Montreal - Bei Menschen mit Herzerkrankungen gibt der Ruhepuls offenbar Aufschluss über die Lebenserwartung. Ein auffällig schneller Herzschlag geht demnach oft mit einer ungünstigen Krankheitsentwicklung einher. Das ergab eine Studie mit mehr als 31.000 Herzpatienten.
Kardiologen der kanadischen McMaster University in Hamilton haben das Schicksal der Teilnehmer über mehr als vier Jahre untersucht. Dabei hatten jene Probanden, deren Herzfrequenz über 78 lag, eine wesentlich ungünstigere Entwicklung als die Probanden mit einem Ruhepuls unter 59, berichteten die Forscher auf einer Kardiologentagung in Montreal.
Die allgemeine Sterberate der Patienten mit hohem Puls sei um etwa zwei Drittel gesteigert. Ihr Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, liege sogar um gut drei Viertel höher als bei Patienten mit niedrigem Puls. Möglicherweise deute ein schneller Puls auf eine schlechtere Funktion des Herzmuskels hin, spekulieren die Mediziner.
boj/dapd
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