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18.06.2003
 

Israelische Experten

Angeblich ältester Hinweis auf Jesus ist gefälscht

Ein Steinkasten, der laut Inschrift Gebeine des "Jakob, Bruder von Jesus" enthalten haben soll, ist nach Angaben der israelischen Altertumsbehörde eine Fälschung. Die eingeritzten Zeichen sind demnach modern.

Angeblicher Jakob-Ossuar: Aufsehen erregende Inschrift
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AFP

Angeblicher Jakob-Ossuar: Aufsehen erregende Inschrift

Ein von manchen Experten als ältester Hinweis auf die historische Person Jesus gedeuteter Gebeinkasten ist offenbar gefälscht. Die Inschrift "Jakob, Sohn von Josef, Bruder von Jesus" in aramäischer Sprache stamme aus der Moderne, erklärte die israelische Altertumsbehörde am Mittwoch.

Die Behörde hatte den so genannten Ossuar mit mehreren Expertengruppen eingehend untersucht. Die Existenz der Totenkiste hatte im November das Fachmagazin "Biblical Archaeology Review" enthüllt. Darin hatte André Lemaire, ein Experte für antike Inschriften von der Pariser Sorbonne-Universität, die Inschrift als authentisch eingestuft.

Ossuare dienten als Behältnis für die aus der Grabhöhle umgebetteten Knochen der Toten. Den Gebeinkasten mit der Aufsehen erregenden Inschrift hatte Lemaire etwa auf das Jahr 63 nach Christus datiert. Der Überlieferung zufolge wurde Jakob, der Bruder von Jesus, im Jahr 62 nach Christus gesteinigt. Andere Fachleute hatten jedoch schon bei der Präsentation des Ossuars Zweifel an dessen Authentizität geäußert.

Der israelische Eigentümer Oded Golan bestand noch am Dienstag auf der Authentizität der Totenkiste. Er hat sie nach eigenen Angaben Mitte der siebziger Jahre in der Altstadt von Jerusalem für rund 200 US-Dollar bei einem Antiquitätenhändler gekauft. Die Inspektoren der Behörde gehen nun dem Verdacht nach, dass er den Ossuar erst vor wenigen Monaten gekauft hat.

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