Influenza: Schweinegrippe könnte Universalimpfstoff liefern

Die Schweinegrippe könnte auch etwas Gutes gebracht haben: Das Pandemievirus hilft vielleicht, einen Impfstoff zu entwickeln, der vor vielen Grippestämmen gleichzeitig schützt.

Grippeimpfung: Jedes Jahr ist der Impfstoff anders zusammengesetztZur Großansicht
dpa

Grippeimpfung: Jedes Jahr ist der Impfstoff anders zusammengesetzt

Wer sich gegen die Grippe impfen lassen will, muss jedes Jahr zum Arzt, um eine neue Spritze zu bekommen. Weil sich die Erreger rasant verändern und sich immer wieder andere Virusstämme verbreiten, schützt die Impfung vom Vorjahr nicht zwingend vor der Grippewelle im aktuellen Winter.

Der Impfstoff, der jedes Jahr ab Herbst verfügbar ist, enthält Bestandteile aus drei verschiedenen Virusstämmen. Die Weltgesundheitsorganisation überwacht Grippefälle weltweit, um die passenden Stämme für diese Impfung zu empfehlen. Seit mehreren Jahren werden je ein H1N1-Stamm, ein H3N2-Stamm sowie ein Stamm von B-Grippeviren eingesetzt, da dies die häufigsten Erreger sind. Das Schweinegrippevirus, das 2009 bis 2010 eine weltweite Pandemie auslöste, zählt zur Gruppe H1N1.

Wie US-Forscher jetzt im "Journal of Experimental Medicine" berichten, könnte das Pandemievirus zukünftig dabei helfen, diese jährliche Impfprozedur deutlich zu erleichtern. Die Wissenschaftler sind dabei, einen Impfstoff zu entwickeln, der vor sämtlichen H1N1-Stämmen oder sogar vor allen Influenza-Erregern schützt. Dies ist möglich, da sich das Schweinegrippevirus stark von allen H1N1-Stämmen unterscheidet, die sich in den vergangenen Jahrzehnten verbreitet haben.

Aus Patienten-Blut isoliert

2009, als noch kein Impfstoff gegen die Schweinegrippe existierte, analysierten die Forscher Antikörper von Menschen, die die Infektion durchgemacht hatten. Antikörper sind ein Teil der Immunabwehr; sie erkennen sehr spezifisch Fremdkörper und heften sich an sie. So kann der Körper sie ausschalten - und eine schwere Erkrankung verhindern. Die Wissenschaftler nahmen Proben von acht Patienten, insgesamt bauten sie 86 verschiedene Antikörper aus deren Blut nach. Anschließend testeten sie, an welche Grippestämme sie sich hefteten. Fünf Antikörper banden sämtliche H1N1-Stämme der vergangenen zehn Jahre, sowie auch das Virus, das 1918 die verheerende Spanische Grippe ausgelöst hatte und ein Vogelgrippevirus, das für den Menschen extrem gefährlich sein könnte.

In einem weiteren Experiment testeten sie die Wirksamkeit der Antikörper an Mäusen: Zwei Proben schützten die Tiere dabei vor der Schweinegrippe sowie vor zwei weiteren Stämmen - sogar, wenn die Mäuse erst 60 Stunden nach der Grippeinfektion geimpft wurden.

"Während sich die Grippe von Jahr zu Jahr verändert, sind doch einige Kernelemente für fast ein Jahrhundert gleich geblieben", sagt Patrick Wilson von der University of Chicago, der an der Studie beteiligt war. In einem nächsten Schritt wollen die Forscher untersuchen, ob gegen Schweinegrippe Geimpfte ebenfalls vor verschiedenen Grippeviren geschützt sind.

Weltweit arbeiten Forscher daran, einen Impfstoff zu entwickeln, der gegen eine Reihe von Influenza-Erregern wirkt. Dies könnte auf jeden Fall den Aufwand der jährlichen Impfstoffproduktion senken. Im besten Fall, bei einem breiten Schutz gegen sämtliche Erreger, könnte eine Impfung auch mehrere Jahre halten. Das wäre nicht nur für Patienten von Vorteil, es könnten auch große Summen eingespart werden.

wbr

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insgesamt 18 Beiträge
kundennummer 10.01.2011
Was macht eigentlich der Untersuchungsausschuß des Europarates zum Thema When-pigs-fly-Impfhysterie durch GroßPharma zwecks staatlich finanzierter Gewinnmaximierung? War da was? PS: Novartis hatte damals 1 Tag vor [...]
Zitat von sysopDie Schweinegrippe könnte auch etwas Gutes gebracht haben: Das Pandemievirus hilft vielleicht, einen Impfstoff zu entwickeln, der vor vielen Grippestämmen gleichzeitig schützt. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,738636,00.html
Was macht eigentlich der Untersuchungsausschuß des Europarates zum Thema When-pigs-fly-Impfhysterie durch GroßPharma zwecks staatlich finanzierter Gewinnmaximierung? War da was? PS: Novartis hatte damals 1 Tag vor Bekanntwerden des ersten Ansteckungsfalles den Impfstoff bereits patentieren lassen... aargghh Verzeihung. Das war sie wieder diese VT-Persönlichkeit.
partey 10.01.2011
Es tut mir sehr leid, aber ich kann Ihrem Text nicht entnehmen, was ihr Anliegen ist und worüber sie sich beschweren? Außer versteh ich nichts. Was meinen Sie mit "When-pigs-fly-Impfhysterie" und [...]
Zitat von kundennummerWas macht eigentlich der Untersuchungsausschuß des Europarates zum Thema When-pigs-fly-Impfhysterie durch GroßPharma zwecks staatlich finanzierter Gewinnmaximierung? War da was? PS: Novartis hatte damals 1 Tag vor Bekanntwerden des ersten Ansteckungsfalles den Impfstoff bereits patentieren lassen... aargghh Verzeihung. Das war sie wieder diese VT-Persönlichkeit.
Es tut mir sehr leid, aber ich kann Ihrem Text nicht entnehmen, was ihr Anliegen ist und worüber sie sich beschweren? Außer versteh ich nichts. Was meinen Sie mit "When-pigs-fly-Impfhysterie" und VT-Persönlichkeit? Danke für die Aufklärung gruß partey
Zwergnase 10.01.2011
Wer in den Medien das Wort "Schweinegrippe" wieder aufwärmt, und damit nicht die Verfolgung und Unschädlichmachung der Pharmagauner initiiert, sollte weg gesperrt werden.
Wer in den Medien das Wort "Schweinegrippe" wieder aufwärmt, und damit nicht die Verfolgung und Unschädlichmachung der Pharmagauner initiiert, sollte weg gesperrt werden.
mbschmid 10.01.2011
Ich werde schon krank wenn ich das Wort Schweinegrippe nur lese. Ich kam mir damals vor wie in Hans Christian Andersens Märchen "Des Kaisers neue Kleider". Jeder der sich ansah, wie sich die Lage in Mexiko nach Ausbruch [...]
Ich werde schon krank wenn ich das Wort Schweinegrippe nur lese. Ich kam mir damals vor wie in Hans Christian Andersens Märchen "Des Kaisers neue Kleider". Jeder der sich ansah, wie sich die Lage in Mexiko nach Ausbruch der Grippe entwickelt, konnte im August schon Entwarnung geben. Beim Wort "Universalimpfstoff" werde ich erst recht nervös. Sorry, aber es wird eine Weile dauern, bis ich der WHO und der Pharmaindustrie wieder etwas glaube.
Man(speziell wohl auch Sie) mag es kaum glauben, aber derzeit gibt es anscheinend eine ganze ganze Reihe an schwer verlaufenden Fällen von "Schweinegrippe". Auf der Intensivstation, auf der ich arbeite liegen zwei [...]
Zitat von ZwergnaseWer in den Medien das Wort "Schweinegrippe" wieder aufwärmt, und damit nicht die Verfolgung und Unschädlichmachung der Pharmagauner initiiert, sollte weg gesperrt werden.
Man(speziell wohl auch Sie) mag es kaum glauben, aber derzeit gibt es anscheinend eine ganze ganze Reihe an schwer verlaufenden Fällen von "Schweinegrippe". Auf der Intensivstation, auf der ich arbeite liegen zwei junge, bis dahin kerngesunde Menschen mit H1N1. Ohne Übertreibung und auch völlig ohne Witz dramatisch schwerstkrank. Ich höre auch von ähnlichen Fällen aus anderen Häusern. Dieser Post wurde übrigens nicht von Schering oder so gesponsert, mit der frage muss man ja rechnen ;-)
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  • Montag, 10.01.2011 – 15:08 Uhr
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