Peking - Experten sorgen sich um einen erneuten Anstieg von Schweinegrippe-Fällen unter Menschen. In Peking sind nach Angaben staatlicher Medien in den vergangenen zehn Tagen zwei Frauen an der Tierseuche gestorben: eine 65 Jahre alte Krebspatientin und eine 22-jährige Wanderarbeiterin. Die Zeitung "Beijing Daily" berief sich bei ihrem Bericht auf das Seuchenamt der chinesischen Hauptstadt.
Die Zahl der Grippeinfektionen habe den höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht, wie es weiter hieß. Der H1N1-Virusstamm sei vorherrschend, sagte Seuchenamtsdirektor Deng Ying.
Das H1N1-Virus hatte 2009 eine Pandemie ausgelöst - und auch eine umstrittene Impfaktion, empfohlen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die WHO schätze die Zahl der Todesfälle durch die Pandemie anschließend auf rund 18.500. Allerdings umfasste diese Zahl nur jene Todesfälle, bei denen durch Laboruntersuchungen eine H1N1-Infektion nachgewiesen wurde. Im September 2012 kam eine Studie im Fachblatt "Lancet Infectious Diseases" allerdings zu dem Ergebnis, dass weltweit 151.700 bis 575.400 Menschen bei der Pandemie ums Leben kamen, die meisten von ihnen in Afrika und Südostasien.
mbe/Reuters
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