Berlin - Auf der Frühchenstation im Vivantes Klinikum im Berliner Stadtteil Friedrichshain soll eine Epidemie ausgebrochen sein. Das berichtet die Tageszeitung "B.Z.". Demnach hätten sich dort rund zehn Kinder mit dem Lungenvirus RSV infiziert. Der Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin der Klinik, Hermann Girschick, bestätigte die RSV-Epidemie.
Als Reaktion seien die betroffenen Kinder isoliert und zusätzliche Hygiene-Maßnahmen ergriffen worden, so Girschick, der von einem "generellen berlinweiten Problem" sprach.
RSV ist die Abkürzung für das Respiratorische-Synzytial-Virus, das bei kleinen Kindern und Säuglingen für die meisten Fälle von akuter Bronchitis verantwortlich ist. Im schlimmsten Fall kann das RSV für sie sogar lebensbedrohlich sein. Für Erwachsene und ältere Kinder ist das Virus meist ungefährlich, sie können Säuglinge jedoch anstecken.
Im Oktober hatte die Infektion von mehreren Babys auf der Frühchenstation der Berliner Charité eine heftige Hygiene-Debatte ausgelöst. Die Säuglinge waren nach der Infektion mit Serratia-Bakterien erkrankt.
max/AFP
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