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Hwang Woo Suk: Skandalforscher erhält Klonpatent in den USA 

Hwang Woo Suk (im Jahr 2009): Schutzrechte für Stammzelllinie gesichert Zur Großansicht
REUTERS

Hwang Woo Suk (im Jahr 2009): Schutzrechte für Stammzelllinie gesichert

Vor acht Jahren gestand der koreanische Klon-Forscher Hwang Woo Suk, Studien für Stammzellen gefälscht zu haben. Doch eine Zelllinie seiner Forschungen von damals blieb übrig. Diese lässt er sich jetzt auch in den USA patentieren.

Seoul - Der einst als Fälscher entlarvte Klon-Spezialist Hwang Woo Suk aus Südkorea hat sich in den USA ein Verfahren zur Herstellung von Stammzellen aus geklonten menschlichen Embryonen patentieren lassen. Das US-Amt für Patente und Warenzeichen (USPTO) habe die Schutzrechte für eine "menschliche embryonale Stammzelllinie" und den Prozess ihrer Erzeugung erteilt, berichtete die nationale südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag.

Außer Hwang werden demnach in der entsprechenden Ankündigung der Behörde 14 weitere Forscher als Erfinder erwähnt. Hwang hatte 2011 in Kanada ein Patent auf die Stammzelllinie und die Produktionsmethode erhalten.

Die sogenannte NT-1-Stammzelllinie ist die einzige, die noch aus der zurückliegenden Forschung Hwangs mit menschlichen embryonalen Stammzellen übrig geblieben ist. Es wurde jedoch immer bezweifelt, ob die NT-1-Linie wirklich aus geklonten menschlichen Stammzellen besteht. Experten betonten daher laut Yonhap, die Vergabe des Patents gewähre zwar legalen Schutz, jedoch sei damit kein wissenschaftlicher Nachweis verbunden.

Das US-Fachjournal "Science" hatte Anfang 2006 zwei nachweislich gefälschte Stammzellstudien von Hwang zurückgezogen. Hwang und sein Team hatten zunächst behauptet, als weltweit erste Forscher menschliche Stammzellen aus geklonten Embryos gewonnen zu haben. Später wurde Hwang noch für seinen Artikel über das angebliche Klonen maßgeschneiderter Stammzellen für Patienten gefeiert.

Nach Angaben der Ermittler haben die patientenspezifischen Stammzellen niemals existiert. Hwang blieb jedoch dabei, dass er über die Technik zum Klonen solcher Stammzellen verfüge. Der 2005 von Hwang vorgestellte erste Klonhund "Snuppy" hatte sich hingegen als echt erwiesen. Im vergangenen Oktober präsentierte Hwang acht Kojoten, die er nach eigenen Angaben ebenfalls geklont hatte.

hda/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Bitte erklärt mir jetzt jemand,
nimue11 11.02.2014
was das praktisch bedeutet? Hat dort jemand ein Patent auf die Nutzung zukünftiger Menschheitsentwicklung erworben - oder was heißt das? Nicht, dass ich das wirklich glaube - aber ihr seid doch kein Wissenschaftsmagazin. Also erklärt uns doch bitte den Nutzen oder Schaden dieser Geschichte.
2. Pah...
enfanterrible 11.02.2014
...das ist nicht der echte Hwang Woo Suk, aber er sieht ihm sehr ähnlich!
3. Patent?
intervenist 12.02.2014
ein fremdes Wort für die Zukunft. Um den ersten kommi mal zur Erläutern, würde die Kirche und andere Institutionen diesen mann nicht hindern, wäre die halbe Welt von chronischen Krankheiten befreit.
4. nicht echt
steh-fan 12.02.2014
Das ist ja auch der geklonte Hwang Woo Suk - daher sieht er ihm so ähnlich!
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