Kopfschmerzen Neue genetische Risikofaktoren für Migräne entdeckt

Forscher haben weitere Regionen im Erbgut identifiziert, die an der Entstehung von Migräne beteiligt sind. Allerdings sind die Genfaktoren nur für einen Teil des Erkrankungsrisikos verantwortlich.

Starker Kopfschmerz: Hoffnung auf neue Migräne-Therapien
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Starker Kopfschmerz: Hoffnung auf neue Migräne-Therapien


Kiel/New York - Ein internationales Forscherteam hat neue genetische Risikofaktoren für Migräne entdeckt - und erhofft sich davon neuartige Behandlungsansätze. Die Wissenschaftler identifizierten fünf neue Genregionen, die für die Entstehung der Krankheit mitverantwortlich sein sollen. Die Studie, die im Fachmagazin "Nature Genetics" präsentiert wird, stützt sich auf die Untersuchung von mehr als 100.000 Probanden. Etwa 14 Prozent der Erwachsenen leiden den Angaben zufolge unter Migräne. Migräneattacken können beispielsweise mit starker Übelkeit und Erbrechen einhergehen.

Die Gene seien für die Steuerung von Nervenbotenstoffen und der Nervenregulation im Gehirn funktionell bedeutsam, sagte Mitautor Hartmut Göbel vom Migräne- und Kopfschmerzzentrum der Schmerzklinik Kiel. "Auf dieser Grundlage kann nun gezielt die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden erfolgen, die präzise in die Entstehungsmechanismen der Migräne eingreifen."

Die rund hundert beteiligten Forscher analysierten Daten von 29 Genom-Studien mit 23.285 Migränepatienten und 95.425 Kontrollpersonen. Es handelt sich nach Angaben der Wissenschaftler um die bisher weltweit umfangreichste Studie zu genetischen Faktoren von Migräne.

Die zuvor entdeckten genetischen Ursachen könnten etwa 20 bis 30 Prozent des Erkrankungsrisikos erklären, sagte der Präsident der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, Andreas Straube.

Zusammen mit den fünf nun entdeckten beschreiben die Forscher in ihrer Studie insgesamt zwölf Regionen im Erbgut von Migränepatienten, die für das Erkrankungsrisiko mitverantwortlich sind. Acht der Regionen wurden den Angaben zufolge in der Nähe von Genen entdeckt, die bei der Kontrolle von Hirnschaltkreisen eine Rolle spielen. Zwei Regionen seien für die Aufrechterhaltung der normalen Hirn- und Nervenzellfunktion verantwortlich.

"Eine besondere Herausforderung wird nun darin bestehen, im Detail aufzuklären, welche molekularen Mechanismen dieser genetischen Veranlagung tatsächlich zugrunde liegen", erklärte Mitautor Christian Kubisch vom Ulmer Institut für Humangenetik. Dann könnten neue und gezieltere Behandlungsansätze entwickelt werden.

hda/dpa



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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
HuFu 24.06.2013
1.
Zitat von sysopDPAForscher haben weitere Regionen im Erbgut identifiziert, die an der Entstehung von Migräne beteiligt sind. Allerdings sind die Genfaktoren nur für einen Teil des Erkrankungsrisikos verantwortlich. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/medizin-genetische-risikofaktoren-fuer-migraene-entdeckt-a-907473.html
Ja, leider ist der Artikel genau jetzt wie interessant? Ich habe leider keine neuen Erkenntnisse ziehen können. Leider selber unter Clusterkopfschmerzen...
dequincey 24.06.2013
2. Grundlagenforschung
Von Ergebnissen der Grundlagenforschung läßt sich nur selten eine direkt anwendbare Therapie ableiten. Aber die Ergebnisse lassen hoffen, daß in Zukunft vielleicht eine gezieltere bis individualisierte Therapie möglich ist.
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