Woher bekommen Bakterien Hilfe, wenn sie von Antibiotika angegriffen werden? Die Antwort: von Artgenossen auf dem Luftweg. Diesen neuartigen Kommunikationsweg von Mikrobe zu Mikrobe haben britische Forscher bei Laborversuchen erstmals nachgewiesen.
Offenbar werden mittels chemischer Signale in der Luft Steuerungsbefehle verbreitet, die bei den bedrohten Bakterien Antibiotika-Resistenzgene anschalten. Dank der Luftpost können die Schädlinge Medikamentenangriffe überstehen, die ansonsten tödlich wären. Bisher galt es nach Meinung der Forscher nur als sicher, dass Mikroorganismen Resistenzeigenschaften durch direkten Kontakt mit Artgenossen erwerben können.
Sollten sich die Erkenntnisse der Briten bestätigen, gälte erhöhte Sicherheitsstufe für Krankenhäuser: Schon Ventilatoren auf Intensivstationen könnten dann schuld daran sein, dass sich gefährliche Keime gegen immer mehr Antibiotika mit einem kaum noch zu knackenden Schutzschild wappnen.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wissenschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Mensch | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH