René Laënnec Google feiert den Erfinder des Stethoskops

Erst war es bloß eine hölzerne Röhre, heute ist es ein Standard-Hilfsmittel für Ärzte: das Stethoskop. Erfunden hat es der französische Mediziner René Théophile Hyacinthe Laënnec.


Will man das Wort übersetzen, käme in etwa das Folgende heraus: "Brustüberwacher oder -messungsgerät". Gemeint ist das Stethoskop, das heute vor allem von Ärzten benutzt wird, um unter anderem Herztöne und Lungengeräusche abzuhören. Erfunden wurde es im Jahr 1816 von dem Franzosen René Théophile Hyacinthe Laënnec.

Geboren wurde Laënnec 1781 in der Stadt Quimper. Er studierte in Nantes und Paris , seine wichtigsten Beobachtungen veröffentlichte er 1819 in dem Werk Traité de l'auscultation médiate. Zu seiner legendären Erfindung wurde er nach Angaben des Science Museum in London von einer jungen Patientin inspiriert: Sie habe an Herzproblemen gelitten, und den Arzt im Jahr 1816 aufgesucht, heißt es auf der Homepage.

Zu dieser Zeit sei es vor allem üblich gewesen, anhand von äußeren Merkmalen auf eine Krankheit des Patienten zu schließen. Zudem galt es den Informationen zufolge als unangemessen, sein Ohr direkt auf den Brustkorb einer Patientin zu legen. Also habe Laënnec ein Stück Papier zu einer Röhre geformt, das eine Ende auf ihre Brust gesetzt und an das andere sein Ohr gehalten.

Inspiriert von dem Erfolg entwickelte er seine Erfindung weiter: In der Anfangsphase war das Stethoskop kaum mehr als eine hölzerne Röhre. Bei seiner Wortwahl ließ sich Laënnec den Informationen zufolge von den griechischen Wörtern für "Brust" und "erkunden" inspirieren. Heute ist eines dieser ersten Stethoskope im Londoner Museum ausgestellt.

Laënnec starb 1826, er wurde 45 Jahre alt. An diesem Mittwoch erinnert Google allerdings an den Geburtstag des Mediziners - er wäre am 17. Februar 235. Jahre alt geworden.

Google

aar

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