Jedes Jahr im Sommer sammeln Farmer die Eier der bis zu sechs Meter langen Krokodilart ein, legen sie in Brutkammern und ziehen die geschlüpften Jungtiere in Zuchttanks heran. Die erwachsenen Reptilien liefern, abgesehen von ihrem Fleisch, mehr als drei Viertel des derzeitigen Weltbedarfs an Alligatoren-Leder.
17 Prozent der Jungtiere aber, rund 40.000 an der Zahl, werden nach ein oder zwei Jahren wieder in den Sümpfen ausgesetzt; das entspricht der Quote der Eier, aus denen auch in freier Natur ein stattliches Exemplar geworden wäre. Der Erhalt der Krokodilart ist damit gesichert, die Beißer gedeihen prächtig.
Eine Studie des Ökonomen Ken Roberts hat nun ergeben, dass die Alligatoren-Branche in Louisiana fette Erträge einbringt: Im Jahr werden umgerechnet mehr als 60 Millionen Mark erwirtschaftet. Für das Riesenreptil ist das die beste Überlebensversicherung: Die Landeigner an der Küste, großteils Privatleute, wären sonst versucht, ihre riesigen Feuchtgebiete trockenzulegen für Viehweiden.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Mensch | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH