Einem US-Forscherteam ist es nach eigenen Angaben gelungen, die Krankheitssymptome von Parkinson zu lindern. Von dem Fall eines Patienten, dem die Wissenschaftler Stammzellen aus seinem eigenen Gehirn eingepflanzt hatten, berichtete der Neurochirurg Michel Levesque vom kalifornischen Cedars-Sinai Medical Center auf einer Fachkonferenz in Chicago.
Parkinson entsteht, wenn im Gehirn Nervenzellen absterben, die Dopamin produzieren. Der Botenstoff spielt eine zentrale Rolle bei der Koordination der Körperbewegungen. Um den Mangel auszugleichen, hatte Levesques Team dem 57-jährigen Mann neurale Stammzellen aus dem Gehirn entnommen und mehrere Monate im Labor kultiviert. Dann wurden dem Patienten die behandelten Zellen implantiert.
"Sechs Monate nach der Transplantation waren seine motorischen Schwächen zurückgegangen," wurde Levesque von der Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "New Scientist" zitiert. Ein Jahr später hätte sich die körperliche Verfassung des Patienten weiter verbessert. Nach drei Jahren konnten dem Forscher zufolge keine Symptome des Krankheitsbildes mehr festgestellt werden.
Bislang haben Forscher Parkinson-Kranke unter anderem mit neuralen Zellen abgetriebener Föten behandelt. Allerdings wurde diese Therapie mit schweren Nebenwirkungen in Verbindung gebracht. Die Behandlung mit körpereigenen Stammzellen hat den Vorteil, dass das Risiko für Abstoßungsreaktionen vermindert wird.
Wenn die Ergebnisse bestätigt würden, könnte die Behandlung alle bisher bekannten Behandlungsformen in den Schatten stellen, resümiert Levesque. Sein Kollege Arnold Kriegstein von der Columbia University warnt jedoch vor allzu großen Hoffnungen: "Das ist nur ein Einzelfall." Ob die Therapie wirklich erfolgreich ist, müsse noch weiter klinisch erprobt werden. Der Mediziner Levesque plant nun, zwölf weitere Patienten zu behandeln.
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