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Influenza-Viren: Mediziner entwickeln neue Impfstrategie gegen Grippe

Grippeimpfung: Universelle Wirkung dank unbekanntem Virustyp Zur Großansicht
Corbis

Grippeimpfung: Universelle Wirkung dank unbekanntem Virustyp

Grippeimpfungen müssen jährlich wiederholt werden. Ein neues Serum könnte das aufwendige Prozedere überflüssig machen. Erste Tests verliefen vielversprechend.

Atlanta - Grippeimpfungen sind aufwendig: Jedes Jahr wird ein neues Serum entwickelt. Und jedes Jahr müssen die Menschen sich aufs Neue impfen lassen. US-Forscher stellen nun eine Strategie vor, wie sich dies in Zukunft möglicherweise vermeiden lässt. Den Schlüssel dazu bildet ein Virustyp, der für das menschliche Immunsystem weitgehend unbekannt ist. Dann bildet der Körper nämlich besonders viele Antikörper, die nachfolgend wiederum vor verschiedenen Virustypen schützen könnten, berichten die Forscher in den "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Dass die Grippe-Schutzimpfung jedes Jahr erneuert werden muss, liegt daran, dass die Viren häufig ihre molekulare Gestalt ändern. Selbst wenn die Änderungen nur minimal sind, passen die Impfstoffe des Vorjahres nicht mehr zu den aktuell kursierenden Viren. Sie schützen dann auch nicht mehr ausreichend vor der Erkrankung. Die Impfstoffe werden deshalb jedes Jahr an den gerade zirkulierenden Virustyp angepasst.

Was passiert im Körper nach einer Impfung? Das Immunsystem bildet Antikörper gegen das Virus. Sollte der Körper später einmal Kontakt zu dem Virus bekommen, vermehren sich die Antikörper schnell und attackieren das Virus.

Wenige Immunzellen

Bei der herkömmlichen Grippeimpfung bildet das Immunsystem die meisten Antikörper gegen ein Protein auf der Oberfläche des Virus, genannt Hämagglutinin. Genauer gesagt, gegen die variable Region dieses Proteins, die sich laufend leicht verändert. Das Protein hat aber auch noch eine sogenannte Stamm-Region, die weit weniger variabel ist. Ein universeller Impfstoff müsste den Körper dazu bringen, Antikörper gegen genau diese weniger variablen Bereiche des Hämagglutinin-Proteins zu bilden.

Ali Ellebedy vom Emory Vaccine Center der Emory University School of Medicine (Atlanta/US-Staat Georgia) und seine Mitarbeiter beobachteten zunächst, dass Menschen grundsätzlich auch über einige wenige Immunzellen verfügen, die Antikörper gegen die Stamm-Region bilden. Allerdings werden diese Immunzellen nach einer herkömmlichen Influenza-Schutzimpfung nicht dazu angeregt, vermehrt Antikörper zu bilden.

Impften die Wissenschaftler aber Versuchspersonen mit einem dem Immunsystem unbekannten Virustyp - in diesem Fall dem Erreger der Vogelgrippe, H5N1 - bildete der Körper mehr Antikörper gegen die unveränderliche Stamm-Region. Die Ergebnisse skizzierten eine mögliche Impfstrategie, bei der eine Immunisierung etwa mit H5N1 eingesetzt werden könnte, um beim Menschen die Bildung von universellen Antikörpern anzuregen, berichten die Forscher.

Das Wichtigste zur Grippeschutzimpfung
  • DDP
    Wer sollte sich gegen die Grippe impfen lassen?
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hda/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
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1.
Walter Sobchak 26.08.2014
Grippe Impfungen muessen ueberhaupt nicht jedes Jahr wiederholt werden, wasn das fuern Unsinn?
2. #1
nabitte 26.08.2014
Doch, müssen sie.
3. @#1
tucks42 26.08.2014
Würden Sie Ihre These auch mal näher erleutern oder belegen? der Artikel stellt den Grund für eine jährliche neu Impfung ja dar...
4. wird nicht kommen
ArnoNyhm1984 26.08.2014
..denn damit würden die Pharmafirmen ja nur noch *einmal* Geld verdienen statt jedes Jahr! Ergo werden wir demnächst von dieser neuen Impfmethode nie mehr etwas positives hören -sie wird in der Versenkung verschwinden, schlecht geredet, totgeschwiegen werden. Wetten dass?
5. Wiederholung
chb_74 26.08.2014
Zitat von Walter SobchakGrippe Impfungen muessen ueberhaupt nicht jedes Jahr wiederholt werden, wasn das fuern Unsinn?
Da sich von den typischerweise 3 Stämmen in einem Impfstoff (2 A-Stämme und 1 B-Stamm) in aller Regel mindestens einer, oft aber sogar zwei oder gar alle drei von Saison zu Saison ändern muss sehr wohl jedes Jahr neu geimpft werden, um vollen Schutz gegen die aktuell am stärksten vertretenen Subtypen zu haben. Sie sind mit Ihrer These hier leider gänzlich auf dem Holzweg, was schnell klar wird, wenn man sich Grippeviren mal näher ansieht. --- Ob das Ganze dann mal wie vorgeschlagen funktionieren kann oder wird, ist halt noch die Frage. Eine starke Antwort des Immunsystems kann auch zu heftigen Nebenwirkungen führen, die eine Impfung zwar effizient, aber schwer erträglich machen. Das wird sich dann im Laufe weiterer Studien herausstellen. Natürlich hängt dort auch viel Geld drin, denn das Geschäftsmodell der Grippeimpfstoffhersteller ist darauf ausgelegt, jedes Jahr viele Millionen Impfdosen zu produzieren, die dann u.U. gar nicht mehr gebraucht würden. Ich sage es mal etwas plump: wer sich wegen Beschränkungen beim Rüstungsexport Sorgen um die überschaubare Anzahl an Beschäftigten der deutschen Rüstungsindustrie macht, sollte sich genauso viel Sorgen um die großteils hoch qualifizierten und auch spezialisierten Beschäftigten von GlaxoSmithKline in Dresden und Novartis Vaccines in Marburg machen (um nur die deutschen Grippeimpfstoffproduzenten zu nennen), von denen dann ein Großteil erst mal arbeitslos wird.
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Grippe: So schützt man sich

1. Häufig die Hände waschen. Wasser und normale Seife reichen aus, spezielle antibakterielle Seife ist nicht notwendig.

2. Die Hände vom Gesicht fernhalten. Hat man einen mit dem Virus belasteten Gegenstand angefasst, ist das Risiko groß, sich zu infizieren, wenn man sich an die Nase oder den Mund fasst.

3. Während der Grippewelle Abstand zu anderen Personen halten, engen Kontakt vermeiden. Dazu zählt auch, anderen die Hand zu geben, sich zu küssen oder zu umarmen.


Quellen: Robert Koch-Institut, Gesundheitsinformation.de
Grippe: So schützt man andere

1. Beim Niesen Nase und Mund bedecken, am besten in ein Papiertaschentuch oder den Ärmel niesen und husten, auf keinen Fall in die Hand!

2. Benutzte Taschentücher umgehend entsorgen, so dass sie andere Menschen möglichst nicht berühren können. Am besten Einwegtücher benutzen.

3. Häufig die Hände waschen, vor allem, nachdem man ein Taschentuch angefasst hat.

4. Enge Kontakte zu anderen Menschen möglichst vermeiden und mindestens zwei Meter Abstand halten. Dies gilt vor allem beim Kontakt mit Schwangeren, chronisch Kranken, Kindern und älteren Menschen.

5. In der akuten Erkrankungsphase möglichst zu Hause bleiben und regelmäßig lüften, damit der Körper frische Luft erhält und sich die Zahl der virusbelasteten feinen Tröpfchen in der Luft reduziert.


Quellen: Robert Koch-Institut, Gesundheitsinformation.de


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