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22.04.2002
 

Mikrobiologie

Bakterien kommunizieren per Luftpost

Bei einer Antibiotika-Attacke können sich Bakterien offenbar über größere Entfernung verständigen: Wie britische Forscher entdeckt haben, übermitteln die Mikroben Warnsignale auf dem Luftweg.

Bakterienkultur in einer Petrischale
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Bakterienkultur in einer Petrischale

Woher bekommen Bakterien Hilfe, wenn sie von Antibiotika angegriffen werden? Die Antwort: von Artgenossen auf dem Luftweg. Diesen neuartigen Kommunikationsweg von Mikrobe zu Mikrobe haben britische Forscher bei Laborversuchen erstmals nachgewiesen.

Offenbar werden mittels chemischer Signale in der Luft Steuerungsbefehle verbreitet, die bei den bedrohten Bakterien Antibiotika-Resistenzgene anschalten. Dank der Luftpost können die Schädlinge Medikamentenangriffe überstehen, die ansonsten tödlich wären. Bisher galt es nach Meinung der Forscher nur als sicher, dass Mikroorganismen Resistenzeigenschaften durch direkten Kontakt mit Artgenossen erwerben können.

Sollten sich die Erkenntnisse der Briten bestätigen, gälte erhöhte Sicherheitsstufe für Krankenhäuser: Schon Ventilatoren auf Intensivstationen könnten dann schuld daran sein, dass sich gefährliche Keime gegen immer mehr Antibiotika mit einem kaum noch zu knackenden Schutzschild wappnen.

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