Alzheimer: Der lange Weg in die Nacht
Die Alzheimer-Krankheit beträfe nicht nur das Erinnerungsvermögen, sondern vielmehr das ganze Gehirn, so Constantine Lyketsos von der Johns Hopkins Medical School in Baltimore, USA. Deshalb könnten die Früh-Symptome der Erkrankung sehr vielfältig ausfallen: Auch Depressionen, Sinnestäuschungen, Halluzinationen, Beklemmungszustände oder leichte Reizbarkeit könnten auf Alzheimer hinweisen, so die Mediziner.
Vergangene Studien hatten gezeigt, dass 50 bis 80 Prozent der untersuchten älteren Menschen, die unter Demenz litten, ebenfalls einige der oben genanten Symptome aufwiesen. Bei der neueren Studie stellte sich heraus, dass 75 Prozent der 682 untersuchten dementen Personen zumindest eines der Krankheitszeichen im Monat vor der Untersuchung hatten. 44 Prozent zeigten mindestens drei Merkmale. Die häufigsten waren dabei Apathie, Depression und Aggression.
Die Forscher wollen zukünftig einen Katalog der Beschwerden anlegen, die im engen Zusammenhang mit Alzheimer gesehen werden. Dadurch möchte man in Zukunft Alzheimer-gefährdete Personen so früh wie möglich behandeln können. Oftmals fallen Veränderungen, die auf Alzheimer hinweisen, nur Menschen auf, die den betroffenen Personen sehr nahe stehen. Die Folge: Viele Menschen können erst dann behandelt werden, wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist.
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