Bereits am 29. Oktober 2009 erklärte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum (FDP), nach Informationen des SPIEGEL auf einer Vorstandssitzung der IQWiG-Stiftung, dass er wisse, dass das Ministerium den Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Peter Sawicki, nicht mehr wolle. Erst einen Tag zuvor wurde Philipp Rösler (FDP) zum Gesundheitsminister ernannt. Vom SPIEGEL konfrontiert, lehnten Minister Rösler und Baum jede Stellungnahme ab.
Erst zwei Wochen nach dieser Vorstandssitzung wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO beauftrat, mit mehreren Prüfern die Spesenquittungen und den Dienstwagen des IQWiG-Chefs "vollumfänglich" zu durchleuchten.
Der Auftrag an die BDO kostete nach SPIEGEL-Informationen mehr als 20.000 Euro. Er wurde nicht öffentlich ausgeschrieben, obwohl die beim IQWiG gültige Verfahrensordnung vorsieht, dass alle Aufträge ab einem Nettowert von 12.500 Euro ausgeschrieben werden müssen.
Der Sprecher des IQWiG-Vorstands, Johann-Magnus Freiherr zu Stackelberg, lehnte es ab, die Frage zu beantworten, weshalb der Auftrag nicht ausgeschrieben wurde.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Medizin | RSS |
| alles zum Thema Peter Sawicki | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH