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Verbotene Stoffe in Drehstiften: Ministerium nimmt Deutschland-Schminke vom Markt

Deutschland-Fans beim Auftragen von Schminke: 14 von 14 Proben beanstandet Zur Großansicht
AP

Deutschland-Fans beim Auftragen von Schminke: 14 von 14 Proben beanstandet

Ausgerechnet zur WM zieht das Verbraucherschutzministerium in Baden-Württemberg Schminkstifte für schwarz-rot-goldenes Fan-Makeup aus dem Verkehr. Anlass sind verheerende Testergebnisse: Wegen bedenklicher Inhaltsstoffe fielen 14 von 14 Stiften durch.

SPIEGEL ONLINE Fußball
Stuttgart - Wegen bedenklicher Inhaltsstoffe und Mängeln bei der Kennzeichnung hat das Verbraucherschutzministerium in Baden-Württemberg Schminkstifte für Fans der deutschen Nationalelf aus dem Verkehr gezogen. Anlass sind laut einer Mitteilung der Behörde verheerende Testergebnisse für die während der WM besonders populären Drehstifte mit schwarz-rot-goldener Schminke.

Demnach hatten die Kosmetiklabore der Chemischen und Veterinär-Untersuchungsämter (CVUA) Karlsruhe und Freiburg im Vorfeld und zu Beginn der WM 14 Proben der Kosmetikartikel untersucht - und im Ergebnis sämtliche untersuchten Stifte beanstandet.

So fanden die Experten bei 9 der 14 Produkte den seit 1993 EU-weit verbotenen Farbstoff Lackrot (CI 15585), der im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Bei 12 Proben seien nicht alle Inhaltsstoffe gekennzeichnet gewesen; 5 Proben enthielten der Mitteilung zufolge einen gelben Farbstoff, den die Forscher nicht identifizieren konnten. Vermutlich handele es sich dabei um einen in der EU nicht zugelassenen Inhaltsstoff.

"Fußballfans erwarten zu Recht, dass Fanartikel sicher sind und die Schminke in Nationalfarben unbedenklich verwendet werden kann", sagte Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister Alexander Bonde laut einer Mitteilung seiner Behörde. Inhaltsstoffe wie das verbotene Lackrot hätten "in Kosmetika nichts zu suchen".

Wegen Verstößen gegen die europäische Kosmetikverordnung dürfen die beanstandeten Produkte nicht mehr verkauft werden. Welche Schminkstifte genau betroffen sind und wo sie bislang erhältlich waren, wird in der Mitteilung nicht erwähnt. Die meisten Stifte seien aber in China produziert und in Filialketten verkauft worden.

rls/dpa

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insgesamt 47 Beiträge
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1. Nun ja,
einwerfer 25.06.2014
die Verkäufer dieser Produkte sind halt wie die FIFA: gierig !
2. WM-Schminke zum Glück nicht in Brasilien zurückgenommen
raber 25.06.2014
Da haben die Brasilianer ja noch Glück gehabt. Wäre so etwas in Brasilien geschehen würde das Thema in Deutschland zu einer Protestwelle führen und Benachteiligung der deutschen Mannschaft angegeben.
3. Wenn ...
emeticart 25.06.2014
... diese Schminke, verbotene Inhaltsstoffe enthalten, wieso kamen sie erst auf den Markt? Was passiert mit den Anbietern? Strafen? Haft? Vermögenseinzug? Was, will man tun, damit solche Produkte erst gar nicht mehr auf den Markt kommen? Sieht so Verbraucherschutz aus in der EU? MfG
4. auch bei REWE
Hilfskraft 25.06.2014
die wurden auch bei REWE verteilt. Las sowas wie Petroleum, schmiss das Zeug gleich weg. Weitere Hinweise: nicht in Kinderhand, nicht großflächig, nicht in Augen usw.
5. Verbotsrepublik Deutschland
buerg 25.06.2014
Ich will ja nicht wissen, welche Sachen ich mir ins Gesicht geschmiert habe, wenn ich mir in den sechziger Jahren an Karneval bei Verkleidung als indigener Mensch, wie zum Beispiel als Sitting Bull- Häuptling, verkleidet habe. Ich bin jetzt Mitte 50 und ich habe es überlebt. Ich habe also keinen Hautkrebs bekommen und bin auch nicht impotent geworden. Für mich ist es wieder eine typisch deutsche Angst-Panik, die von grünen Wichtigtuern und Spaßbremsen im Verbraucherministerium kreiert wird, die sich zum Fahrradfahren einen Helm aufziehen. Ich bin mir sicher, dass diese Billigschminke ein ziemlicher Dreck ist, das es aber so ist, dass wenn man sich diesen Schminkstift 6 oder 7 mal ins Gesicht schmiert, nichts passiert.
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2006 Deutschland Italien
2002 Japan und Südkorea Brasilien
1998 Frankreich Frankreich
1994 USA Brasilien
1990 Italien Deutschland
1986 Mexiko Argentinien
1982 Spanien Italien
1978 Argentinien Argentinien
1974 Deutschland Deutschland
1970 Mexiko Brasilien
1966 England England
1962 Chile Brasilien
1958 Schweden Brasilien
1954 Schweiz Deutschland
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1938 Frankreich Italien
1934 Italien Italien
1930 Uruguay Uruguay
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