Nach Todesfall Entwicklung von Hepatitis-C-Mittel gestoppt

Der Wirkstoff BMS-986094 galt lange als aussichtsreicher Kandidat für die Bekämpfung von Hepatitis C - allein in Deutschland sind über eine halbe Million Menschen infiziert. Nach dem Tod einer Testperson stoppte der Pharmahersteller Bristol-Myers nun die Entwicklung.

Hepatitis C Virus (Anschnitt): Weit verbreitet und äußerst tückisch
Corbis

Hepatitis C Virus (Anschnitt): Weit verbreitet und äußerst tückisch


Washington - Aus BMS-986094 wird kein Medikament zur Bekämpfung von Hepatitis C werden. Am Freitag gab der Pharmakonzern Bristol-Myers den Stopp der Entwicklung bekannt. Das Mittel galt lange als aussichtsreicher Kandidat für die Bekämpfung der Viruserkrankung. Der Pharmakonzern hatte der Biotechfirma Inhibitex den Wirkstoff für 2,5 Milliarden Dollar abgekauft.

Wie der Pharmakonzern am Freitag mitteilte, war ein Patient, der an der Studie mit dem bisher als BMS-986094 geführten Wirkstoff teilgenommen hatte, verstorben, mehrere andere Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Hepatitis C ist eine der am meisten verbreiteten Infektionskrankheiten und überaus tückisch: Geschätzt wird, dass sich das Virus in den Lebern von mindestens einer halben Million Deutschen bereits festgesetzt hat, weltweit hat der Erreger dreimal mehr Menschen befallen als HIV. Das meist mit dem Blut - etwa über Drogenbesteck oder durch verunreinigte Instrumente für Tattoos oder Piercings - übertragene Virus (HCV) führt in vielen Fällen zu dauerhaften Infektionen, verursacht Leberschäden, in den schlimmsten Fällen entsteht Krebs.

Wie bei vielen Infektionskrankheiten nistet sich das Hepatitis-C-Virus im Körper ein, ohne zunächst großen Schaden anzurichten. Manchmal klagt der Betroffene über Müdigkeit, manchmal über Konzentrationsschwierigkeiten. Ansonsten ist bei drei Viertel der frisch Infizierten alles wie sonst.

Hepatitis C-Virus befällt die Leber

Meistens wird das Virus erst viel später entdeckt, bei Routineuntersuchungen der Leber etwa. Jahre können ohne jegliche Beschwerden vergehen. Je länger aber die Zeit zwischen Ansteckung und Diagnose ist, desto stärker kann sich das Virus in den Leberzellen vermehren und das Gewebe schädigen. Im fortgeschrittenen Stadium führt Hepatitis C bei etwa einem Viertel der Erkrankten zu einer Leberzirrhose - der häufigsten Ursache für eine Lebertransplantation.

Angesichts der Tragweite überrascht es, dass viele Fragen ungeklärt sind: Warum befällt das Virus ausgerechnet die Leber? Warum kann das Immunsystem mancher Menschen den Erreger vertreiben, andere aber nicht? Lange halfen die Mittel der Medizin nur einer Minderheit der Infizierten, nun aber sei dank neuer Therapien eine neue Ära in der Bekämpfung der Leberinfektion angebrochen, wie sich selbst vorsichtige Mediziner ausdrücken.

Wirksam ist diese Therapie allerdings nur bei der häufigsten Variante des Virus und nur in zwei von fünf Fällen. Die Entwicklung eines umfassend wirkenden Medikaments oder gar eines Impfstoffs, der eine Hepatitis-C-Erkrankung von vornherein ausschließt, ist jedoch bisher nicht gelungen.

nik

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insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
ewoewo 24.08.2012
1. who cares
bei uns sterben migranten oft, die kein trinkgeld geben, es sind stundelange kleine fehler wo die justiz dann alle unterlagen faelscht und die angestellten im spital sich bruesten... ich mag das nicht, dass etwas passiert weil man sichn icht sklavisch bedankt weil man nicht weiss wie, es noch nie gesehen hat - dagegen scheiden bei hep c die meisten aerzte aus, da sie selbst der virus sind in der mehrzahl, meine erfahrung...
hdudeck 24.08.2012
2. Komisches Kauderwelsch,
Zitat von ewoewobei uns sterben migranten oft, die kein trinkgeld geben, es sind stundelange kleine fehler wo die justiz dann alle unterlagen faelscht und die angestellten im spital sich bruesten... ich mag das nicht, dass etwas passiert weil man sichn icht sklavisch bedankt weil man nicht weiss wie, es noch nie gesehen hat - dagegen scheiden bei hep c die meisten aerzte aus, da sie selbst der virus sind in der mehrzahl, meine erfahrung...
verstehe nicht, wie das durch das Screening der Beitraege kommt. Scheint aus einer anderen Sprache per Translator uebersetzt zu sein. Macht einfach keinen Sinn! Zum Artikel. Nur die ersten paar Saetze befassen sich mit dem Umstand, der in der Ueberschrift angekuendigt wird. Der Rest ist Info zu Hepatitis C, was OK ist. Aber es bleiben viele Fragen offen: An was ist der Patient(en) gestorben/erkrankt? Hat das Medikamnet eine Rolle dabei gespielt? Welche Art war der Test (blind/double blind)? Was will die Firma unternehmen, z.B. Rueckforderung gegen den Patentverkaeufer? Welche Einfluss hat das auf die G/V der Firma? Wer ist ueberhaupt Bristol-Myers, wo ist der Firmensitz, wieviel Mitarbeiter und und und. Der Artikel ist total duenn, all diese Antworten muss man sich wohl selber in Internet raussuchen. Zu wenig fuer den Anspruch ein Nachrichten Magazin zu sein.
harte2, 24.08.2012
3. Hepa C
woran ist die Testperson gestorben ? war der neue Wirkstoff ein Proteasehemmer ? etwas wenig Information in dem Artikel.
kuk25 24.08.2012
4. Das ist ein
ein Polymeraseinhibitor (NS5b).
frau trallala 24.08.2012
5.
Zitat von harte2woran ist die Testperson gestorben ? war der neue Wirkstoff ein Proteasehemmer ? etwas wenig Information in dem Artikel.
Die Person starb an Herzversagen, weitere sind/waren im Krankenhaus weil der Wirkstoff offenbar unerwartet stark herz- und nierentoxisch ist. Und ja, es war ein Proteasehemmer.
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