Gesundheit Liebe Leserin, lieber Leser,


je mehr über Ernährung geschrieben wird, so scheint es, desto dicker werden die Leute. In Deutschland gilt etwa ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung als adipös. Das ist schlecht für die Gesundheit - und schlecht für die Erde. Denn die industrielle Fertigung von Nahrungsmitteln und die gewaltige Fleischproduktion sind nicht nachhaltig, sondern ein Raubbau an der Natur.

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Heft 4/2019
Von wegen Vorreiter: Deutschlands Recycling-System ist Müll

Es ist auch deshalb so weit gekommen, weil sich in der Staatengemeinschaft bisher niemand zuständig fühlt. Nun haben sich Experten aus unterschiedlichen Ländern zusammengetan und in der Medizinzeitschrift "Lancet" einen aufrüttelnden Ernährungsreport vorgelegt. Sie appellieren an die Menschen, die Ernährung weitgehend auf Obst und Gemüse umzustellen, auf zugesetzten Haushaltszucker mehr oder weniger zu verzichten und den Fleischkonsum drastisch zu reduzieren. Tatsächlich muss ein Rind ungefähr zehn Kilogramm Futter fressen, um ein Kilogramm Gewicht zuzulegen. Das Futter wiederum kommt von Agrarflächen, die früher einmal Savannen oder Wälder waren.

Getty Images/Cultura RF

Der Clou ist, dass eine solche Ernährungsumstellung nicht nur ein Segen für die Umwelt wäre, sondern auch prima für unsere Gesundheit. Denn Gemüse, Obst, Ballaststoffe sind genau das, was unser Körper und unsere vielen guten Darmbakterien von Natur aus brauchen. Aus diesem Grund habe ich mich gerade in der Talkshow von Markus Lanz als ein Fan von Haferflocken geoutet. Es würde mich freuen, wenn es die in der Runde anwesende Bundesministerin für Ernährung, Julia Klöckner von der CDU, demnächst auch mal mit einem Schälchen Porridge probiert.

Herzlich

Ihr Jörg Blech

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Mit Richtantenne und im Pandakostüm versucht ein Mitarbeiter herauszufinden, wohin zwei Pandas in einem Naturschutzgebiet in der chinesischen Provinz Sichuan entschwunden sind. Die Bären waren in Gefangenschaft geboren worden und hatten zwei Jahre lang trainiert, wie sie klettern, Futter finden und Schutz suchen können, ehe sie Ende Dezember ausgewildert wurden. Von den neun Pandas, die bereits zuvor in China in die Freiheit entlassen worden waren, sind bisher offenbar drei Bären verendet.

VCG via Getty Images


Fußnote

12,7 Prozent der Patienten, die ins Krankenhaus kommen, tragen hochresistente Keime in sich. Das ergab eine Stichprobe des Uniklinikums Jena bei 1334 Menschen. Die Betroffenen hatten sogenannte ESBL-Keime, gegen die viele Antibiotika nicht mehr helfen, vermutlich mit der Nahrung aufgenommen und waren selbst nicht an ihnen erkrankt. In der Klinik könnten die Keime jedoch zur Gefahr für Patienten werden, etwa wenn deren Immunsystem schwächelt.


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* Quiz-Antworten: Die Leber. / Witwen. / Nein. Durch spontane Mutationen bei Zellteilungen entstehen genetische Mosaike. Ein Beispiel dafür sind die harmlosen Flecken auf der Haut, die man mit den Jahren bekommt.

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