Bei einer Untersuchung von knapp tausend Patienten haben schwedische Mediziner eigenen Angaben zufolge keinen Hinweis darauf gefunden, dass Acrylamid beim Menschen das Krebsrisiko erhöht. Die Substanz, die beim Erhitzen von Pommes frites und anderen stärkehaltigen Lebensmitteln entsteht, soll demnach keinen Einfluss auf das Auftreten der häufigsten Krebserkrankungen haben.
Über die Studie der Forscher vom Karolinska Institutet in Stockholm berichtete am Dienstag die schwedische Tageszeitung "Svenska Dagbladet". Im vergangenen Jahr war Acrylamid nach Versuchen an Ratten als potenziell Krebs erregend eingestuft worden. Die Untersuchung von Krebspatienten fand jedoch keinen Zusammenhang zwischen dem Stoff und den besonders stark verbreiteten Tumorerkrankungen in Darm, Nieren und Blase.
Die Studie widerspricht damit gerade erst veröffentlichten Schätzungen, wonach die Substanz in Deutschland für jährlich bis zu 10.000 Krebstote verantwortlich sein soll. Hier zu Lande einigten sich die Produzenten von Pommes frites nach dem Jahreswechsel auf einheitlich niedrigere Temperaturen bei der Herstellung, um die Menge an Acrylamid zu reduzieren.
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