Herzpatienten: Schneller Puls steigert Sterberisiko

Der Ruhepuls eines Herzpatienten kann offenbar einen Hinweis auf seine Lebenserwartung geben: Eine Studie mit mehr als 31.000 Teilnehmern ergab, dass Kranke mit hoher Schlagfrequenz eher sterben.

Herzoperation: Schneller Puls kündigt Unheil an Zur Großansicht
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Herzoperation: Schneller Puls kündigt Unheil an

Montreal - Bei Menschen mit Herzerkrankungen gibt der Ruhepuls offenbar Aufschluss über die Lebenserwartung. Ein auffällig schneller Herzschlag geht demnach oft mit einer ungünstigen Krankheitsentwicklung einher. Das ergab eine Studie mit mehr als 31.000 Herzpatienten.

Kardiologen der kanadischen McMaster University in Hamilton haben das Schicksal der Teilnehmer über mehr als vier Jahre untersucht. Dabei hatten jene Probanden, deren Herzfrequenz über 78 lag, eine wesentlich ungünstigere Entwicklung als die Probanden mit einem Ruhepuls unter 59, berichteten die Forscher auf einer Kardiologentagung in Montreal.

Die allgemeine Sterberate der Patienten mit hohem Puls sei um etwa zwei Drittel gesteigert. Ihr Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, liege sogar um gut drei Viertel höher als bei Patienten mit niedrigem Puls. Möglicherweise deute ein schneller Puls auf eine schlechtere Funktion des Herzmuskels hin, spekulieren die Mediziner.

boj/dapd

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
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1. Erfreulich!
onkel hape 29.10.2010
Wenn das stimmt, freue ich 71 Jahre alter Sack mich, weil meine Lebenserwartung bei einem Ruhepuls von unter 58 etwas höher ist, obwohl mir vor einem Jahr ein Stent in die Herzkranzgefäße gesetzt wurde. Vermutung: Durch tägliches Laufen über 7 km schlägt das Herz im Ruhezustand langsamer, als wenn ich keinen Sport treibe.
2. Schneller Puls*steigert Sterberisiko ?
Hilfskraft 29.10.2010
Ich glaube, das Leben bietet überhaupt ein hohes Sterberisiko. Aber irgendwie muß man ja sinnlose Studien rechtfertigen. H.
3. Ursache & Wirkung
kiu77 29.10.2010
Ja, hatte ich auch schon gelesen. Aber aus dem Ruhepuls kann man trotz Studie schlicht nichts wirklich schließen, weil er rational gesehen wohl nicht der Grund für die Sterblichkeit ist. Der Ruhepuls wird eben von einigen relevanten Varaiablen wie dem Rauchen, dem Alter, der Herzschädigung und der körperlichen Fitness (die wiederum teilweise eine Folge der Herzleistung ist) beeinflusst und ist also lediglich ein grober Indikator für die eigenetlichen variablen. Wer nicht raucht, sich fit hält und keinen Herzmuskelschadenhat lebt länger, das ist die Essenz, auf die man sich verlassen kann. Und das war auch schon vorher bekannt. Also nichts Neues...
4. Neue Erkenntnis?
mitbürger 29.10.2010
Ich meine, das auch schon einmal gehört zu haben. Es muss so ungefähr vor 40 Jahren gewesen sein. Deswegen hat sich mein Vater ein Trainingsfahrrad gekauft, er erfreut sich heute noch bester Gesundheit, obwohl er Kochsalz in Massen konsumiert, gegen meinen Rat. Wenn das eine medizinische Sensation sein soll, dann wundert mich hier nichts mehr.
5. Hf
Iwanov 29.10.2010
Und ich dachte immer, gar kein Puls erhöht das Sterberisiko erheblich :) ---Zitat--- Vermutung: Durch tägliches Laufen über 7 km schlägt das Herz im Ruhezustand langsamer, als wenn ich keinen Sport treibe. ---Zitatende--- Natürlich. Ihr Herz wird durch die regelmäßige "Belastung" ja auch trainiert. Höheres Auswurfvolumen = niedrigerer notwendiger Puls. (Nicht hauen wenns nicht gaaaanz richtig ist, ich bein kein Arzt, nur Sani :) )
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