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Influenza-Pandemie: Experten warnen vor Schweinegrippewelle im Winter

Nur schleppend läuft die Massenimpfung gegen Schweinegrippe in Deutschland an. Doch Experten raten zur Spritze. Für den Winter erwarten Wissenschaftler eine zweite Welle der Influenza-Epidemie - auch mit schweren Erkrankungen: "Bislang war das nur Geplänkel, jetzt geht es los."

Hinweis auf Grippeimpfung in Hamburg: Im Winter droht die Influenza-Welle Zur Großansicht
dpa

Hinweis auf Grippeimpfung in Hamburg: Im Winter droht die Influenza-Welle

Frankfurt am Main - Fachleute rechnen mit einem deutlichen Anstieg der Schweinegrippe-Erkrankungen in Deutschland in den kommenden Wochen und Monaten. In der kälteren Jahreszeit seien nun auch schwerere Krankheitsverläufe möglich, sagte der Direktor des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit an der Uni-Klinik Bonn, Martin Exner.

Auch der Virologe Alexander Kekulé aus Halle warnte, jede Grippe habe im Winter ihre Hochsaison. "Unser Immunsystem ist schlechter, die Atemwege sind trocken. Deshalb können sich Viren dort besser ansiedeln." Man werde im Winter auch zunehmend schwere Fälle sehen, sagte der Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg am Samstag im Nachrichtenradio MDR Info. Der Gesundheitsexperte René Gottschalk, Leiter des Zentrums für hochinfektiöse Erkrankungen Hessen und Rheinland-Pfalz, erklärte im Hessischen Rundfunk, Deutschland drohe eine Erkrankungswelle, weil die feuchte Jahreszeit günstige Bedingungen schaffe.

Am Freitag waren in Deutschland drei weitere Schweinegrippe-Patienten gestorben, darunter erstmals eine Patientin ohne bekannte Vorerkrankungen. Exner sagte, der Fall zeige, dass eine Infektion auch bei eigentlich gesunden Menschen ernst verlaufen könne. Kekulé erklärte, in sehr seltenen Fällen rufe die Schweinegrippe eine direkte Lungenentzündung hervor. "Das Virus kann ganz unmittelbar die tiefen Atemwege befallen und wirkt dann tödlich." Gesundheitsexperte Gottschalk sagte: "Die ganzen Fälle bislang waren nur Geplänkel, jetzt geht es los."

Die Experten rieten zu einer Impfung. Wichtig sei auch, die Hygieneregeln einzuhalten. Kekulé sagte, die Nebenwirkungen einer Impfung seien ärgerlich, müssten aber in Kauf genommen werden. "Der Impfstoff ist leider nicht optimal", räumte er ein. "Wir haben aber nur diesen einen im Moment." Die Schweinegrippe selbst sei auf jeden Fall schlimmer als die Nebenwirkungen der Impfung.

Jeder solle sich überlegen, ob er nicht doch zur Schutzimpfung gehe, sagte Gottschalk. Er kritisierte die Informationspolitik der Bundesregierung über die Schutzimpfungen, die Berichte über verschiedene Impfstoffe hätten die Menschen verunsichert.

"Unglaublicher Blödsinn als Wahrheit"

Bisher läuft die Impfung in Deutschland nur schleppend an. Am Montag hat die Massenimpfung gegen die Schweinegrippe begonnen. Umfragen zufolge will sich aber ein Großteil der Bevölkerung bisher nicht impfen lassen. Die Stimmung könne aber über Nacht umschlagen, "sobald wie jetzt in den USA die Zahl der Schwerkranken steigt und die Krankenhausbetten knapp werden", sagte Michael Pfleiderer vom Paul-Ehrlich-Institut im hessischen Langen.

Dass bei einem zunächst milden Verlauf selbst Ärzte Vorbehalte gegen die Impfung äußerten, "hätte ich mir nicht träumen lassen", sagte der Leiter des Fachgebietes Virusimpfstoffe beim Institut der "Wirtschaftswoche". Sachlich gebe es überhaupt keinen Grund für Vorbehalte - die kritisierten Wirkungsverstärker seien längst erprobt und in herkömmlichen Grippe-Impfstoffen schon millionenfach gespritzt worden. Es werde "unglaublicher Blödsinn als Wahrheit" verkauft.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) erklärte, mit der sich abzeichnenden zunehmenden Ausbreitung der Schweinegrippe werde auch die Zahl von Fällen mit schwerem Verlauf zunehmen. Auch das RKI verwies auf die Wichtigkeit von Hygienemaßnahmen und Impfungen zur Prävention.

Mit den neuen Todesfällen sind bisher sechs Schweinegrippe-Patienten in Deutschland gestorben. Nach Angaben des RKI gibt es in Deutschland inzwischen mehr als 25.000 Fälle von Schweinegrippe. Weltweit sind es laut Weltgesundheitsorganisation WHO bisher mehr als 440.000 bestätige Erkrankungen. Mehr als 5700 Menschen starben.

Lieferengpässe beim Impfstoff

Für die Impfmüdigkeit sind nicht nur Vorbehalte in der Bevölkerung verantwortlich. Manche Hausärzte bieten bewusst keine Impfungen an. Auch wurde laut Stuttgarter Sozialministerium zumindest nach Baden-Württemberg deutlich weniger Impfstoff geliefert als im Juli geplant. Niedersachsen hatte wegen Lieferengpässen den Start der Schweinegrippe-Impfung um eine Woche auf kommenden Montag verschoben.

Statt 900.000 Dosen Pandemrix pro Woche seien bisher in der ersten Marge 200.000 und in einer zweiten 112.000 in Baden-Württemberg angekommen. Die Situation bundesweit sei vergleichbar, sagte eine Sprecherin des Hersteller GlaxoSmithKline. Grund seien Anlaufschwierigkeiten bei der Herstellung. Vorrangig geimpft werden Klinikmitarbeiter, Polizisten, Feuerwehrleute und chronisch Kranke.

Für die verzögerte Lieferung sind nach Angaben des Herstellers Anlaufschwierigkeiten verantwortlich. "Am Anfang hat sich das Impfstoff-Saatvirus nicht so gut vermehren lassen wie erwartet", sagte die Sprecherin. Es zeichne sich ab, dass die im Juli anvisierte Zahl von bundesweit 8,3 Millionen Impfdosen monatlich vorerst deutlich unterschritten werde. Mittlerweile habe die Firma das Herstellungsverfahren optimiert: "Wir sehen eine Tendenz nach oben."

In den USA wird unterdessen das Grippemittel Tamiflu in der flüssigen Form knapp. Die US-Seuchenbehörde CDC gab alle restlichen Notfallreserven des Grippemittels in flüssiger Form frei, die besonders für Kinder geeignet ist.

phw/dpa/AP/ddp

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Forum - Schweinegrippe – Müssen wir Angst vor dem Virus haben?
insgesamt 6202 Beiträge
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1.
IsArenas, 02.05.2009
Nein, niemand *muss* Angst haben, unabhängig von allem, was geschieht. Angst ist sowieso ein schlechter Ratgeber, zuweilen zwar wichtig als Selbstschutz, wird aber schnell selbst krankmachend und/oder eine Krankheit. Ich schließe nicht aus, gewaltsam (Flugzeugabsturz, Verkehrsunfall, Terrorakt), durch Krebs oder noch früher durch Herzinfarkt oder Schlaganfall oder was weiß ich oder eben durch eine Virus- odere Bakterieninfektion ums Leben zu kommen, bevor ich mich der durchschnittlichen Lebenserwartung nähere. Zur angeblichen Hauptrisikogruppe zähle ich auch noch, na wunderbar. Nein, die Grippe macht mir definitiv keine Angst, wenn ich den nächsten Monaten daran sterben soll, dann war's das halt. Ich glaube aber nicht daran, meine Schulden werde ich wohl zahlen müssen -- sprich, ich habe andere Sorgen und erfreue mich ansonsten des Lebens in der Gegenwart ;-)
2.
Crackerjack 02.05.2009
Zitat von IsArenasNein, niemand *muss* Angst haben, unabhängig von allem, was geschieht. Angst ist sowieso ein schlechter Ratgeber, zuweilen zwar wichtig als Selbstschutz, wird aber schnell selbst krankmachend und/oder eine Krankheit. Ich schließe nicht aus, gewaltsam (Flugzeugabsturz, Verkehrsunfall, Terrorakt), durch Krebs oder noch früher durch Herzinfarkt oder Schlaganfall oder was weiß ich oder eben durch eine Virus- odere Bakterieninfektion ums Leben zu kommen, bevor ich mich der durchschnittlichen Lebenserwartung nähere. Zur angeblichen Hauptrisikogruppe zähle ich auch noch, na wunderbar. Nein, die Grippe macht mir definitiv keine Angst, wenn ich den nächsten Monaten daran sterben soll, dann war's das halt. Ich glaube aber nicht daran, meine Schulden werde ich wohl zahlen müssen -- sprich, ich habe andere Sorgen und erfreue mich ansonsten des Lebens in der Gegenwart ;-)
Hierzu ein von Herzen kommender Applaus.
3.
descartes101, 02.05.2009
Zitat von sysopDie Schweinegrippe hat auch Europa erreicht, die EU rechnet mit Todesopfern. Wie berechtigt ist die Angst vor dem Virus?
Lächerlich. Das Grippevirus rekombiniert sich jede Saison neu, weshalb die Impfungen auch dann nicht mehr wirksam sind. Mal ist es virulenter, mal weniger. Jedenfalls sterben immer auch Menschen daran. Das ganze ist eine haltlose Hysterie, wahrscheinlich damit unsere tüchtigen Regierungen mal behaupten können, sie hätten eine Situation im Griff. Das ist natürlich besonders leicht bei einer Situation, die so oder so nicht eskaliert. Wenn ein hemorrhagisches Fieber wie Ebola durch die Ballungszentren zieht, dann lohnt es sich zuhause zu bleiben. Aber eine dämliche Papiermaske schützt niemanden vor Ansteckung. Das gleiche Prinzip wurde von den USA im kalten Krieg angewendet, wo man den Leuten erzählte, dass es helfe, sich im Falle eines Nuklearangriffs unter den Tisch zu hocken mit einer Zeitung über dem Kopf. Aua, aua. Seit damals hat sich wirklich nichts verändert.
4.
Hans58 02.05.2009
Zitat von sysopDie Schweinegrippe hat auch Europa erreicht, die EU rechnet mit Todesopfern. Wie berechtigt ist die Angst vor dem Virus?
Nein, wir müssen keine Angst haben, selbst wenn hier zum x-ten Male eine Diskussion über das Thema eröffnet wird.
5.
firefly 02.05.2009
Sie können sich ja gleich mal mit dem Papst zusammentun. Für den ist HIV auch kein Problem und alles nur Panik mache. Und Medikamente im Falle einer HIV-Infektion würde ich ihnen auch nicht empfehlen. Die wirken nämlich garnicht und dienen nur zum Geldschäffeln der Pharmaindustrie. /Ironie
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Schweinegrippe-Impfung
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Wer wird geimpft?
Jeder kann und sollte sich impfen lassen, empfehlen Experten. Laut Plan werden im ersten Schritt Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern geimpft sowie Feuerwehrleute, Polizisten und Justizvollzugsbeamte. Das soll im Fall von Masseninfektionen die medizinische Versorgung und die öffentliche Sicherheit sicherstellen. Auch Risikogruppen wie chronisch Kranke, Asthmatiker, Diabetiker und Fettleibige sollen bevorzugt geimpft werden. Schwangeren wird geraten, noch zu warten, bis ein spezieller Impfstoff ohne Zusätze vorliegt. Impfungen sind in Deutschland grundsätzlich freiwillig, eine Impfpflicht ist nicht geplant.
Womit wird geimpft?
In der EU sind bisher drei Impfstoffe zugelassen: Focetria, Pandemrix und Celvapan. Focetria und Pandemrix enthalten Adjuvantien, Stoffe, die eigentlich die Immunisierung verstärken sollen, aber auch die Nebenwirkungen der Impfung verstärken können. Celvapan kommt ohne Verstärker und Konservierungsstoffe aus. Pandremix ist für die Bevölkerung vorgesehen, Celvapan für Angehörige der Bundesregierung. Nur Schwangeren wollen die Bundesländern nachträglich eine Vakzine ohne Adjuvantien beschaffen. Bei den Wirkverstärkern handelt es sich um Öl-in-Wasser-Emulsionen, die unter anderem Squalen enthalten, eine aus Haifischleber gewonnene Substanz. Die Packungsbeilagen für alle drei Impfstoffe sind auf der Website der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA abrufbar: http://www.emea.europa.eu.
Wann wird geimpft?
Die Impfung gegen die Schweinegrippe hat in der letzten Oktoberwoche begonnen. Seit dem 2. November können sich auch Privatpersonen impfen lassen.
Wo wird geimpft?
Das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Die Risikogruppen, die höher gefährdet sind, werden darüber informiert, wo sie geimpft werden können. Beschäftigte im Gesundheitswesen sowie bei Polizei, Feuerwehr und Justizvollzug werden in der Regel am Arbeitsplatz geimpft. Für die Normalbevölkerung sind ausgewählte Impfpraxen und Gesundheitsämter zuständig. Welche das sind, erfährt man hier.
Was kostet das?
Die Kosten in Deutschland werden mit 500 bis 550 Millionen Euro Veranschlagt - die gesetzlichen Kassen gehen dagegen von bis zu einer Milliarde Euro aus. Die Impfung kostet die Versicherten nichts, da sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen die Kosten übernehmen.
Welche Nebenwirkungen gibt es?
Die Schweinegrippe-Impfung kann stärkere Nebenwirkungen verursachen als die übliche Grippeimpfung. Darauf weist der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Johannes Löwer, hin. Grund ist, dass in dem neuen Impfstoff die Wirkstoffmenge pro Dosis drastisch verringert wird und zugleich beigemischte Verstärkersubstanzen die Wirkung künstlich erhöhen sollen. Nur so ist es laut Löwer möglich, sehr viel mehr Impfstoff-Portionen herzustellen als üblich. Die beigemischten Verstärker (Adjuvantien) können jedoch unerwünschte Nebeneffekte auslösen. Geimpfte müssen mit Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle rechnen sowie teilweise mit mehrtägigen Kopf- und Gliederschmerzen. Aus diesem Grund empfehlen Mediziner Schwangeren und Kindern, sich nicht mit dem adjuvantienversetzten Impfstoff impfen zu lassen. Die Bundesregierung will für Schwangere einen adjuvantienfreien Impfstoff bestellen.
Was tun bis zur Impfung?
Aus Sicht von Experten bietet banale Alltagshygiene bereits relativ viel Schutz: häufiges Händewaschen, Niesen in die Ellenbeuge oder in ein Einmaltaschentuch, das sofort weggeworfen wird. Große Menschenansammlungen oder engen Kontakt zu Infizierten sollte man meiden. Die Behörden haben bis zum Start der Impfungen vor allem ein Ziel: Die Fallzahlen und damit auch die Zahl der schweren Erkrankungen oder Todesfälle so gering wie möglich zu halten.
Hotline der Bundesregierung
Unter 030-34 64 65 100 können sich Bürger über die Schweinegrippe informieren. Die Hotline des Bundesgesundheitministeriums ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zu erreichen. Auskünfte über dsa Influenzavirus erteilt das Robert-Koch-Institut unter der Rufnummer 030-18 75 44 161, montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr.

Wer sich in den kommenden Wochen gegen die Schweinegrippe impfen lässt, sollte seinen Arzt oder Apotheker über aufgetretene Nebenwirkungen informieren, insbesondere im Fall von Kleinkindern und Schwangeren. Das teilte die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) zum Start der bundesweiten Impfaktion mit.

Der Vorsitzende des Gremiums, Martin Schulz, erklärte: "Soweit wir derzeit wissen, ist die Impfung gut verträglich. Um seltene Nebenwirkungen zu entdecken, bitten wir alle Patienten, ihren Arzt oder Apotheker über beobachtete Nebenwirkungen zu informieren."

Auch bereits bekannte unerwünschte Wirkungen sollten gemeldet werden, damit deren Häufigkeit oder Schweregrad künftig besser eingeschätzt werden könnten. Apotheken würden dann die Verdachtsfälle an die Geschäftsstelle der AMK melden.

Nebenwirkungen wie Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle sowie mehrtägige Kopf- und Gliederschmerzen sind bei jeder Grippeimpfung möglich. Adjuvantien können die Nebenwirkungen verstärken.

Das Schweinegrippe-Virus
Der Erreger
Es handelt sich um ein Influenza-A-Virus mit der Bezeichnung H1N1, das sich von Mensch zu Mensch übertragen kann - vor allem durch Händeschütteln, Niesen und Husten. Ein H1N1-Virus war auch der Auslöser der Spanischen Grippe, die zwischen 1918 und 1920 weltweit mindestens 25 Millionen Menschen getötet hat.
Die Symptome
Die Schweinegrippe bewirkt ähnliche Symptome wie eine normale Grippe: plötzliches Fieber, Muskelschmerzen, trockener Husten und ein trockener Hals. Allerdings sind der einhergehende Durchfall und die Übelkeit stärker ausgeprägt.
Die Gefahr
Neue Virenstämme können sich rasch ausbreiten, weil es keine natürliche Immunität gibt und es Monate dauert, bis ein aktueller Impfstoff entwickelt und produziert ist. Der neue Stamm des Schweinegrippe-Virus unterscheidet sich vom älteren H1N1-Virus, gegen das die aktuellen Grippeimpfstoffe schützen. Die gewöhnliche Grippe tötet jedes Jahr 250.000 bis 500.000 Menschen, vor allem ältere Menschen. Die meisten sterben an Lungenentzündung. Auch gesunde Menschen können tödlich erkranken.
Antivirale Mittel
Nach derzeitigem Wissensstand bieten die Wirkstoffe Oseltamivir (Handelsname Tamiflu) und Zanamivir (Handelsname Relenza) Schutz gegen das Schweinegrippen-Virus. Diese Wirkstoffe behindern unspezifisch die Vermehrung von Influenza-A- und Influenza-B-Viren im Körper.
Wandlungsfähigkeit von Grippeviren
Grippeviren gehören zu den wandlungsfähigsten Erregern, die bekannt sind. Die Entwicklung gänzlich neuer Typen ist zwar selten, aber extrem gefährlich. Meist springen dabei irgendwo in der Welt Viren von Vögeln oder Schweinen auf den Menschen über. Wenn sie in dessen Körperzellen auf andere, ältere Grippeviren treffen, kann sich die Erbinformationen vermischen und neue Erreger hervorbringen.

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