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28.10.2001
 

Mississippi-Alligator

Kroko-Täschchen sichern das Überleben

Eine ungewöhnliche Variante des Artenschutzes hat sich im US-Staat Louisiana bewährt: In der sumpfreichen Küstenregion blüht das Geschäft mit den Mississippi-Alligatoren, ihr Fleisch und Leder inbegriffen.

Bedroht: Der Alligator
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AP

Bedroht: Der Alligator

Jedes Jahr im Sommer sammeln Farmer die Eier der bis zu sechs Meter langen Krokodilart ein, legen sie in Brutkammern und ziehen die geschlüpften Jungtiere in Zuchttanks heran. Die erwachsenen Reptilien liefern, abgesehen von ihrem Fleisch, mehr als drei Viertel des derzeitigen Weltbedarfs an Alligatoren-Leder.

17 Prozent der Jungtiere aber, rund 40.000 an der Zahl, werden nach ein oder zwei Jahren wieder in den Sümpfen ausgesetzt; das entspricht der Quote der Eier, aus denen auch in freier Natur ein stattliches Exemplar geworden wäre. Der Erhalt der Krokodilart ist damit gesichert, die Beißer gedeihen prächtig.

Eine Studie des Ökonomen Ken Roberts hat nun ergeben, dass die Alligatoren-Branche in Louisiana fette Erträge einbringt: Im Jahr werden umgerechnet mehr als 60 Millionen Mark erwirtschaftet. Für das Riesenreptil ist das die beste Überlebensversicherung: Die Landeigner an der Küste, großteils Privatleute, wären sonst versucht, ihre riesigen Feuchtgebiete trockenzulegen für Viehweiden.

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