ThemaSchweinegrippeRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
 

Pandemie-Bekämpfung Vier Lehren aus der Schweinegrippen-Hysterie

Schweinegrippe: Der Pandemie-Automatismus
Fotos
AP

3. Teil: Warum Pharmakonzerne die Gewinner sind

Drittens: Zu den Profiteuren der Schweinegrippe gehören die Pharmakonzerne Roche und GlaxoSmithKline. Sie haben mit Tamiflu und Relenza sogenannte antivirale Medikamente im Angebot, die nach derzeitigem Wissensstand kaum einen Nutzen haben. Bei Tamiflu ist nicht belegt, dass es schwere Komplikationen oder Todesfälle verhindert, allenfalls klingen die Krankheitssymptome einen Tag früher ab.

Dennoch hat Deutschland in den vergangenen Jahren für 20 Prozent der Bevölkerung Vorräte an diesen Mitteln aufgebaut. Im Mai 2009 hat das Gesundheitsministerium unter Ulla Schmidt noch mal mehr als 90 Millionen Euro dafür ausgegeben, so viele Medikamente nachzukaufen, dass es für 30 Prozent der Bevölkerung reicht.

Spricht man mit verantwortlichen Politikern, geben sie zwar zu, dass das Zeug nicht allzu viel hilft - aber irgendwas müssten sie der Bevölkerung ja geben. Es sind Beruhigungspillen im Wortsinn. Es ist zwar schön für den Schweizer Pharmamulti Roche, dass der Gewinn im Jahr der Schweinegrippe auf mehr als zehn Milliarden Euro gestiegen ist. Doch Steuermittel könnte man im Gesundheitswesen auch effizienter einsetzen.

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live
insgesamt 141 Beiträge
stanis laus 12.03.2010
Die Bürger gingen nicht zur Impfung. Es war eine reine Newspaperstory. Lanciert von der WHO im Auftrag der interessierten Pharmaindustrie. Sie wird die Top-Leute der WHO gut gezahlt haben für die "Warnungen". [...]
Die Bürger gingen nicht zur Impfung. Es war eine reine Newspaperstory. Lanciert von der WHO im Auftrag der interessierten Pharmaindustrie. Sie wird die Top-Leute der WHO gut gezahlt haben für die "Warnungen". Keiner wundert sich mehr über die weltweite Korruption der politischen Systeme, geht davon aus und nimmt sie nicht mehr ernst. Schlimm ist nur, dass wegen dieser völlig unnötigen Hype die Arbeitszeit von den Ärzten abgezogen wurde, die dann zwar die über 80-jährigen impften, aber keine Zeit für die kranken Berufstätigen hatten.
a7x10 12.03.2010
Vielleicht sollten viele Medien daraus lernen auch mal hinter das Ganze zu schauen. Auch der Spiegel hat mich mit seiner Berichterstattung sehr enttäuscht. Dagegen haben viele unabhängige Medien im Internet schon sehr früh [...]
Vielleicht sollten viele Medien daraus lernen auch mal hinter das Ganze zu schauen. Auch der Spiegel hat mich mit seiner Berichterstattung sehr enttäuscht. Dagegen haben viele unabhängige Medien im Internet schon sehr früh angefangen die Panikmache zu hinterschauen und Leute aufgeklärt. der Artikel hört sich für mich nach einer späten Entschuldigung an für die Berichterstattung und Panikmache. Wie soll man den Medien trauen wenn sie Hand in Hand mit Pharma und Großkonzernen laufen? Aber der Bericht ist schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung. Da wir soweit sind kann man die Ereignisse des 11. September noch einmal hinterfragen und seriös analysieren... Aber es ist wohl nur ein Wunschtraum
Maschinchen 12.03.2010
Im Nachhinein kann man natürlich bequem mit Begriffen wie "Hysterie" und "Panikmache" um sich werfen. Bloß wusste man lange nicht, wie sich die Pathogenität des Virus entwickeln würde. Nicht auszudenken, hätte [...]
Im Nachhinein kann man natürlich bequem mit Begriffen wie "Hysterie" und "Panikmache" um sich werfen. Bloß wusste man lange nicht, wie sich die Pathogenität des Virus entwickeln würde. Nicht auszudenken, hätte sich die Infektiösität des H1N1-Virus mit der Letalität des verwandten H5N1 kombiniert. Es steht zu bezweifeln, ob diesem worst case-Szenario mit den angewandeten Maßnahmen hätte begegnet werden können. Insofern stehen die Entscheidungsträger am Ende immer blamiert da: Entweder haben sie zu viel oder zu wenig unternommen.
pulegon 12.03.2010
---Zitat--- Nun neigen Medien gelegentlich dazu, lieber eine Extremmeinung zu zitieren als abwägende Fachleute, die schon damals ganz andere Zahlen nannten ---Zitatende--- neigen und gelegentlich Qualitätsjournalismus.
---Zitat--- Nun neigen Medien gelegentlich dazu, lieber eine Extremmeinung zu zitieren als abwägende Fachleute, die schon damals ganz andere Zahlen nannten ---Zitatende--- neigen und gelegentlich Qualitätsjournalismus.
dayo 12.03.2010
blamiert? die haben doch gemacht, wozu sie angehalten wurden- und es hat funktioniert.
Zitat von sysopDie Schweinegrippe ist gekommen und gegangen - ohne Millionen Tote zu hinterlassen. Pharmakonzerne haben Milliarden auf Kosten der Steuerzahler verdient, Mediziner, Politiker und Medien stehen blamiert da. Was die Welt aus der Hysterie lernen sollte. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,683036,00.html
blamiert? die haben doch gemacht, wozu sie angehalten wurden- und es hat funktioniert.
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wissenschaft
alles aus der Rubrik Medizin
alles zum Thema Schweinegrippe

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Acht Fragen zur Schweinegrippe
Klicken Sie auf eine Frage, um mehr zu erfahren






TOP



TOP