechen dagegen von der Tötung ungeborenen Lebens. In Deutschland ist das Herstellen menschlicher Embryonen zur Gewinnung von Stammzellen verboten. In Ausnahmefällen erlaubt das Gesetz aber den Import von Stammzellen, die vor dem 1. Mai 2007 hergestellt wurden. In Großbritannien und Südkorea ist das therapeutische Klonen ausdrücklich erlaubt, ebenso in den USA.

Chronik der Stammzellforschung
1998 - Embryonale Stammzellen
Die internationale Stammzellforschung hat sich seit 1998 extrem rasch entwickelt. Der US-Forscher James Thomson gewann damals weltweit erstmals embryonale Stammzellen aus übriggebliebenen Embryonen von Fruchtbarkeitskliniken. Sie galten sofort als Hoffnungsträger, um Ersatzgewebe für Patienten mit Diabetes, Parkinson oder anderen Erkrankungen zu schaffen. Die Technik ist aber ethisch umstritten, da dafür Embryonen zerstört werden müssen. In Deutschland ist sie verboten. Seitdem suchen Forscher nach ethisch unbedenklichen Wegen.
2006 - Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS)
Im August 2006 präsentieren die Japaner Kazutoshi Takahashi und Shinya Yamanaka eine erste Lösung. Sie versetzen Schwanzzellen von Mäusen mit Hilfe von vier Kontrollgenen in eine Art embryonalen Zustand zurück. Das Produkt nennen sie induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen). Der Nachteil: Die eingesetzten Gene können das Krebsrisiko bei einem späteren medizinischen Einsatz erhöhen.
2007 - Menschliche iPS-Zellen
Im Jahr 2007 gibt es entsprechende Erfolge mit menschlichen Hautzellen. Nach und nach können die Forscher auf ein Kontrollgen nach dem anderen verzichten, um die iPS-Zellen herzustellen.
Februar 2009 - Nur noch ein Reprogrammier-Gen
Im Februar 2009 präsentiert der Münsteraner Professor Hans Schöler iPS-Zellen von Mäusen, die er nur mit Hilfe eines Kontrollgens aus Nervenstammzellen gewonnen hatte.
März 2009 - Reprogrammier-Gene entfernt
Anfang März 2009 stellen zwei Forscherteams schließlich iPS-Zellen vor, die keinerlei Kontrollgene mehr im Erbgut enthalten. Sie hatten die Kontrollgene in das Erbgut von menschlichen Hautzellen eingefügt und nach der Arbeit wieder aus dem Erbgut herausgeschnitten.
März 2009 - Reprogrammier-Gene nicht im Erbgut
Ende März 2009 veröffentlicht der US-Forscher James Thomson eine Arbeit, bei der er die Kontrollgene nicht einmal mehr ins Erbgut der Zellen einschleusen muss. Er gab sie nur in einem Ring (Plasmid) in die Zelle und zog sie später wieder heraus.
April 2009 - Reprogrammierung von Mauszellen mit Proteinen
Ende April 2009 kommt ein US-amerikanisches Forscherteam um Sheng Ding mit Beteiligung von Hans Schöler ganz ohne Gene aus und nutzt nur noch Proteine, um die Hautzellen von Mäusen zu reprogrammieren. Damit ist das zusätzliche Krebsrisiko ausgeschlossen, das beim Einsatz von eingeschleusten Genen generell besteht.
Mai 2009 - Reprogrammierung menschlicher Zellen mit Proteinen
Einem südkoreanisch-US-amerikanischem Team um Robert Lanza gelingt die Reprogrammierung menschlicher Hautzellen nur durch Zugabe von Proteinen.
Oktober 2010 - Reprogrammierung menschlicher Zellen mit RNA-Schnipseln
Bostoner Forscher um Derrick Rossi probieren eine weitere Methode, um das Einschleusen von Fremd-DNA zu vermeiden: Das Team erzeugte künstliche Schnipsel aus sogenannter Messenger-RNA. Diese Moleküle entstehen in der Zelle während der Übersetzung des Gens in das Protein. Mit Hilfe dieser modifizierten RNA-Moleküle werden diejenigen Erbinformationen in die Zelle geschleust, die zur Herstellung der Reprogrammierproteine notwendig sind. Die RNA-Moleküle dringen nicht in den Zellkern und beschädigen somit nicht das darinliegende Erbgut, wie es etwa bei der Virenmethode der Fall ist. Zudem ist die Methide wesentlich effizienter und schneller als bisherige Verfahren zur Herstellung von iPS.
Januar 2010 - Direkte Umwandlung von Körperzellen
Warum den Umweg über Stammzellen gehen? Einem Forscherteam um Marius Wernig von der Stanford University School of Medicine gelang es, Hautzellen von Mäusen direkt in einen anderen Zelltyp zu verwandeln. Die Forscher schleusten drei Gene in die Zellen und verwandelten die Hautzellen in weniger als einer Woche in voll funktionstüchtige Nervenzellen.
Januar 2011 - Direkte Umwandlung ohne Umweg über Stammzellen
Einen Schritt weiter gehen Forscher vom Scipps Research Institute im kalifornischen La Jolla: Sie nehmen quasi eine Abkürzung. Anstatt die Körperzellen erst in pluripotente Stammzellen umzuprogrammieren, wandelten sie Hautzellen direkt in Herzzellen um. Das Verfahren könnte die Herstellung von Körper-Ersatzteilen extrem beschleunigen.
Februar 2011 - Forscher entdecken gefährliche Mutationen
Zwei große Forscherteams haben sich an die Arbeit gemacht und das Erbgut verschiedener iPS-Zelllinien untersucht. Dabei haben sie festgestellt, dass es bei der Herstellung von iPS-Zellen zu genetischen Veränderungen kommen kann, die sogar das Risiko für Krebs erhöhen könnten. Das wirft Zweifel an der Zuverlässigkeit und Praxistauglichkeit der neuen Technik auf, die als vielversprechend für die Zucht von körpereigenen Geweben für Transplantationen gilt. Die Forscher fordern daher jetzt die genaue genetische Untersuchung der vielseitigen Zellen, bevor erste Studien an Patienten beginnen.