Archäologen des Museum of London haben die Überreste von drei gewaltigen Hebewerken entdeckt, welche die Bewohner des antiken Londinium im ersten Jahrhundert nach Christus mit sauberem Wasser versorgten. Eine der Anlagen, die die Forscher in der Nähe des antiken Zentrums der Stadt fanden, war offenbar groß genug, um täglich mehr als 100.000 Liter Wasser aus einem Tiefbrunnen an die Oberfläche zu befördern.
Die verwendete Technik war einfach, aber wirkungsvoll: Vermutlich schufteten Sklaven in einer Art Tretmühle, um an einer Kette befestigte Kübel in regelmäßigem Rhythmus auf und ab zu bewegen. Das an die Oberfläche gehievte Wasser wurde in speziellen Bassins gesammelt und von dort über Kanäle und ein primitives Leitungssystem über die gesamte Stadt verteilt.
Mit dem Nachschub aus der Tiefe reagierten die Bewohner offenbar auf einen akuten Notstand: Die lokalen Flussläufe und die Themse waren in römischer Zeit bereits so stark verschmutzt, dass in Badehäusern und Küchen Mangel an genießbarem Wasser herrschte.
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