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Virus an Berliner Klinik: Keine Lebensgefahr für infizierte Babys

Die Babys, die sich auf einer Frühchenstation des Berliner Vivantes-Klinikums mit einem Erkältungsvirus infiziert haben, schweben nicht in Lebensgefahr. Wie eine Sprecherin am Montag sagte, seien zusätzliche Hygienemaßnahmen eingeleitet worden. Wie sich die Kinder angesteckt haben, ist unklar.

Ein Frühchen in einem Klinikum in Berlin (Archivbild): Kein Säugling ist schwer erkrankt Zur Großansicht
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Ein Frühchen in einem Klinikum in Berlin (Archivbild): Kein Säugling ist schwer erkrankt

Berlin - Für die in einer Berliner Klinik mit einem Atemwegsvirus infizierten Frühgeborenen besteht keine Lebensgefahr. Insgesamt hätten sich zehn Kinder infiziert, fünf davon seien erkrankt, sagte eine Sprecherin der Vivantes-Kliniken am Montag in Berlin. Keines der Kinder sei aber schwer erkrankt. Die Säuglinge liegen demnach im Vivantes-Klinikum Friedrichshain auf einer Nachsorgestation für ehemalige Frühchen.

Dort seien die Kinder ohnehin bereits isoliert, sagte die Sprecherin. Wegen der Infektion seien aber zusätzliche Hygienemaßnahmen eingeleitet worden. Wie sich die Kinder angesteckt haben, war laut Klinik zunächst unklar.

Der Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin des Vivantes-Klinikums, Hermann Girschick, hatte gegenüber der "Berliner Zeitung" am Wochenende berichtet, dass es sich um bei den RSV-Fällen um ein "generelles Berlin-weites Problem" handele.

Die Babys haben sich mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) infiziert. Es ist bei kleinen Kindern und Säuglingen für die meisten Fälle von akuter Bronchitis verantwortlich und kann auch Schnupfen auslösen. Im schlimmsten Fall kann der Erreger für sie sogar lebensbedrohlich sein. Für Erwachsene und ältere Kinder ist das Virus meist ungefährlich, sie können Säuglinge jedoch anstecken.

Die Symptome ähneln denen der Grippe. Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch Tröpfcheninfektion. Es wird aber angenommen, dass eine Ansteckung auch indirekt über kontaminierte Hände möglich ist. Der Erreger ist weit verbreitet. Die meisten Krankheitsfälle treten in den Wintermonaten auf.

Im Oktober hatte die Infektion von mehreren Babys auf der Frühchenstation der Berliner Charité eine heftige Hygiene-Debatte ausgelöst. Die Säuglinge waren mit Serratia-Bakterien erkrankt.

nik/afp

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eine_oma 07.01.2013
Zitat von sysopDPADie Babys, die sich auf einer Frühchenstation des Berliner Vivantes-Klinikums mit einem Erkältungsvirus infiziert haben, schweben nicht in Lebensgefahr. Wie eine Sprecherin am Montag sagte, seien zusätzliche Hygienemaßnahmen eingeleitet worden. Wie sich die Kinder angesteckt haben, ist unklar. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/virus-auf-berliner-fruehchenstation-babys-nicht-schwer-erkrankt-a-876160.html
Komisch, in dem Artikel ist immer wieder die Rede davon, dass die Babys _sich angesteckt/sich infiziert_ haben sollen. Ich frage mich, wie das gehen soll? Sind sie nicht vielmehr infiziert worden? Dass es deutsche Krankenhäuser mit der Hygiene nicht immer sehr genau nehmen, dürfte mittlerweile allgemein bekannt sein.
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