Infektionskrankheit Forscher entdecken Resistenz gegen Cholera

Einige Menschen in Bangladesch sind resistent gegen Cholera. Die US-Forscher entdeckten sogar dafür verantwortliche Erbgut-Regionen. Die Erkenntnisse könnten die Impfstoffentwicklung und die Therapie vorantreiben.

Opfer der Flut (Oktober 2010): Behandlung von Cholera-Kranken auf Haiti
AP

Opfer der Flut (Oktober 2010): Behandlung von Cholera-Kranken auf Haiti


Im Jahr 2010 wütete eine schlimme Choleraepidemie auf Haiti. Nach dem verheerenden Erdbeben hatte sich die Infektionskrankheit rasend schnell ausgebreitet -bis Juli 2012 hatten sich mehr als 500.000 Menschen an dem Bakterium infiziert, mehr als 7000 waren an der Krankheit gestorben. Uno-Blauhelmsoldaten aus Asien sollen das potentiell tödliche Bakterium kurz nach der Katastrophe eingeschleppt haben.

Weltweit erkranken jährlich drei bis fünf Millionen Menschen an Cholera, die zum Tod führen kann. Die Krankheit wird von dem Bakterium Vibrio cholerae verursacht, das den Dünndarm befällt. Symptome sind starker Durchfall und die Austrocknung des Körpers. Warum Menschen an Cholera erkranken, ist noch nicht bekannt - nun besteht Hoffnung, wichtige Fortschritte in der Erforschung der Krankheit machen zu können.

Einige Menschen in Bangladesch sind einer Studie zufolge resistent gegen Cholera. US-Forscher entdeckten sogar dafür verantwortliche Erbgut-Regionen, wie sie im Fachjournal "Science Translational Medicine" beschreiben. Sie hatten das Erbgut von 42 willkürlich ausgewählten Familien in Bangladesch untersucht.

Die Resistenz sei in der Evolution ein Vorteil für die Bevölkerungsgruppen gewesen, die entlang des Ganges-Deltas lebten, erklärten die Forscher um Elinor Karlsson von der Harvard University in Cambridge. Dort liege das historische geografische Zentrum der Krankheit, und die Menschen seien über Jahrtausende hinweg von der Cholera bedroht worden. Daher hätten sich hier die Resistenzgene durchgesetzt.

Die Arbeit könne helfen, besser zu verstehen, warum Menschen an Cholera erkranken, betonen die Wissenschaftler. Sie hoffen auch, dass die Erkenntnisse die Impfstoffentwicklung und die Therapie vorantreiben.

nik/dpa



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insgesamt 5 Beiträge
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appenzella 04.07.2013
1. optional
Wenn man im Dreck lebt, Dreck ißt und Dreck trinkt, und das lange genug, bleiben am Ende die übrig, die robuster als dei anderen sind. Wozu dann noch impfen? Nur die gegen Cholera resistenten dürfen am Ganges heiraten. Perfekter Kapitalismus. Dann braucht man nicht mehr für sauberes Wasser und genug zu essen zu sorgen, Mr. Gates, dann wird geimpft, und die Leute können weiter ihre eigene Scheiße fressen. Schöne neue Welt! Wenn Sie, Mr. Gates, noch ein paar Jahre länger an ihrem überempfindlichen Windows gearbeitet hätten, wäre Ihnen vielleicht ein gegen Viren resistentes System gelungen. Aber nun beglücken Sie die Welt statt dessen mit Impfungen und Gen-Food, welches bereits die nötigen Antibiotika erzeugt, die eine sinnvolle und wertstoffhaltige Nahrung überflüssig machen. Nur so zur Erinnerung: Bill Gates bezahlt keine Steuern für sein Privatvermögen. Das hat er in die Bill und Melinda Gates Stiftung eingebracht und investiert in Pharma- und Gentechnologieaktien. Ein echter Menschenfreund von edelster Gesinnung!
mcafro 04.07.2013
2. ???
@appenzella: kleiner Amok-Lauf am Rande? Verstehe ich jetzt nicht: nicht impfen und der Evo-Selektion überlassen = perfekter Kapitalismus; Impfen = schlimme neue Welt? Oder ist Gates jetzt schuld, dass Menschen im Dreck leben? Vielleicht ist er und Windows auch für die Krisen im nahen Osten, weltweiten Hunger, Arbeitslosigkeit, die atomare Aufrüstung, Pest und Aids verantwortlich???? Ist es so falsch, dass sich jemand mit Geld einer Front, in diesem Fall der Ausrottung von bestimmten Krankheiten, widmet? Muss jeder, der das macht auch gleich alle anderen Fronten für eine bessere Welt angehen? Ich gehe davon, dass dies ihr letzter Post in einem Forum war, da Sie ja selbst demnächst die hierfür verwendete Zeit als Mensch edelster Gesinnung entweder Überstunden machen und das Geld gegen den Hunger spenden oder gleich selbst in die bedürftigen Regionen fliegen und dort in ihrem Urlaub Entwicklungshilfe leisten. Ausserdem verstehe ich das Problem mit der Stiftung nicht: wenn er seine Kohle in eine Stiftung steckt, worauf soll er denn diesbezüglich noch steuern zahlen? zumindest in Deutschland ist das Geld dann eben KEIN Privatvermögen mehr, würde mich wundern, wenn das in den USA anders wäre, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Bei all den Ausgaben, die der Stadt für gequirlten Mist tätigt, halte ich die Verwendung des Geldes in einer Stiftung mit medizinischem oder humanitären Zielen wesentlich sinnvoller und zielgerichteter. Und umso mehr Geld die Aktiongeschäfte der Stiftung abwerfen, umso mehr gehört der STIFTUNG und kann sinnvoll verwendet werden und gehört trotzdem eben NICHT ihm.
firenafirena 04.07.2013
3.
Zitat von appenzellaWenn man im Dreck lebt, Dreck ißt und Dreck trinkt, und das lange genug, bleiben am Ende die übrig, die robuster als dei anderen sind. Wozu dann noch impfen? Nur die gegen Cholera resistenten dürfen am Ganges heiraten. Perfekter Kapitalismus. Dann braucht man nicht mehr für sauberes Wasser und genug zu essen zu sorgen, Mr. Gates, dann wird geimpft, und die Leute können weiter ihre eigene Scheiße fressen. Schöne neue Welt! Wenn Sie, Mr. Gates, noch ein paar Jahre länger an ihrem überempfindlichen Windows gearbeitet hätten, wäre Ihnen vielleicht ein gegen Viren resistentes System gelungen. Aber nun beglücken Sie die Welt statt dessen mit Impfungen und Gen-Food, welches bereits die nötigen Antibiotika erzeugt, die eine sinnvolle und wertstoffhaltige Nahrung überflüssig machen. Nur so zur Erinnerung: Bill Gates bezahlt keine Steuern für sein Privatvermögen. Das hat er in die Bill und Melinda Gates Stiftung eingebracht und investiert in Pharma- und Gentechnologieaktien. Ein echter Menschenfreund von edelster Gesinnung!
Ich kann da meinem Vorredner nur zustimmen und schlage vor, dass Sie Ihr gesamtes Gehalt "sinnvoll" einsetzen, nebenher noch Medizin, Pharmazie und Ökologie studieren und der Welt endlich mal zeigen, wie man´s besser macht!
Koda 05.07.2013
4. Bei dem Bashing gegen Gates kann ich Eines verstehen
Die Stiftung scheint mehr eine Investition zu sein und ein Mittel, sein Image zu polieren. Die Stiftung unterstützt die Verbreitung eines Medikamentes, an deren Herstellerfirma diese selbst Anteile hat und wo das Medikament selbst weniger wirksam ist als andere Konkurenzprodukte. Reine Menschenliebe ist dies also nicht.
tjivi 07.07.2013
5. Tue Gutes und rede darüber
Zitat von KodaDie Stiftung scheint mehr eine Investition zu sein und ein Mittel, sein Image zu polieren. Die Stiftung unterstützt die Verbreitung eines Medikamentes, an deren Herstellerfirma diese selbst Anteile hat und wo das Medikament selbst weniger wirksam ist als andere Konkurenzprodukte. Reine Menschenliebe ist dies also nicht.
1. Lektion für den zukünftigen PR Berater! Ich stimme Ihnen in ollem Umfang zu.
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