DNA-Sequenzierung Briten investieren Hunderte Millionen in die Krebsforschung

Für Hunderte Millionen Euro will die britische Regierung Erbgutabschnitte analysieren lassen. Sie könnten der Schlüssel zu neuen Krebs-Therapien sein.

Genforschung: Auf der Suche nach neuen Therapien gegen Krebs
REUTERS

Genforschung: Auf der Suche nach neuen Therapien gegen Krebs


Im Kampf gegen Krebs und seltene Krankheiten investiert die britische Regierung Hunderte Millionen Euro in ein landesweites Gen-Forschungsprogramm. Bis zum Jahr 2017 sollen etwa 100.000 DNA-Sequenzen entschlüsselt werden, wie der britische Premierminister David Cameron am Freitag mitteilte.

Regierung und Partnerorganisationen stellten dafür insgesamt 300 Millionen Pfund (rund 378 Millionen Euro) bereit. "Mit dieser Übereinkunft rückt Großbritannien in den kommenden Jahren an die Spitze der weltweiten Gen-Forschung", sagte Cameron.

Insgesamt sollen von 75.000 kranken Patienten und deren nahen Verwandten DNA-Proben entnommen und analysiert werden. Anschließend werden zum Beispiel die Gene der Tumor-Zellen mit den gesunden Zellen der Patienten und denen ihrer Verwandten verglichen. Die Wissenschaftler hoffen, so kleine Abweichungen in den Genen zu finden, die für den Ausbruch von Krebs oder seltenen Erkrankungen verantwortlich sind.

So könnten personalisierte und deutlich effektivere Behandlungen entwickelt werden. Zu den untersuchten Krebsarten gehören Darm-, Brust-, Lungen-, Prostata- und Blutkrebs.

Mehrere Hundert DNA-Proben haben die Wissenschaftler schon von Spendern erhalten, bis Ende des Jahres sollen es rund 10.000 sein. Die Forscher sind sehr optimistisch: "Wenn wir in 20 Jahren zurückschauen, werden all die Chemotherapie-Medikamente mit ihren hässlichen Nebenwirkungen Geschichte sein", sagte Jeremy Farrar, Leiter der am Projekt beteiligten Wohlfahrtsorganisation Wellcome Trust.

jme/AFP

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
s342 01.08.2014
1.
Mal wieder sehr optimistisch, vor 20 Jahren hat man das gleiche gesagt. Aber immerhin wird versucht, etwas gegen diese Krankheit zu finden. Hoffentlich bringts was.
kischkel 01.08.2014
2. Warum wird vorhandene Diagnostik nicht genutzt?
In der personalisierten (oder individualisierten) Medizin liegt die Zukunft insbesondere auch bei der Krebsbehandlung. Was mich jedoch sehr wundert ist, dass bereits vorhandene Diagnostika wie der Chemotherapie-Resistenz-Test (CTR-Test) oder der Genprofil-Test (Oncompassdx.de) nicht durch die gesetzlichen Krankenkassen bezahlt und nur durch die privaten Krankenkassen übernommen werden. Warum ist das so? Anscheinend dürfen Diagnostika nicht hochpreisig sein. Dafür ist das Erstattungssystem anscheinend nicht ausgelegt. Dafür werden lieber immense Kosten in der Therapie in Kauf genommen - auch wenn dich Medikamente nicht wirken. Bleibt zu hoffen, dass sich das irgendwann ändert...
Sumerer 01.08.2014
3.
Zitat von s342Mal wieder sehr optimistisch, vor 20 Jahren hat man das gleiche gesagt. Aber immerhin wird versucht, etwas gegen diese Krankheit zu finden. Hoffentlich bringts was.
Diese Investition wird nicht ausreichen. Es gilt den Zusammenhang aufzuzeigen, zwischen genetischen und epigenetischen Einflussfaktoren, die zu einer Erkrankung führen. Erst dann wird man zielgerichtete Therapien konzipieren können.
hadykhalil@web.de 08.12.2014
4. Really, die Welt ist aus den Fugen
Im Spiegel tv Magazin war eine Reportage ueber junge Start ups in Deutschland. Private Firmen, die die modernsten Techniken der Genmanipulation an Kindern mit Gendefekten ausprobieren duerfen. Wieso ist so etwas ploetzlich erlaubt? An allen Ethikkommissionen und Bundestag und gesetzlichen Bestimmungen , CDU Parteitagsbeschluessen vorbei? Wer hat das erlaubt, obwohl das grundsaetzlich verboten ist? Schaemt sich der Autor nicht, totkranke Kinder so vorfuehren, benutzen zu lassen, um am perkten Menschen mit perfekter, am besten steriler Gesundheit, Volksgesundheit zu schaffen. Der Arzt war ja nett zu den Kindern. Ja dann ist ja alles in Ordnung... ..? Sind das dieselben Leute die sowss hier erlauben, wie die die das deutschr Gesundheitswesen zerstueckelt haben, in die die Ueberversorgt sind und 120 Jahre alt werden solldn, die privat 100 Mrd Euro allein in Alzheimerforschung investieren. Wer finanziert diese start ups? -Und die Masse, den Rest, der auf Pflegestufe 3 moeglichst bald die aktive Sterbehilfe in Anspruch nehmen soll, weil er schon wegen der miserablen Versorgung viele Krankheiten im Arbeitsleben verschleppt hat?
hadykhalil@web.de 09.12.2014
5. 2. Really, die Welt ist aus den Fugen
Hat dieses faschistische Schmierentheater fuer jemanden persoenliche Konsequenzen? Ausser fuer die Kinder? Wie kann man Kindern sagen das sie nicht mehrblange zu leben haben, oder jederzeit sterben koennen, wenn es sich vermeiden laesst? Ist ja nur Schadhaftes Genmaterial? Mit dem kann mans ja machen? Wer hat von staatlicher Seitd die Genehmigung fuer diese start ups gegeben. Der gehoert nicht nur aus dem Amt, sondrn in den Knast, oder was meins xu, Spiegel? Ich kenne eine Frau die oft krank war. Die Aerzte konnten nichts find3n, eine Bunkerpsychose aus dem 2. Weltkrieg wollten und durften sie nicht finden und haben ihr, wohl um ihr unwissen zu kaschieren und ihr noch eins mitzugeben, weil sid mit einem Auslaender verheiratet war, eine unheilbare Erbkrankheit angebaengt, mit der man nicht aelter als 30 wird. Wie sich wohl ihre Kinder gefuehlt haben, als sie erfuhren, das die Mama jederzeit sterben kann. Heute ist die Frau 74. Ich komm da nicht mit, wie bzw. Wer diese start ups genehmigt hat. Die Initiatoren haben wahrschrinlich in ihrem Konzept geschrieben, das sie unbedingt Menschen mit seltenen Gendefekten helfen wollen, weil es ja sonst keiner tut.Weil....weil zu teuer. Wer investiert also in solche Forschung ? Entweder Superreiche Betroffene, oder Fremde mit Fremdabsichten. Die Suchen lebendes schadhaftes genetisches Material mit netten Aerzten, um Manipulationen direkt am Objekt testen zu koennen. Und spiegel tv macht da eine Ruehrselige Jesusgeschichte draus? Fuer Solche Art von Forschung hat man frueher in den USA zum Tode verurteilte genommen, heisst es. Jetzt totkranke Kinder? Das so etwas in manchen Staaten der USA erlaubt ist, liegt an der Schwaeche der US Verfassung und nicht daran, das die Erkennrnisse aus dem unbarmherzigen arischem Experiment des Hitlerfaschismus falsch sind, bzw. Nur ein Investionshemmnis ist. Es steht ja im Raum, das das TTIP nicht von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden soll. Mal abgesehen davon, welcher groessenwahnsinnige Idiot und Saboteur an der europaeischen Idee sich das ausgedacht hatt, und wieso da niemand was zu sagt, entscheidet Juncker darueber, ob faschistische euthanasie und rassistische Erblehre bei uns etabliert werdn? Ueber Pegida muss sich niemand wundern, wer solche Dinge in den Raum stellt und vor allem unbeantwortet laesst., finde ich. Das ich keine angemessene medizinische Versorgung erhalte, ist wohl auch kein Zufall?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.